"Cynic Circus": Die guten Clowns

"Cynic Circus" verwandeln die Bühne jedes Mal in eine Zirkusmanege voller Clowns.
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  • "Cynic Circus" verwandeln die Bühne jedes Mal in eine Zirkusmanege voller Clowns.
  • Foto: Guenter Flock
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Wer den 1. April 2013 als Gründungsdatum angibt, muss fast zwangsweise ein Clown sein. „Das wirkliche Datum ist schwer zu sagen“, erzählt Wolf von „Cynic Circus“. „Wir waren alle schon bei anderen Bands aktiv, die Hälfte kommt aus Deutschlandsberg, die Hälfte aus Graz.“ Wolf hatte daraufhin die Idee, eine Art Zirkusshow mit Clowns als Gimmick zu machen, der passende Name dazu entstand am Ende des ersten Bandausflugs. „Das war um 4 Uhr früh auf meiner Terrasse mit 2,0 in jedem Auge“, erinnert sich der Gitarrist.

Alternative deckt alles ab

Klingt erstmal nach einem ganz normalen Beginn einer Band, tatsächlich sind „Cynic Circus“ aber viel mehr. Von Ska bis Death Metal kommen die Mitglieder aus verschiedenen Richtungen. Daraus ergibt sich ganz eigener Stil, den sie selbst gerne als Alternative Metal bezeichnen, weil sie in keine Schublade so richtig reinpassen. „Wir sind selbst untereinander so unterschiedlich, dass man für jedes Lied wahrscheinlich ein eigenes Genre bräuchte“, meint Wolf. Der Gitarrist ist einer von drei Bandmitgliedern, welche die Texte schreiben, Sängerin Cat und Sänger Andi sind die anderen beiden. Das Grundthema bleibt dabei immer gleich, woher sich auch der Name ableitet: „cynic“ heißt auf Deutsch „zynisch“, womit die Lieder immer von einem Augenzwinkern begleitet werden. „Bad Joke“, einer der ersten Songs der Band, handelt etwa von „Captain Cancer“, der als kleiner Krebs im Körper herumspringt und Party macht. Wirklich Party machen, also bei Konzerten, ist auch das Motto der Band. Die zwei Sänger spielen die Zirkusdirektoren, die anderen sechs sind ihre Clowns.

Spenden für die Clowndoktors

Was die acht Musiker auf jeden Fall von anderen Bands unterscheidet: Seit ihrem ersten Konzert sammeln „Cynic Circus“ für wohltätige Zwecke. „Am Samstagvormittag, als sich der Alkoholpegel langsam nach unten bewegt hat, kam mir die Idee, wir könnten auf unseren Konzerten Spenden sammeln“, erzählt Wolf, dass alle sofort begeistert waren. Gleich im ersten Jahr konnte die Band 1.000 Euro für die „Rote Nasen Clowndoctors“ sammeln. Im zweiten Konzertjahr spendeten sie dem Bärenhof Berghausen an der Südsteirischen Weinstraße, der gefangen gehaltene Bären aufnimmt, rund 300 Euro. Seither sammeln die Musikclowns wieder für die Clowndoctors. „Das passt am besten zu uns und ist eigentlich sehr einfach“, erklärt Wolf. Dani und Mark, die als Seifenblasenlady und Stageclown zur Unterhaltung der Shows beitragen, gehen durchs Publikum. Wer spendet, bekommt eine rote Nase von den Clowndoktors und tut etwas für einen guten Zweck.

Debütalbum im Mai

Die beiden Showacts tragen zusätzlich zum vollen Zirkus und damit zur Show bei. „Ich mag selbst keine Konzerte, wo es nur Musik und keine Show gibt", erklärt Wolf, warum man sich für eine Mischung aus Musik und Entertainment entschied. Die Klänge von „Cynic Circus“ soll es bald auch abseits der Bühne zu hören geben: Im Mai ist die Veröffentlichung des Debütalbums geplant, nach über einem Jahr Arbeit. Dank des Grazer Funktionsdrinks „2B“, das als Sponsor finanzielle Hilfe beisteuerte, soll das Projekt nun endlich realisiert werden. Sechs Tracks hat die Band schon aufgenommen, den Titel des Albums will sie aber noch nicht verraten.

"Cynic Circus" verwandeln die Bühne jedes Mal in eine Zirkusmanege voller Clowns.
Das Cover fürs Debütalbum steht schon, fehlt nur mehr der Titel.
Autor:

Simon Michl aus Deutschlandsberg

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