Bahnhof Weststeiermark: Ein Projekt der Steirer

Deutschlandsbergs Bürgermeister Josef Wallner, ÖBB-Vorstandsvorsitzender Andreas Matthä, Verkehrslandesrat Anton Lang, Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer, Verkehrsminister Jörg Leichtfried und Groß St. Florians Bürgermeister Alois Resch (v.l.) beim Spatenstich am Bahnhof Weststeiermark.
  • Deutschlandsbergs Bürgermeister Josef Wallner, ÖBB-Vorstandsvorsitzender Andreas Matthä, Verkehrslandesrat Anton Lang, Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer, Verkehrsminister Jörg Leichtfried und Groß St. Florians Bürgermeister Alois Resch (v.l.) beim Spatenstich am Bahnhof Weststeiermark.
  • Foto: ÖBB
  • hochgeladen von Simon Michl

Der Spatenstich am neuen Bahnhof Weststeiermark stand unter keinem guten Stern: Die Sonne hatte sich nämlich verzogen und direkt nach dem offiziellen Foto der Ehrengäste setzte der Regen ein. Die ÖBB hatten aber ohnehin mit einem Zelt vorgesorgt. Dort konnte Groß St. Florians Bürgermeister Alois Resch zahlreiche Vertreter aus Politik und Wirtschaft sowie Interessierte aus der ganzen Region begrüßen. Der Hausherr war sichtlich stolz auf das Riesenprojekt, das ab sofort in seiner Gemeinde umgesetzt wird. Resch hofft auf viele Interessenten, die an der neuen Koralmbahn bauen oder wohnen wollen, genauso wie sein Kollege aus Deutschlandsberg. Josef Wallner, der sich u.a. mit Resch in der Laßnitztal Entwicklungs GmbH zusammengeschlossen hat, bezeichnete sich selbst als "beste Werbung für den öffentlichen Verkehr", fährt er doch fast täglich mit der S-Bahn.

Anschluss an GKB-Netz

ÖBB-Vorstandsvorsitzender Andreas Matthä sieht die gesamte Südbahn als internationale Wirtschaftsader. Innerhalb Österreichs soll es entlang der Koralmbahn ab 2022 innerhalb von 25 Minuten von Graz nach Klagenfurt gehen. "Diese Zeit ist unschlagbar", kündigte Matthä an. In der gleichen Zeit soll es von auch Deutschlandsberg nach Graz gehen, da das bestehende GKB-Netz an den Bahnhof Weststeiermark angeschlossen werden soll.

Milliarden für steirische Öffis

Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer zeigte sich beim Baustart vor allem dankbar gegenüber jenen Leuten wie Reinhold Purr oder Josef Muchitsch, die lange um die Koralmbahn kämpften. "Das war ein überparteilicher Erfolg", so Schützenhöfer. "Damit haben wir Steirer gezeigt, dass wir unsere Anliegen gemeinsam durchsetzen können, wenn wir zusammenhalten". Einer dieser "Kämpfer", wie es der Landeshauptmann ausdrückte, war auch Jörg Leichtfried, der sich schon als EU-Abgeordneter für die Bahn einsetzte. "Eigentlich schon mit 14 in der SJ, als wir für den Semmeringtunnel demonstrierten", erinnerte sich der Verkehrsminister. Einmal mehr betonte der Obersteirer, dass nun der Süden dran sei: Über fünf Milliarden Euro fließen in der Steiermark in den nächsten Jahren in Straßen-, Schienen- und Internetausbau.

Fünf Jahre Bauzeit

Wie viel der Bau des Bahnhofs Weststeiermark kostet, will die ÖBB nicht verraten. Im Dezember 2022 soll der neue Bahnhof eröffnet werden. Neben acht Gleisen und 400 P&R-Plätzen wird auch eine moderne Infrastruktur für E-Mobilität enthalten sein. Der Bahnhof im Lavanttal am anderen Ende des Koralmtunnels wird ab 2019 gebaut. Entlang der Koralmbahn werden insgesamt zwölf Bahnhöfe und Haltestellen neu gebaut sowie elf weitere umgebaut.

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