Ernteausfälle & Waldbrände
Land- und Forstwirtschaft schlägt wegen Dürre und Hitze Alarm
- Felder und Wälder leiden unter der Hitzewelle und Dürre. (Symbolfoto)
- Foto: alphaspirit/smarterpix
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Etwa 320 Waldbrände sorgten seit Beginn des Jahres für einen Höchststand. Dazu kommt seit Beginn der Messungen das zweittrockenste Halbjahr 2026 und in Niederösterreich, Oberösterreich und Salzburg sogar das trockenste. Das alles hat natürlich Auswirkungen auf Wiesen, Felder sowie Wälder – und zwar brandgefährliche.
ÖSTERREICH. Ernteausfälle, Futterknappheit sowie immense Kosten belasten in Österreich land- und forstwirtschaftliche Betriebe derzeit. Die Forderung nach rascher Unterstützung für die Betroffenen wird lauter: Die "Land&Forst Betriebe Österreich" verlangen verlässliche Rahmenbedingungen für Klimawandelanpassung und Waldbrandprävention.
Dabei handelt es sich um eine freiwillige Vereinigung von österreichischen Landbewirtschaftern. Die Mitgliedsbetriebe bewirtschaften zusammen alleine mehr als ein Viertel des österreichischen Waldes. Sie produzieren außerdem jede fünfte Tonne des österreichischen Getreides.
Maßnahmen noch nicht ausreichend
"Die Folgen des Klimawandels sind auf unseren Feldern längst Realität. Die Betriebe passen ihre Bewirtschaftung laufend an zunehmende Hitze- und Trockenperioden an. Doch wenn gleichzeitig Erträge ausbleiben, Kosten hoch bleiben und weitere Investitionen in die Klimaanpassung notwendig werden, geraten selbst gut geführte Familienbetriebe an ihre Grenzen“, erklärt Konrad Mylius, Präsident der "Land&Forst Betriebe Österreich".
- Anfang August wurde ein neuer Höchststand von 318 Waldbränden seit Beginn 2026 gezählt. (Symbolfoto)
- Foto: pexels/Yavuz Solgun
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Aufgrund der starken Hitze kommt es zu Ernteausfällen. Betroffen sind Weizen, Gerste, Mais, Soja, Kürbis, Kartoffeln und Zuckerrüben. Die Folge der Dürre geht weit über die heurige Ernte hinaus. Das Landwirtschaftsministerium hat Erleichterungen beim österreichischen Programm für umweltgerechte Landwirtschaft (ÖPUL) und eine Ausgleichszulage präsentiert. Diese werden vom "Land&Forst Betriebe Österreich" als "wichtiger unbürokratischer erster Schritt" begrüßt. Das sei aber noch nicht genug.
Es brauche weitere rasche und wirksame Unterstützung sowie Investitionen in die Klimawandelanpassung. Beispiele mit dem Ausbau effizienter Bewässerungsmöglichkeiten. Vor allem mit Blick auf die anhaltende Trockenheit und die erhöhte Gefahr von Waldbränden. "Waldbrandprävention ist daher keine freiwillige Zusatzleistung, sondern ein wichtiger Beitrag zur öffentlichen Sicherheit", unterstreicht Mylius.
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