Porträt einer Künstlerin der Vielfalt
Lilli Berger – Keramik trifft Goldschmiedekunst

Lilli Berger mit ihren Arbeiten
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  • Foto: Keramikforum Steiermark
  • hochgeladen von Ulrike Walner

Gerade kommt Lilli Berger von einem Goldschmiedekurs, den sie in Knappenberg absolviert hat. Dort hat sie bei einer Goldschmiedin gelernt, mit Edelmetallen zu arbeiten. „Jetzt kann ich meine Schmuckstücke auch selbst fassen!“, schwärmt sie begeistert.
Aber begonnen hat alles vor vielen Jahren… Schon mit 19 Jahren hat sie geheiratet und zum ersten Weihnachtsfest eine Krippe aus Ton gefertigt. Bis dahin hatte sie dreidimensionale Hinterglasbilder mit Öl gemalt, die viel Anklang fanden, aber im Ton, da hat sie etwas Eigenes gefunden, da konnte sie sich künstlerisch ganz und gar so ausdrücken, wie sie es sich erträumte.

Am Anfang hat Lilli Berger mit verschiedenen Tonmaterialien gearbeitet, u. a. auch Steingut und Steinzeug, aber seit etwa sechs Jahren hat sie sich dem Porzellan verschrieben. „Ein fantastischer und edler Werkstoff!“, erzählt sie.  Vor allem die Transparenz von Porzellan verzaubert Lilli Berger und mit ihr viele Menschen in aller Welt. Damit muss man jedoch exakt und präzise arbeiten.

Früher hat sie Brustpanzer aus Keramik bei Avantgarde-Modemessen in der Wiener Hofburg präsentiert, war bei einer großen Modemesse (Igedo) in Deutschland so erfolgreich, dass sie schon auf dem beruflichen Erfolgsweg nach Paris war… Aber da ging dann doch die Familie vor.
In ihrer Laufbahn hat sie Ausbildungen an den verschiedensten Orten absolviert, um ihr Wissen und Können ständig zu erweitern und ihren persönlichen Stil zu finden. In der Toskana, wo schon Etrusker und Römer Keramik von großer Schönheit schufen, lernen TöpferInnen aus aller Welt in „La Meridiana“ – einer internationalen Schule für Keramik – alle Feinheiten des Töpferns. Dort hat auch Lilli Berger Kurse besucht.
In Japan hat sie eine sechswöchige Ausbildung gemacht, wo sie mit japanischen KeramikerInnen arbeiten und ihre Denkweise kennenlernen konnte. Denn in Japan wird dem Zufall und dem Feuer mehr Platz als in Europa eingeräumt. Gilt hierzulande ein Riss als Fehler im Werkstück, so wird er dort gefeiert:"Das Feuer hat den Riss gemacht!“ Und man veredelt ihn mit Gold…
In Japan hat Lilli Berger auch Nerikomi gelernt – das ist eine sehr aufwändige Technik, bei der Porzellan eingefärbt wird und bei der man in Schichten arbeitet.
„Augarten Porzellan“ veranstaltet von 20.-22.September im Museumsquartier in Wien den Designmarkt Pots und Blitz. Dort wird auch Lilli Berger ihre unvergleichlichen Arbeiten präsentieren.
In Gmunden zeigt Lilli Berger ihre Kunstwerke bei einer Vernissage am 11.Oktober (Galerie 10er Haus
Doch viele ihrer Arbeiten kann man bereits beim 13.Internationalen Töpfermarkt in Graz bewundern (16.-18.August 2019 am Karmeliterplatz).

Keramik ist Ausdruck von Vielfalt. „Jeder hat seine eigene Handschrift“, erklärt Lilli Berger, die selbst auch gerne bei KollegInnen einkauft, weil sie einfach so große Freude an der Bandbreite der Arbeiten hat. Vielfalt kennzeichnet auch alles, was sie erschafft.
Man braucht viel Geduld, doch wenn die Inspiration fließt, dann würde sie am liebsten Tag und Nacht arbeiten.
Schmuck und Gefäße sind die Schwerpunkte ihrer Arbeit. Objekte, die vom Meer und der Natur inspiriert sind…
Sie formt die Einzelteile aus Papier und taucht sie in Porzellan, dann werden sie gebrannt. Und wenn sie den Ofen aufmacht, dann ist der spannende Moment da, in dem man sieht, ob eine Arbeit gelungen ist.

Diese Arbeiten entstehen in einer Werkstatt in der Südsteiermark, wo sie in einem Schauraum ausgestellt und zu erwerben sind. Wer vorbeischauen möchte, ist immer herzlich willkommen. Über die Homepage von Lilli Berger kann man Kontakt aufnehmen und einen Termin mit ihr vereinbaren.

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