25 Jahre ein Leben für Albanien

Hoher Besuch bei Fest in Graz: Wilhelm Graf (l.), Koordinator Skender Thaci (2.v.l.), Botschafter Bimo (4.v.l.), Marianne Graf, Dirigent Zef Coba
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  • Hoher Besuch bei Fest in Graz: Wilhelm Graf (l.), Koordinator Skender Thaci (2.v.l.), Botschafter Bimo (4.v.l.), Marianne Graf, Dirigent Zef Coba
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Es war ein Anruf zu Beginn des Jahres 1992, von dem Marianne Graf gar nicht mehr weiß, wer eigentlich angerufen hat. Was daraus entstanden ist, ist eine wunderbare Partnerschaft, die 25 Jahre lang Hilfsaktivitäten in Albanien und dem Kosovo ermöglicht hat. "Der erste Tag in Albanien hat mich so sehr infiziert. Dieses arme Land mit der bitteren Not und den Menschen, die so orientierungslos waren. Wir haben sofort begonnen, etwas zu machen", erzählt Marianne Graf heute. Auch die Sprache wurde gleich erlernt. Das erste Projekt war eine Schule im Süden von Albanien. Eine von mittlerweile 21 Schulen, 16 Kindergärten, 15 Arztstellen und acht Erste-Hilfe-Stellen, die in den letzten 25 Jahren realisiert worden sind. Dazu kommen 33 Familienhäuser, drei große Sozial-Wohnanlagen und sechs multifunktionale Zentren. Auch in der Infrastruktur gab es, vor allem auch im Norden des Landes, einiges zu tun. Für die Menschen in Albanien lässt sich der Wert der uneigennützigen Hilfe von Marianne Graf vermutlich gar nicht in Worte fassen. Auch die Kosovaren konnten dies im Jahr 1998 spüren. Im Zuge der Kosovo-Krise waren rund 400.000 Menschen auf der Flucht, auch nach Albanien. Graf und ihr Team versorgten damals unglaubliche 13.000 Personen monatlich. "Das Land war geschlossen, ich wollte aber Hilfe leisten, dann bin ich über Italien mit einem Schnellboot nach Albanien", berichtet Graf über die Zeit damals. "Heute ist es ein anderes Albanien", sagt die 65-Jährige. Im Norden Albaniens sei aber noch einiges zu tun. Einen eindrucksvollen Rückblick auf ihr Lebenswerk gibt die neue Biografie, die von Lindita Sina in mühevoller Arbeit verfasst wurde. Die Einnahmen daraus kommen Hilfsprojekten in Albanien zugute. Der österreichische Schauspieler Johannes Silberschneider hat bei der Festveranstaltung im Minoritensaal fulminant aus dem Buch gelesen. Auch der Chor "Rosafa Expression" unter Dirigent Zef Coba begeisterte die vielen Besucher. Für Graf bedeutet der Rückblick aber auch einen Blick nach vorne. Jede verfügbare Zeit wird sie weiterhin für ihren Verein Albania-Austria, der anders als viele Hilfsorganisationen agiert, aufwenden. Auch weil Graf sieben bis acht Mal im Jahr selbst vor Ort ist, um zu sehen, wo das Geld hinkommt. Eines sagt sie auch: "Ohne Unterstützung meines Mannes wäre es unmöglich."

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