Starmania
Wie Graz Fred Owusu und Anna Heimrath prägt (+Video)

Zwei Grazer sind in den Finalshows von Starmania.
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So bunt wie Graz sind auch seine Fixstarter in den Finalshows von Starmania: Fred Owusu und Anna Heimrath . Wie ihre Heimatstadt Graz sie prägt.

Zwei junge Talente brillieren bislang in der freitagabendlichen Primetime auf ORF 1. Und das mit beachtlicher Jury-Kritik: "Ich weiß, dass du einfach ein Star bist, du bist einfach fantastisch", meinte Jury-Mitglied und Rapperin "Fiva" (Nina Sonnenberg) zu Anna Heimrath (24). Fred Owusu (ebenfalls 24) bekam von Jurorin Ina Regen letztens zu hören: "Das war bombastisch. Also entschuldige, wenn das kein Superstar ist, dann weiß ich auch nicht."

Zieht mit zwei Star-Tickets in Folge in die Finalshows ein: Der Grazer Fred Owusu (24).
  • Zieht mit zwei Star-Tickets in Folge in die Finalshows ein: Der Grazer Fred Owusu (24).
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Anna Heimrath, die Vollblutmusikerin

Die Bühne ist für beide keine Unbekannte: Anna hatte schon mit vier Jahren ihre ersten Auftritte in der Kirche und schaffte es 2017 ins Finale der Castingshow "The Voice". Sonst singt die Ex-Barista regelmäßig auf Hochzeiten und schreibt in ihrer "Songschneiderei" für andere Menschen maßgeschneiderte Songs zum Verschenken. Erst am Montag hatte sie die Ehre, beim diesjährigen steirischen Kulturfestival styriarte als Schluss-Act einen Punkt zu setzen. Heute Abend (ab 20.18 Uhr) ist Anna Heimrath übrigens bei Bingo Sounds,  einem Online-Event für heimische Bands, zu hören. 

Weiß, was sie will, fühlt sich bei sich selbst angekommen. Ihr "Down-to-earth-thing" und ihre Ehrlichkeit sieht sie als ihre Geheimwaffen an: Anna Heimrath (24).
  • Weiß, was sie will, fühlt sich bei sich selbst angekommen. Ihr "Down-to-earth-thing" und ihre Ehrlichkeit sieht sie als ihre Geheimwaffen an: Anna Heimrath (24).

  • Foto: ORF/Hans Leitner
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Fred Owusu, das Multitalent

Die große Gesangsbühne kennt Fred von einer einmaligen Erfahrung im Grazer p.p.c. als Vor-Gig der Grazer Band Grand Nights. Aktiv Musik macht er seit er 18 ist, "da habe ich begonnen im Tonstudio von nem Freund dabei zu sein, um das alles zu lernen." Die musikalischen Wurzeln des angehenden Volksschullehrers und Theologie-Studenten: "Meine 'roots' liegen im Gospel, also dem Gottesdienst."

Kicker und Black-Lives-Matter-Aktivist

Davor fand der geborene Grazer seine Bühne am Rasen des in Lend gelegenen FK Austria ASV Puch, wo er regelmäßig mit der Rückennummer 14 (inspiriert vom französischen Ex-Kicker und Coach Thierry Henry) einlief. In Kindertagen übrigens als Verteidiger, später dann als Stürmer.
Auch in Sachen Alltagsrassismus ist der in Gries und Puntigam aufgewachsene Owusu recht aktiv: Gemeinsam mit der Poetry-Slammerin Precious Nnebedum organisierte er im Vorjahr die Grazer Black-Lives-Matter-Demos.

Mit seinen Freunden traf sich Fred Owusu im Augarten regelmäßig zum Fußball. Als Kind war er auf der Halfpipe im Augarten als Skater unterwegs.  Heute posiert er als Model vor der Linse seiner Agentur.
  • Mit seinen Freunden traf sich Fred Owusu im Augarten regelmäßig zum Fußball. Als Kind war er auf der Halfpipe im Augarten als Skater unterwegs. Heute posiert er als Model vor der Linse seiner Agentur.
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Oma wird zu Modelscout

Zu Schulzeiten im BORG Monsbergergasse entdeckte Fred seine Model-Skills: Die Oma einer Mitschülerin war die Model-Agentin Ildiko Obiltschnik, die heute dafür verantwortlich ist, dass Freds Gesicht im Onlineshop von Kastner & Öhler zu finden ist, wenn man dort nach Rucksäcken und Schuhen Ausschau hält.
Mit Letzteren fegt er über die Starmania-Bühne: "Meine Dancemoves beim letzten Auftritt ("Sunny" von Bobby Hebb) waren inspiriert von Michael Jackson und Bruno Mars. Sonst tanz ich ganz 'was anderes, eher so Robot und Popping, das sind so Bewegungen, die aussehen als wäre man ein Roboter." In Graz hat der KPH-Student (Katholische Pädagogische Hochschule) kurz Hiphop und einen USI-Breakdance-Kurs besucht.

