Ernteausfälle wegen Dürre
Totschnig warnt vor "massivem" Rückgang der Bauerneinkommen
- Rekorddürre: Hilfszahlungen der Regierung und Versicherungsleistungen für Dürreschäden könnten die erwarteten Einbußen nach seiner Einschätzung nicht ausgleichen. (Symbolbild)
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Ernteausfälle, Futtermangel und zusätzliche Kosten setzen zahlreiche landwirtschaftliche Betriebe unter Druck. Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig (ÖVP) erwartet deshalb für 2026 einen deutlichen Rückgang der bäuerlichen Einkommen.
ÖSTERREICH. Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig (ÖVP) rechnet für 2026 mit einem "massiven" Rückgang der Einkommen von Bäuerinnen und Bauern. Grund dafür sei die Trockenheit der vergangenen Monate. Hilfszahlungen der Regierung und Versicherungsleistungen für Dürreschäden könnten die erwarteten Einbußen nach seiner Einschätzung nicht ausgleichen.
Im Jahr 2025 waren die Einkommen in der österreichischen Land- und Forstwirtschaft noch deutlich gestiegen. Das durchschnittliche Faktoreinkommen je Arbeitskraft erhöhte sich laut Berechnungen der Statistik Austria nominell um 12,4 Prozent und preisbereinigt um 8,9 Prozent. Dazu beigetragen hatten eine gute Ernte und höhere Erlöse in der tierischen Produktion.
Bauerneinkommen schwanken seit Jahren
Die Einkommen schwankten in den vergangenen 15 Jahren abhängig von Erntemengen, Agrarpreisen und Betriebskosten erheblich. Preisbereinigt, lag das Faktoreinkommen je Arbeitskraft 2025 laut Totschnig auf dem Niveau von 2011.
- Im Grünland fehlt laut Landwirtschaftsministerium rund ein Drittel der Erträge. Zahlreiche Betriebe mussten deshalb auf ihre Winterfutterreserven zurückgreifen oder Futtermittel zukaufen. (Symbolbild)
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Die Zahlen stammen aus dem rund 300 Seiten umfassenden "Grünen Bericht 2026". Dieser dokumentiert die Lage der österreichischen Land- und Forstwirtschaft im Jahr 2025. Das Landwirtschaftsministerium legt den Bericht jährlich im Herbst vor, anschließend wird er im Nationalrat behandelt.
Dürre verursacht hohe Ernteausfälle
Besonders betroffen sind demnach Ackerbaubetriebe sowie Milch- und Rinderhöfe. Im Grünland fehlt laut Landwirtschaftsministerium rund ein Drittel der Erträge. Zahlreiche Betriebe mussten deshalb auf ihre Winterfutterreserven zurückgreifen oder Futtermittel zukaufen. Manche verkauften aus Futtermangel bereits einen Teil ihrer Tiere.
Auch bei Wein und Obst werden geringere Mengen erwartet. Die Weinernte dürfte um ein Viertel unter dem langjährigen Durchschnitt liegen. Bei Äpfeln wird mit einem Rückgang von mehr als einem Drittel gegenüber 2025 gerechnet.
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