Corona
Gastronomie fordert Öffnung ab Mitte März

"Wir haben eine finanzielle und psychische Krise, die mittlerweile existenzbedrohende Ausmaße annimmt",  so Branchenobmann Pulker. Er appelliert an die Regierung, weitere Öffnungsschritte bereits Mitte März zu setzen.
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  • "Wir haben eine finanzielle und psychische Krise, die mittlerweile existenzbedrohende Ausmaße annimmt", so Branchenobmann Pulker. Er appelliert an die Regierung, weitere Öffnungsschritte bereits Mitte März zu setzen.
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Die Gastronomie hofft auf erste Öffnungsschritte schon ab dem 15. März. Das wäre viel sicherer, als wenn sich die Menschen weiter im privaten Bereich treffen, argumentiert Branchenobmann Mario Pulker. 

ÖSTERREICH. Mario Pulker, WKÖ-Obmann des Fachverbandes Gastronomie, fasst die Situation am Dienstag dramatisch zusammen: "Die Stimmung in der Branche ist verzweifelt. Wir haben eine finanzielle und psychische Krise, die mittlerweile existenzbedrohende Ausmaße annimmt", so Pulker im Ö1-Mittagsjournal.

"Lassen Sie uns öffnen"

"Lassen Sie uns öffnen - wir können damit umgehen", appellierte er an die Regierung bei einer Pressekonferenz am Dienstagvormittag. Der Brachenobmann fordert eine Öffnung Mitte März. Man sei dazu bereit, ein umfangreiches Sicherheitskonzept umzusetzen und nicht nur die Mitarbeiter regelmäßig zu testen, sondern auch alle Gäste auf aktuelle negative Tests zu kontrollieren, so Pulker. Eine aktuelle Umfrage des market-Instituts habe gezeigt, dass 81 Prozent der befragten Österreicherinnen und Österreicher für eine Öffnung der Gastronomie seien und dazu bereit seien, sich für einen Besuch beim Wirten testen zu lassen.

Die Öffnung der Gastronomie könnte so auch ein großer Schub für flächendeckende Tests sein, erläuterte Pulker. Derzeit würden 50 Prozent aller Ansteckungen im privaten Bereich stattfinden. Es wäre viel sicherer, wenn sich stattdessen die Menschen frisch getestet in Lokalen treffen würden, betonte er.

Soll die Gastronomie vor Ostern öffnen dürfen?

14 Tage Vorlaufzeit

Die Branche würde 14 Tage Vorlaufzeit brauchen, um wieder hochzufahren. Die Schanigärten allein wieder zu öffnen würde betriebswirtschaftlich allerdings keinen Sinn machen, so Pulker. Die Betriebe müssten zudem abends aufsperren dürfen, zumindest bis 22 Uhr Uhr. Eine genaue Öffnungszeit sei aber noch Teil der Verhandlungen. Man stehe diese Woche laufend in Verhandlungen mit dem Gesundheitsministerium.

20 Quadratmeter pro Gast wären wirtschaftlich für Lokale nicht möglich, aber auch nicht nötig, da ja alle Gäste und Mitarbeiter getestet wären. Weiterhin würden die Gastronomiebetriebe aber zwei Meter Abstand zwischen den Tischen einhalten und FFP2-Masken überall außer direkt beim Sitzen am Tisch vorgeben. Ohne Nachtgastronomie und Saisonbetriebe könnten 60 bis 70 Prozent der Gastronomiebetriebe die Chance nutzen, wieder aufzusperren, schätzt Pulker.

Selbsttests nicht zulässig

Sogenannte Wohnzimmertests, also Selbsttests, akzeptiert die Gastronomie nicht, denn diese seien zu unzuverlässig. Das schlimmste wäre, wenn in einem Betrieb ein Fall auftritt und dieser sperren muss, sagte Pulker. Man werde auf maximal 48 Stunden alten Tests bestehen. Auch die Gästeregistrierung, die es im Sommer schon gab, soll es wieder geben.

NEOS für Öffnung vor Ostern

Für eine Öffnung des Tourismus samt „Hineintesten“ noch vor Ostern sprach sich NEOS-Mandatar Sepp Schellhorn in einer Pressekonferenz aus. Dass der Wintertourismus de facto schon gelaufen sei, muss aus seiner Sicht aber akzeptiert werden. Die Branche brauche jedenfalls „Planungssicherheit und eine gewisse Fahrt auf Sicht“.

FPÖ-Klubobmann Herbert Kickl forderte , die Geschäfte und die Gastronomie "aufzusperren - solange es noch etwas gibt, das aufzusperren ist". Er warnte aber vor "Zwangstests", die rasch auch zu "Zwangsimpfungen" führen könnten. Kickl kündigte außerdem einen Antrag im Parlament an, um eine Art „Schutzschirm gegen den Ausverkauf des Tourismus“ zu schaffen. Heimischen Investoren solle ein Vorkaufsrecht bei drohenden Verkäufen eingeräumt werden. „Es rollt eine Pleitewelle auf dieses Land zu“, begründete Kickl den Antrag der FPÖ.

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