31.03.2017, 17:55 Uhr

Zur jüngsten Gemeinderatssitzung der Stadtgemeinde Deutschlandsberg

Der Bereich um das Rathaus soll noch übersichtlicher und großzügiger zur Bespielung der Flächen werden.

Die künftige Hauptplatz-Gestaltung, Teilrechtsfähigkeit der Pflichtschulen, Verleihung des Gemeindewappens, der Rechnungsabschluss für 2016 und die Vorhaben zur Hundert-Jahr-Feier 2017 waren die tragenden Themen.

DEUTSCHLANDSBERG. Bgm. Josef Wallner hat die gestrige Gemeinderatssitzung der Stadtgemeinde Deutschlandsberg in einem außerordentlich gut besuchten Laßnitzhaus abgehalten. Schließlich wurde in diesem Rahmen der Projektvorschlag für den Hauptplatz vorgestellt. Drei Varianten haben Prof. Wolfgang Dokonal und Ernst Dengg von der TU Graz angeführt, in die auch manche Idee ihrer Stundenten aus dem Arbeitsprozess Ende 2015 Eingang gefunden hat. "Es handelt sich um ein Grobkonzept als Diskussionsbasis", räumte Dengg Veränderungsmöglichkeiten ein. Und genau so ist es ja auch gedacht, schließlich sollen im Mai und im Juni die Bürgerinnen und Bürger und sämtliche Geschäftsleute vom Hauptplatz in moderierten Workshops eingebunden werden, wie Bgm. Josef Wallner betonte. Eine Stadtwerkstatt soll in einem leer stehenden Geschäft dazu eingerichtet werden. Die Ideen der Bürger können somit im Gesamtkonzept berücksichtigt werden, bevor ein Architektenwettbewerb für die Endfassung ausgeschrieben wird.


Einige Details

Springender Punkt ist einmal die Sanierung der Landesstraße am unteren Platz, der erneut zu einer Begegnungszone mit Gastgarten und Shared Space für alle Platzbenutzer inklusive Autofahrer werden könnte.
Der Untere Haupplatz soll durch die Entfernung des Brunnens ebenfalls übersichtlicher werden, sodass Schrägparkplätze anstatt der bisherigen Längsparkplätze Platz finden könnten.
Ein neuer Parkplatz ist hinter dem Ungerhaus denkbar sowie der Bauernmarkt unbedingt eine Aufwertung erfahren soll, der ebenso zu Kommunikation beiträgt, wie Gastgärten.

Freier und übersichtlicher könnte auch der Bereich rund um das Rathaus werden, selbst eine Versetzung des Pavillons für die Veranstaltungen im Rathauspark wäre eine Möglichkeit. Damit es hier eine Fußgängerzone sowie Raum für Veranstaltungen gibt, wäre die Umleitung des Verkehrs vorab in Richtung Laßnitz denkbar.

Die Umsetzung wird in Modulen erfolgen, um einerseits den Hauptplatz-Betrieb nicht zu sehr einzuschränken und um andererseits den finanziellen Möglichkeiten nachzukommen. "Der Startschuss für das erste Modul soll noch im heurigen Herbst geschehen", so Stadtmarkenting-Vorsitzender Vize-Bgm. Anton Fabian.


Von "Grias di" zur "Perle"

Übrigens: Die kürzlich präsentierte Marketing-Strategie aus der Agentur von Gerolf Wicher ist nun nicht mehr mit "Grias di " bezeichnet, sondern auf Wunsch der Unternehmerinnen und "Unternehmer" in "Willkommen in der Perle" umbenannt worden, womit die Marketinglinie von den Stoffsackerln bis zum Sammelpass u.a. durchzogen wird. Gestartet wird mit dem Biofest am 29. April.

Mehr finanzielle Autonomie für örtliche Pflichtschulen

Außerdem auf den Tagesordnungspunkten stand die Teilrechtsfähigkeit für die Deutschlandsberger Pflichtschulen. Somit ist man anstatt der Dotationen über ein Subkonto der Stadtgemeinde, auf das nur der Bürgermeister und der Finanzreferent ein Zugriffsrecht haben, (jedes Kopierpapier und jeder Schulkakao wurde somit zu einem enormen Verwaltungsaufwand) auf ein oberösterreichisches Modell gekommen, in dem den Schulen eine Teilrechtsfähigkeit gegeben wird, d.h. dass die Schulleiter mit einem zweiten Zeichnungsberechtigten über gewisse Summen, die auf einem Bankkonto in einem Geldinstitut ihrer Wahl hinterlegt sind, auch selbst verfügen können. "Endlich gibt es die rechtliche Möglichkeit, dass jede Schule über ihr eigenes Konto verfügen kann", so Bgm. Wallner und ergänzt: "Wir können unsere Dotationen, die für die jeweilige Schule vorgesehen sind, unbeschadet auf das jeweilige Konto überweisen, für das es zwei Zeichnungsberichtigte geben wird. Das Geld bleibt somit auch bei einem personellen Wechsel jenes der Schule und gehört natürlich nicht dem jeweligen Direktor." Der Antrag auf Teilrechtsfähigkeit für die Deutschlandsberger Pflichtschulen wurde einstimmig beschlossen, also für die VS Bad Gams, VS Deutschlandsberg, VS Kloster, VS Trahütten, VS Wildbach, NMS I, NMS II und die Polytechnische Schule.

Das Stadtwappen

Außerdem wurde die Führung des Stadtwappens genehmigt, nämlich für den Bezirksfeuerwehrverband Deutschlandsberg und für die Jägerkompanie Deutschlandsberg.
Zur Info: Mitte November 2016 ist die Jägerkompanie Deutschlandsberg als eine von österreichweit zwölf neuen Milizkompanien in der Kaserne Straß installiert worden. Die 210 Mann für die Jägerkompanie Deutschlandsberg werden mit Masse aus Milizionären des Jägerbataillons 17 rekrutiert. Bis Anfang 2018 soll die neue Milizkompanie einsatzbereit sein. Ihr Auftrag ist der Schutz kritischer Infrastruktur im Großraum Deutschlandsberg wie z.B. Öllager in Lannach.


Zum Rechnungsabschluss

Bei der Gemeinderatssitzung wurde von Finanzreferent Josef Faulend-Klauser der Rechnungsabschluss 2016 zur Beschlussfassung vorgelegt und genehmigt.
Im ordentlichen Haushalt betragen die Einnahmen 2016 31.132.988 Euro, die Ausgaben 30.629.975,98, das entspricht einem Soll-Überschuss von 503.012,02 Euro.
Im außerordentlichen Haushalt betragen für das Vorjahr die Einnahmen 2.470.977,73 Euro, die Ausgaben belaufen sich auf 3.543.604,97 Euro., das entspricht einem Soll-Abgang von 1.072.627,24 Euro



Der Vorsitzende des Stadtmarketings Anton Fabian stellte in diesem Rahmen auch das Programm für die Feier zu "100 Jahre Stadtgemeinde" vor, wir halten Sie auch darüber rechtzeitig auf dem Laufenden.
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