"Kampagne" gegen ihn
WKW-Chef Ruck versteht die Aufregung um Gesprächsprotokoll nicht
- Der Wiener Wirtschaftskammerpräsident Walter Ruck versteht die Aufregung um das Gesprächsprotokoll nicht. (Archiv)
- Foto: Valentina Marinelić/MeinBezirk
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Der Wiener Wirtschaftskammer-Boss Walter Ruck meldet sich erstmals selbst zu Wort, wenige Stunden vor seinem wahrscheinlichen Ausschluss aus der ÖVP. Er versteht die Aufregung um seine publik gewordenen Aussagen nicht und will sein Amt behalten.
ÖSTERREICH/WIEN. Walter Ruck bleibt Chef des Wiener Wirtschaftsbundes und Präsident der Wiener Wirtschaftskammer (WKW), auch wenn er von der ÖVP ausgeschlossen wird. Das hat er am Freitag dem Bundesparteivorstand schriftlich mitgeteilt, wie mehrere Medien berichten.
Hintergrund sind seine angeblichen Aussagen aus einem Gesprächsprotokoll. Die Sager sollen seine Einflussnahme auf Postenvergaben und auf die Erstellung von Wahllisten belegen. Ruck soll sich zudem abschätzig über Parteifreunde und Frauen geäußert haben.
Der Bundesparteivorstand will sich am Abend zusammensetzen und offenbar über einen Ausschluss von Ruck aus der Volkspartei entscheiden. Davor, am Nachmittag, wird der Ethikrat der ÖVP über die Sache beraten. Das Gremium kann einen Parteiausschluss empfehlen.
"Durchschaubares Manöver"
Ruck zufolge soll der Ethikrat mit ihm einen Termin für nächste Woche vereinbart, aber am Donnerstag kurzfristig wieder abgesagt haben. Statt des Gesprächs habe man bis Freitagmittag eine Erklärung von ihm verlangt.
In seinem Schreiben zeigt Ruck kein Verständnis für all die Aufregung. Man hätte ihm "Aussagen in den Mund gelegt", die er nicht bestätige. Die Angelegenheit sei eine "Kampagne gegen ihn", ein "durchschaubares Manöver" und die Vorwürfe rechtlich nicht relevant.
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