Meine Meinung
Die Sache mit der Meinungsfreiheit
- Redakteurin Nina Schemmerl – RegionalMedien Steiermark, Geschäftsstelle Graz-Umgebung Nord
- Foto: Tamara Mednitzer
- hochgeladen von Nina Schemmerl
Meinungsfreiheit – ein aktuell heiß diskutierter Terminus – ist die Freiheit, alles sagen beziehungsweise ausdrücken zu können. Sie ist wichtig, aber nicht immer moralisch richtig.
Ein Beispiel: Man hat sie gehört und gesehen, die Vergleiche mit dem NS-Terror und das Tragen eines "Judensterns" bei Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen. Angesichts des heutigen Internationalen Tags des Gedenkens an die Opfer des Holocaust, der nicht nur an über sechs Millionen Juden als Opfer der "Rassenideologie" des NS-Regimes erinnert, sondern auch an alle, die "Fehler" im System waren (darunter Roma und Sinti, körperlich und/oder geistig beeinträchtigte Menschen, politische Verfolgte, Widerstandskämpfer:innen, sogenannte Asoziale, die Zeug:innen Jehovas, Zivilpersonen, die genau diesen Menschen halfen etc.) – kurzum an rund 70 Millionen Menschen, die insgesamt während des Zweiten Weltkriegs ihr Leben verloren, ist es (ja, ich sage es) – beschämend, dass ein Völkermord mit persönlichen Freiheiten inmitten einer weltweiten Gesundheitskrise verglichen wird.
Zur Erinnerung: Ob Holocaust oder andere Verbrechen an der Menschlichkeit: Damals gab es keine Pflicht, sondern nur Zwang.
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