Zivilschutz Graz-Umgebung: Sommer, Sonne, Sonnenschein - Hitze-Tipps sollten trotzdem beachtet werden!

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In den vergangenen Tagen gab es in unseren Breiten sehr hohe sommerliche Temperaturen, die lt. den Metrologen noch einige Tage anhalten werden und sehr belastend für Mensch und Tier sein können. Der Zivilschutzverband Graz-Umgebung bietet hier Tipps an, wie man mit der Hitze angenehmer umgeht.

Allgemein kann man von einer Hitzewelle sprechen, wenn an zwei aufeinanderfolgenden Tagen die Tagestemperaturspitzenwerte 30 Grad Celsius oder mehr betragen und für den dritten Tag eine ebensolche Temperaturlage prognostiziert wird! Grundsätzlich sind gesunde erwachsene Personen bei adäquatem Lebenswandel auch bei Hitzebelastung gesundheitlich nicht gefährdet!

Wer ist also Denkbar gefährdet?
• Babys und Kleinkinder
• Ältere Personen (über 75 Jährige)
• Menschen mit Behinderungen
• Kranke
• Heimbewohner/-innen
• Personen mit schwerer körperlichen Arbeit
• Extremsportler/-innen
• Kränkelte bzw. erkrankte Personen
• Personen mit chronischer Medikamenteneinnahme

Was kann passieren?
Ungeschützter Aufenthalt in der Sonne kann zu vermehrtem Schwitzen und damit zum verursachten Flüssigkeitsmangel führen. Weiters kann die körperliche Überwärmung einen Hitzestau bzw. einen Hitzeschlag, einen Kollaps, oder Verwirrtheit und im schlimmsten Falle den Tod hervorrufen.

Vorschläge für Verhaltensmaßnahmen
• Überwiegender Aufenthalt an möglichst schattigen, eventuell gekühlten Orten und Plätzen! Die Verwendung von Ventilatoren bzw. Klimageräten ist ratsam.
• Räumlichkeiten tagsüber verdunkeln und Fenster schließen, nur nachts ausgiebig lüften.
• Haut und Körper vor übermäßiger Sonneneinstrahlung schützen (Sonnenhut, Sonnenschirm, Sonnencreme). Günstiger ist, im Schatten bleiben! Wer in der prallen Sonne liegt, riskiert neben Sonnenbrand auch Hautkrebs und Hitzekollaps.
• Tragen von heller, weiter, luftig-loser Kleidung.
• Oftmaliges Abkühlen des Körpers durch Duschen, Anlegen kalter Wickel.
• Übermäßige Wärmeproduktion bei anstrengenden körperlichen Tätigkeiten und auch beim Sport möglichst vermeiden! Jedenfalls dem eigenen Wohlbefinden anzupassen. Günstiger ist, Tätigkeiten an den Tagesrand (morgens, abends) verlegen.
• Regelmäßige Aufnahme koffein- und alkoholfreier, schwach gesüßter Getränke auch ohne Durstgefühl (mindestens zwei Liter pro Tag und mehr, idealerweise Mineralwasser wegen des Salzgehaltes).
• „Leichtes Essen“ - kalorienarme, leichte Kost mit hohen Wassergehalt - wie Gemüse, Früchte und Milchprodukte.
• Besonderes Augenmerk auf Säuglinge, Kleinkinder, ältere, alleinstehende Mitmenschen (regelmäßige organisierte Kontaktaufnahme im Sinne der Observanz, Nachbarschaftshilfe) legen.
• Das Auto möglichst im Schatten parken. Sonnenrollos oder Sonnenschutzblenden verwenden. Der Aufenthalt in einem parkenden Auto bei Hitze muss unbedingt unterbleiben.
• Säuglinge, Kleinkinder und auch Tiere nicht im Auto zurückzulassen! Das Auto wird bei verschlossenen Fenstern und Türen binnen weniger Minuten zum gefährlichen „Backofen“. Die Temperatur steigt hier sehr schnell auf über 50 Grad an. Lassen Sie Ihr Kind nie alleine im Fahrzeug!
• Hitze wirkt sich auf die Konzentration der Autofahrer/-in negativ aus. Beim Fahren das Gebläse auf Durchlüftung schalten oder die Klimaanlage verwenden. Jedoch nicht zu stark herab kühlen, da sonst beim Aussteigen der Kreislauf belastet wird. Bei längeren Autofahrten mehr Pausen einlegen und ausreichend trinken!

"Wichtig ist es, auf die Signale des Körpers zu hören - wenn der Mund trocken wird, ein Gefühl von Schlappheit einsetzt, Kopfschmerzen, Schwindel oder Krämpfe in Armen und Beinen auftreten, sollte man in den Schatten gehen, sich hinlegen und Wasser trinken. Ein feuchtes, kaltes Tuch auf den Kopf gelegt ist meist sehr angenehm", so Zivilschutz-Bezirksstellenleiter Peter Kirchengast.

Kommt es dennoch zu Krämpfen in Armen, Beinen, bzw. tritt Schwindel, Schwächegefühl auf, oder erkennt man eine sehr rote oder sehr blasse Haut, so besteht die Gefahr eines Kreislaufkollapses!

Erste Hilfe bei "Hitzeopfern"
• Betroffene Person in den Schatten legen
• Der Oberkörper sollte erhöht gelagert werden
• Kleidung möglichst lockern oder öffnen
• Kühlen, feuchte Umschläge auf den Kopf geben
• Trinken (Mineralwasser)
• Notruf 144 bzw. 112 wählen

Bei einer Hitzewelle sollte man auch auf seine Mitmenschen achten - besonders ältere Menschen können Hilfe brauchen. Zögern Sie nicht, die Rettung unter den Notruf 144 zu rufen, wenn jemand aufgrund der Hitze medizinische Hilfe braucht! Die Hausärztin oder der Hausarzt ist rechtzeitig zu kontaktieren bei instabiler Gesundheitslage insbesondere bei chronischer Medikamenteneinnahme oder bestehenden organischen Leiden.

Steirischer Hitzeschutzplan (mit Merkblatt, Infos und Checkliste)

Weitere Informationen des Steir. Zivilschutzverbandes

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