Bezirksjagdamt Deutschlandsberg
Runde Jubiläumsfeier mit den slowenischen Nachbarn
- Hl. Messe beim Festakt zu 80 Jahre Lovska družina Remšnik
- Foto: Bezirksjagdamt Deutschlandsberg
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Ein Fest, das Grenzen überschreitet und die Zusammenarbeit unter der Jägerschaft nachhaltig manifestiert: Zum Jubiläumsakt 80 Jahre Lovska družina Remšnik war auch der Jagdbezirk Deutschlandsberg ganz in Sinne der gelebten Nachbarschaft vertreten.
EIBISWALD/REMSNIK. Anlässlich der Feier zum 80-jährigen Bestehen der Jagdgesellschaft Remšnik (Lovska družina Remšnik) waren auch Vertreterinnen und Vertreter vom Bezirksjagdamt Deutschlandsberg vor Ort, nämlich als Nachbarn und langjährige Partner. Die Beziehungen zwischen den Jägerinnen und Jägern beiderseits der Grenze sind schon seit vielen Jahren von gegenseitigem Respekt, Vertrauen und regelmäßigem Austausch geprägt", wie der Deutschlandsberger Bezirksjägermeister Johann Silberschneider betonte. Dabei war die Feier nicht nur ein würdiger Rückblick auf acht Jahrzehnte, sondern auch Ausdruck einer freundschaftlichen und gelebten Zusammenarbeit über die Staatsgrenze hinweg.
"Veranstaltungen dieser Art fördern nicht nur den fachlichen Dialog, sondern schaffen auch persönliche Nähe und stärken die Zusammenarbeit über die Grenzen hinweg."
Johann Silberschneider, Bezirksjägermeister Deutschlandsberg
- Vertreter vom Bezirksjagdamt Deutschlandsberg mit Bezirksjägermeister Johann Silberschneider (2. r.) und seinem Stellvertreter Michael Primus (2.v.l.) mit Teodor Hafner, Präsident der Jagdgesellschaft Remšnik, und seinem Vorgänger Ivan Golob bei der Jubilumsfeier zu 80 Jahre Lovska družina Remšnik
- Foto: Bezirksjagdamt Deutschlandsberg
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"Gerade in einer Zeit, in der die Herausforderungen im Wildtier-Management immer komplexer werden, sind persönliche Kontakte und eine enge Abstimmung wichtiger denn je", ist Silberschneider überzeugt.
Beispielhafte Zusammenarbeit über Grenzen hinweg
Schließlich kennen Wildtiere keine politischen Grenzen: Rotwild, Schwarzwild, Wolf oder Luchs bewegen sich frei durch ihre Lebensräume und überschreiten dabei selbstverständlich auch Staatsgrenzen. Umso wichtiger ist es, dass auch das Wildtier-Management grenzüberschreitend gedacht und praktiziert wird. Die Zusammenarbeit mit der Jagdgesellschaft Remšnik zeigt dabei eindrucksvoll, wie eine funktionierende Nachbarschaft aussehen kann – geprägt von Offenheit, gegenseitiger Information und dem gemeinsamen Bemühen, nachhaltige Lösungen zu finden.
In den Gesprächen während der Jubiläumsveranstaltung wurde einmal mehr deutlich, dass Herausforderungen wie Wildschäden, Wildtierwanderungen oder Bestandsentwicklungen nur gemeinsam bewältigt werden können. Der regelmäßige Informationsaustausch ermöglicht ein besseres Verständnis der jeweiligen Situation und schafft die Grundlage für abgestimmte Maßnahmen auf beiden Seiten der Grenze.
„Grenzen trennen Länder und Staaten, aber nicht die Lebensräume unserer Wildtiere. Deshalb braucht es Abstimmung, Dialog und gemeinsame Verantwortung", ist Silberschneider überzeugt.
- Eindrücke von der Jubiläumsfeier in Slowenien zu 80 Jahre Lovska družina Remšnik
- Foto: Bezirksjagdamt Deutschlandsberg
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Eine wesentliche Grundlage für modernes Wildtier-Management ist ein verlässliches Monitoring. Nur wer Bestände beobachtet, Entwicklungen dokumentiert und Daten austauscht, kann langfristig nachhaltige Entscheidungen treffen. Die Jägerschaft nimmt hier eine zentrale Rolle ein. Sie ist tagtäglich im Revier unterwegs und verfügt über wertvolle Kenntnisse, die weit über die reine Jagdausübung hinausgehen.
Verantwortung für den Raum der Wildtiere gemeinsam übernehmen
Die Feierlichkeiten haben gezeigt, dass die Verbindung zwischen der Jagdgesellschaft Remšnik und den steirischen Nachbarrevieren weit mehr ist als eine geografische Nachbarschaft. Sie ist Ausdruck einer gemeinsamen Verantwortung für Natur, Wildtiere und Lebensräume.
"Besonders gefreut hat uns die Begegnung mit dem aktuellen Präsidenten der Jagdgesellschaft Remšnik, Teodor Hafner, der die erfolgreiche Arbeit der Gemeinschaft mit großem Engagement weiterführt. Ebenso gilt unsere besondere Anerkennung seinem Vorgänger Ivan Golob, der über viele Jahre hinweg den Weg für die heutige enge und freundschaftliche Zusammenarbeit geebnet hat. Durch seinen Einsatz, seine Offenheit und seine Überzeugung, dass gute Nachbarschaft keine Grenzen kennt, wurden zahlreiche Kontakte aufgebaut und vertieft, von denen wir heute noch profitieren", betonte der Bezirksjägermeister.
„Was Ivan Golob über viele Jahre aufgebaut hat, wird heute von Präsident Teodor Hafner mit großem Engagement weitergeführt. Das schafft Kontinuität und stärkt die freundschaftlichen Beziehungen beiderseits der Grenze.“
Johann Silberschneider, Bezirksjägermeister Deutschlandsberg
- Stolze Jägerschaft, gelebte Nachbarschaft: 80 Jahre Lovska družina Remšnik
- Foto: Bezirksjagdamt Deutschlandsberg
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Die Erfahrungen der vergangenen Jahrzehnte zeigen deutlich, dass nachhaltiges Wildtier-Management nur durch Zusammenarbeit gelingen kann. Wo Wildtiere keine Grenzen kennen, dürfen auch Information, Erfahrungsaustausch und gemeinsame Verantwortung nicht an Staatsgrenzen enden. Die partnerschaftliche Verbindung zwischen der Jagdgesellschaft Remšnik und dem Bezirk Deutschlandsberg ist dafür ein hervorragendes Beispiel.
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