06.10.2017, 19:52 Uhr

KPÖ hofft auf Einzug in den Nationalrat

Walter Weiss und Claudia Klimt-Weithaler krempeln nicht nur in Deutschlandsberg gemeinsam die Ärmel auf.

Claudia Klimt-Weithaler, Klubobfrau der KPÖ im steirischen Landtag, unterstützt den Spitzenkandiaten der KPÖ in unserem Wahlkeis, GR Walter Weiss.

DEUTSCHLANDSBERG. "Wenn nur die Hälfte all jener Leute, die auf 'wahlkabine.at' der KPÖ zugeordnet werden, diese auch wirklich wählen würden, könnten wir den Einzug in den Nationalrat schaffen", so Claudia Klimt-Weithaler, die in ihrer Funktion als Klubobfrau auch den Spitzenkandidaten in unserem Wahlkreis 6 c, dem Deutschlandsberger Gemeinderat Walter Weiss zur Hand geht. "Walter ist nicht nur Spitzenkandidat in diesem Wahlkreis, er ist ja auch auf der steirischen Landesliste gleich nach mir als Zweiter gereiht", betont Klimt-Weithaler, die in der Weststeiermark auf eine gute Mischung aus Leuten, die bereits für die KPÖ als Gemeinderäte tätig sind und unabhängigen Menschen quer durch die Generationen setzt. "Ich bin sehr froh, dass es so eine bunte Mischung aus Leuten geworden ist, die sich dafür einsetzen, dass die KPÖ in den Nationalrat kommt", so Klimt-Weithaler zu ihrem Wahlziel und räumt ein: "Dass das österreichweit sehr schwer zu schaffen sein wird, liegt auf der Hand. Ich bin aber auch davon überzeugt, dass wir den Menschen eine gute Alternative zu den Großparteien bieten können. Schließlich vertreten wir die Interessen der arbeitetenden Menschen." Mit diesem Themenkreis holt Klimt-Weithaler zu den Schwerpunkten der KPÖ aus: Dazu gehört ein Gegenwirken contra die Zwei-Klassen-Medizin, gleichberechtigter Verdienst für Männer und Frauen, ein Mindestlohn von 1.700 Euro, eine Arbeitszeitverkürzung auf 35 Wochenstunden bei vollem Lohn- und Personalausgleich sowie die Senkung der Lebensarbeitszeit - und das alles bei fairen Arbeitsbedingungen ohne Leiharbeit.

Kommunaler Wohnbau im Fokus

Das ganz große Thema der KPÖ ist der Ausbau des kommunalen Wohnbaus, der mit einer Mietobergrenze, einem Kautionsfonds, der Abschaffung der Maklerprovision sowie der Abschaffung der Vergebührungspflicht von Mietverträgen leistbar gemacht werden soll. Auch die Sicherung und Ausweitung der Wohnbeihilfen sowie ein Gebührenstop für Müll und Kanal gehören zu diesem Programm.
Der Ausbau des kommunalen Wohnbaus ist auch dem regionalen Spitzenkandidaten Walter Weiss für die Stadt Deutschlandsberg ein dringendes Anliegen. Schließlich vertritt Weiss seit der Gemeinderatswahl 2015 die KPÖ im Stadtrat der Großgemeinde.

Eine Notschlafstelle

"Leider sind große Siedlungen, wie die 'Solo-Siedlung' verkauft worden. Wir haben nicht mehr viele Gemeindebauten in der Stadt und wir brauchen daher mehr", so Weiss, dem die Nutzung des Areals um den nun leer stehenden Volkshilfe-Kindergarten für sozialen Wohnbau vorschwebt. Weiss: "Besonders wichtig wäre mir und vielen anderen Einrichtungen die Installation einer Notschlafstelle."
Der Ausbau des öffentlichen Verkehr zählt von Anfang an zu den Kernthemen von Walter Weiss. "Auch wenn wir mit der Koralmbahn jetzt einen großen Brocken für den Bezirk haben, so ist der öffentliche Zubringerverkehr unbedingt nötig, um diesen auch nutzen zu können", strebt Weiss eine Optimierung in puncto Elektrifizierung sowie eine Bahnverlängerung von Wies nach Eibiswald an, wozu er den Bund in der Pflicht sieht.

Ein Wort zu PPC Insulators

Ganz besonders beschäftigt Weiss die drohende Schließung von PPC Insualtors in Frauental: " Es ist Aufgabe der Politik, die Schließung eines solchen Werkes abzuwenden. Dazu braucht es zwei Schienen, nämlich einmal den Betriebsrat, der noch aktiver in puncto Gewerkschaftspolitik sein könnte, sprich mit einem Streikbeschluss. Andererseits braucht es den politischen Willen, solchen Aktionen einen Riegel vorzuschieben. Es kann nicht sein, dass ein ausgelasteter Betrieb von einem Tag auf den anderen einfach so abwandern kann. Arbeit muss in Österreich erhalten bleiben."
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