Für immer Sommer dank der roten Ribisel

Anna (re.) und Lena genießen ein Glas des spritzig-fruchtigen Riberols. Die Flaschen sind zwar gezählt, jedoch die Angst bezüglich einer Durststrecke ist unbegründet, denn der neue Jahrgang befindet sich bereits in Gärung.
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  • Anna (re.) und Lena genießen ein Glas des spritzig-fruchtigen Riberols. Die Flaschen sind zwar gezählt, jedoch die Angst bezüglich einer Durststrecke ist unbegründet, denn der neue Jahrgang befindet sich bereits in Gärung.
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Als Rotkäppchen durch den finsteren Wald spazierte, um seine Großmutter zu besuchen, sprang plötzlich der Wolf aus dem Dickicht hervor. Vor lauter Schreck fiel dem Mädchen die Flasche Riberol aus dem Körbchen, die es zusammen mit einem Stück Ribiselkuchen dabei hatte, und tauche die ganze Umgebung in ein ribiselrotes Licht. So fängt das Märchen an, das für Martin Jöbstl aus Aibl bei Eibiswald zu einer Erfolgsgeschichte geworden ist. Die Nachfrage nach seinem Perlwein aus der Roten Johannisbeere explodiert...

(jf). Die rote Ribisel – Haupterntezeit ist im Juli – ist für heuer gepflückt, aber der Duft und Geschmack der Frucht lebt als spritziger Perlwein namens Riberol weiter. Für immer Sommer also, zumindest solange der Vorrat reicht.
„Der Beerenobstanbau stellte in den 60er- und 70er-Jahren eine große Chance für die kleinstrukturierte Landwirtschaft im Grenzland dar“, berichtet Martin Jöbstl. Eine Favoritenrolle bei diesen Spezialkulturen nahm die rote Ribisel ein. Am Weingut Jöbstl Stammhaus in Aibl hat sich diese Tradition seit 30 Jahren bis heute gehalten. Mit drei Hektar rote und eineinhalb Hektar schwarze Ribiseln, die früher als Strauch und mittlerweile als Hecke gepflanzt werden, sind zur Hochsaison im wahrsten Sinne des Wortes die Beeren los. ..
Der überwiegende Teil der Sommerfrüchte geht in den Frischdienst. Die schon seit längerer Zeit gehegte Idee, aus der roten Johannisbeere auch einen Wein zu vinifizieren, fand 2016 erstmals ihre Vollendung. Seit 2017 ist der spritzige Ribiselperlwein als Marke Riberol, der den sechsten Sinn im Genießer wecken soll, bekannt. Die Produktion hat sich vervielfacht.
Sohn Martin, der in der Familie als „Wein-Visionär“ gilt, ist damit ein „kleines Lebensprojekt“, wie er selbst sagt, gelungen. Rosa-pink in der Farbe und mit dem Geschmack erntefrischer roter Ribiseln gilt der Riberol als Trendgetränk für verschiedene Anlässe. „Zum Beispiel für chillige Abende in Haus oder Garten“, ergänzt der junge Weinbau- und Kellermeister. „Aufgrund seines relativ geringen Alkoholgehaltes bietet sich der Perlwein aus der roten Johannisbeere auch als Aperitif an.“

Aktuelles Thema Bewässerung: Auch der Boden ist durstig!

Was den heißen Hochsommer und die damit verbundene Trockenheit in der Natur betrifft, kann Martin Jöbstl auf Holz klopfen. Am Stari-Hof überbrückt ein intelligentes Bewässerungssystem das Ausbleiben von Niederschlägen. „Das ist speziell bei unserem sandig-humosen Boden sehr wichtig. Zur Sicherung der Existenzgrundlage ist man fast gezwungen, in die Bewässerung zu investieren“, betont Jöbstl. Eine Tröpferlberegnung gewährleistet bei geringem Wasseraufwand, dass die Pflanzen bei Bedarf versorgt werden und sichert so gleichmäßige Erträge. Im Frühjahr ist die Bewässerung gut für die Knospenbildung, gerade im Sommer und auch nach der Ernte ist das erfrischende Nass aus der Leitung kein Tropfen auf den heißen Stein. Sohn Martin hat sogar seine Meisterarbeit der „Bewässerung im Weinbau“ gewidmet.
„Anpressen“ lautet das Motto am Samstag, dem 25. August, am Hof der Familie Jöbstl vlg. Stari. Der Begriff läutet den Beginn der Obstpress-Saison ein und steht auch für Gas geben. Dazu gibt es beim Hoffest, das um 13 Uhr mit einem Summer-Lunch beginnt, ausgiebig Gelegenheit. Ab 14 Uhr unterhält der "Drei Dirndl Takt", ab 15 Uhr trifft in der Beach-Bar der Petticoat die Krachlederne. "Musi + 3" sorgt ab 16 Uhr für beste Stimmung. Ein Highlight verspricht auch diesmal das legendäre Pressbaum-Schneiden zu werden, um 17 Uhr geht’s los! Der Tupfen auf dem „i“ des 4. Hoffestes ist ab 19 Uhr die Disco in der Stari-Press.
Übrigens: Den Riberol gibt es exklusiv bei SPAR in der Steiermark, ab Hof oder im Online-Shop unter www.riberol.at.

Fotos: Josef Fürbass

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