24.08.2016, 10:42 Uhr

Der untere Hauptplatz lebt auf

Architektin Nina Kuess. (Foto: Kuess)

Architektin Nina Kuess im Interview zum Unteren Hauptplatz mit Tiefgarage.

Das Projekt Unterer Platz 7 wurde in mehreren Bauabschnitten errichtet.
Ein Abschnitt war der Ausbau der Tiefgarage, was war die besondere Anforderung bei diesem Projekt?


Eine innerstädtische Tiefgarage mit 50 öffentlichen und 30 vermieteten Stellplätzen zu schaffen, bzw. in diesem Fall im Rohbauzustand zu übernehmen und Auszubauen, ist natürlich eine große Aufwertung für die Stadt Deutschlandsberg.
Für mich war es wichtig, die Tiefgarage möglichst benutzerfreundlich zu planen.
Eine helle, familienfreundliche, übersichtliche und einladende Atmosphäre wurde geschaffen. Die Ausgänge und Stellplätze wurden farblich gut erkennbar gestaltet.


Konnte ein Bezug zum Hauptplatz hergestellt werden?

Insbesondere der Name „Hauptplatz-Tiefgarage“ weist bereits auf die Lage und die Bedeutung für diesen innerstädtischen Platz hin. Der Tiefgaragenzugang „Mitte“ liegt in der direkten Verlängerung der Hauptplatz Achse. Zusätzlich sind markante Bilder von Deutschlandsberg, in Form von zwei Meter hohen Detailausschnitten, an den Innenwänden der Tiefgarage aufgehängt.


Konnten Sie auch weitere Leistungen bei diesem Projekt einbringen?

Ja, mir wurde die gesamte Ausführungs- und Detailplanung des Kindergartens, der Kinderkrippe, der Fläche des Sozialvereins und der Außenanlagen übertragen und hat es mich sehr gefreut, dass ich insbesondere mit dem Bauherrn Erwin Josef Rothschädl und dem Betreiber, dem Verein „Rettet das Kind“ im besten Einvernehmen und in einer intensiven Zusammenarbeit eine qualitativ äußerst hochwertige, kinderfreundliche, architektonisch ansprechende sowie moderne Einrichtung schaffen konnte.

Was waren hier Ihre persönlichen Highlights?

Eine herausfordernde als auch interessante Aufgabe war es, die Kinderspielfläche als innerstädtische Dachlandschaft auszubilden. Der direkte Zugang auf den Garten fungiert zugleich als Rodelhügel bzw. Aussichtsplattform für die Kinder. Die Anforderungen der Spielgeräte und Bepflanzungen müssten nicht nur gestalterisch, sondern auch bis ins kleinste Detail technisch gelöst werden. Besonders freut es mich auch, dass wir für die Kinder einen großzügigen, einladenden und offenen Eingangs- und Erschließungsbereich im Erdgeschoß schaffen konnten, der durch den Einsatz von verschiedenen Materialien und Farben, als auch einer innenliegenden Rutsche ein Erlebnisraum für Groß und Klein wird.


Planen Sie bereits weitere Projekte in Deutschlandsberg?

Es ist eine weitere Planung im Zentrum in Vorbereitung, wobei es mich besonders freut, dass ich als junges Architekturbüro mit Sitz in Lieboch für Leistungen in Deutschlandsberg herangezogen werde.
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