Spatenstich Kalter Graben
Mega-Hochwasserschutzprojekt für Peggau in Umsetzung
- Beim Spatenstich im Kalten Graben waren zahlreiche Behördenvertreter und auch Peggaus Gemeindespitze vertreten.
- Foto: WLV
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Wichtiges Hochwasserschutzprojekt für die Marktgemeinde Peggau wurde mit Spatenstich im Kalten Graben gestartet. Der Wildbach soll so verbaut werden, dass großflächige Überschwemmungen nicht mehr drohen. Fast fünf Millionen Euro werden investiert.
PEGGAU. Die Trockenheit in den letzten Tagen lässt es nicht erahnen, aber das nächste Starkregen-Ereignis kommt bestimmt. Und genau dafür will man in der Marktgemeinde Peggau in Zukunft gerüstet sein. Mit den Worten "Jetzt gemmas an" leitete Peggaus Bürgermeister Christoph Pirstinger die Spatenstichfeier für das Hochwasserschutzprojekt Kalter Graben ein. Und das Gesamtprojekt ist gewaltig, wie Max Pöllinger, Sektionsleiter Steiermark bei der Wildbach- und Lawinenverbauung, in seinen Ausführungen schilderte.
Maßnahmen für 150-jährliches Hochwasser
Die geplanten Maßnahmen sind auf ein 150-jährliches Bemessungsereignis ausgelegt. Aufgrund der vorherrschenden geologischen Bedingungen sowie der Häufung von Starkniederschlägen in der Region kommt es im Kalten Graben (das ist ein Wildbach) in der Gemeinde Peggau häufig zu Hochwasserabflüssen und in seinen Seitengräben auch zu Murenabgängen. Verschärft wird die Situation durch die geringe Abflussleistung der bestehenden Verbauung, die zu Verklausung an Brücken, Engstellen, Durchlässen und Kanaleinläufen sowie in weiterer Folge zu Bachausbrüchen führen kann.
- Starkregenereignisse nehmen zu, neues Hochwasserschutzprojekt in Peggau soll vor Gefahren schützen.
- Foto: FF Friesach-Wörth
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185 Objekte werden geschützt
Im Unterlauf des Kalten Grabens befinden sich große Teile der Peggauer Siedlung Hinterberg innerhalb des direkten Gefährdungsbereiches des Wildbachs. Die Maßnahmen am neuen Hochwasserschutzprojekt schützen die Landesstraße, diverse Gemeindestraßen, Radwege sowie große Teile der Siedlung, in der sich 185 Objekte befinden. Auch die Wasserversorgungsleitung Hochschwab-Süd wird dadurch geschützt. Die langjährige Planungsphase ist mit dem Spatenstich nun abgeschlossen, jetzt geht es in die Umsetzungsphase. Für die Marktgemeinde Peggau besteht ein vom Bundesministerium für Nachhaltigkeit genehmigter Gefahrenzonenplan aus dem Jahre 2012, der als Grundlage für das Projekt diente.
Bauphase dauert bis zum Jahr 2030
Nach Abschluss des Projektes wird der Gefahrenzonenplan Peggau im Rahmen einer Revision den geänderten Sicherheitsverhältnissen angepasst werden, wobei die umgesetzten Schutzmaßnahmen Berücksichtigung finden. Die Gesamtkosten des Projekts liegen bei rund 4,5 Millionen Euro. Die Fertigstellung ist nach etwa fünf Jahren Bauzeit im Jahr 2030 vorgesehen.
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