"Yeah, it's a Freestyle", meinte Fred Owusu nach seiner letzten Performance zu Arabella Kiesbauer, die seinen Tanzkünsten Respekt zollte.
  • "Yeah, it's a Freestyle", meinte Fred Owusu nach seiner letzten Performance zu Arabella Kiesbauer, die seinen Tanzkünsten Respekt zollte.
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Zwischen Kaffee-Bar, Bühne und Studienstart

Echte Star-Qualitäten wurden auch Anna Heimrath schon mehrmals von der Jury attestiert. Bislang machte die Sängerin aber 50:50. Als Barista verdiente sich Heimrath in den letzten Jahren hauptsächlich ihr Geld (Details siehe unten), die Aufnahmeprüfung als Hebamme geisterte ihr neben allen Träumen vom Musikmachen immer wieder durch den Kopf.
Dieses Hin- und Hergerissen Sein, "diese Plan-A/Plan-B-Sache": "Absolutes Lieblingsthema" von Juror Tim Benzko. In der Show gab er einen Rat an Anna weiter: "Du kannst nicht zweigleisig fahren, du musst alles auf eine Karte setzen. Ich kann dir nur dazu raten, den Schritt zu gehen."
Was das bei Anna Heimrath ausgelöst hat?
"Ich hatte ein intensives Gespräch mit meinen Eltern, das hat circa eine Minute gedauert. Und dann hab einfach eine Ansage gemacht: Leute, ich möchte das jetzt probieren, bitte unterstützt mich und falls das nicht aufgehen sollte, kümmer' ich mich natürlich um 'nen Plan B. Aber jetzt möchte ich wirklich den Plan A leben. Ich hab also keine Hebammen-Bewerbung abgeschickt, ich konzentrier mich jetzt wirklich auf die Musik und genieß das richtig. Das einzige worum ich mich sonst noch kümmer' ist der Garten von meiner Mama."

"Wenn du wieder auf der Bühne stehst und weißt, was du am liebsten machst: Das gibt dir so viel Schub, das gibt dir so viel Energie", meint die Musikerin.
  • "Wenn du wieder auf der Bühne stehst und weißt, was du am liebsten machst: Das gibt dir so viel Schub, das gibt dir so viel Energie", meint die Musikerin.
  • Foto: ORF/Hans Leitner
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Vom "Trubel" ins Grüne

Wenn Heimrath also nicht gerade als Hobbygärtnerin gartelt oder bei Samen Köller am Südtiroler Platz dafür shoppt, dann kocht sie mit frischen, regionalen Lebensmitteln vom Kaiser-Josef-Markt. Für ein Frühstück vom Markt radelt sie auch mal von ihrem neuen Zuhause im grünen St. Peter in die Innenstadt.
Davor lebte sie mitten im Zentrum, in der Bürgergasse. Aus heutiger Sicht "zu viel Trubel". Von dort aus war es allerdings nicht weit zu ihrem Ex-Job im Ducks Coffee Shop, wo sie als Barista "richtig viel über Qualität und Kundenservice gelernt hat, alle Lieferanten und Stammkunden kannte und immer noch gerne zurückkommt, weil es dort einfach den besten Kaffee gibt".

Ducks Coffee Shop in der Raubergasse war drei Jahre Annas berufliche Heimat: "Ich beglücke Menschen total gern mit ihrem ersten Kaffee in der Früh."
  • Ducks Coffee Shop in der Raubergasse war drei Jahre Annas berufliche Heimat: "Ich beglücke Menschen total gern mit ihrem ersten Kaffee in der Früh."
  • Foto: Jorj Konstantinov
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Das Grazer Pflaster: "herzerwärmend"

An Graz mag Anna den Innenstadtkern richtig gern: Diese schnuckligen Gassen, wo sich Radfahrer, Fußgänger und Autofahrer noch die Straße teilen, wo alle gleichberechtigt sind." Ihr alter Arbeitsstandort in der Raubergasse trifft ihren Geschmack: "Ich mag diesen alten, aber so lieblichen Touch von Graz. Dort treffen sich Alt und Jung. Ich freu mich, wenn Graz so ein herzerwärmendes, lustiges Pflaster bleibt."

Liebt das Joanneumsviertel: Anna Heimrath.
  • Liebt das Joanneumsviertel: Anna Heimrath.
  • Foto: Jorj Konstantinov
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Anna und ihr "Wohnzimmer"

Ansonsten malt die in Graz aufgewachsene Singer-Songwriterin gerne und stellt ihre künstlerische Ader im Musikvideo ihres Songs "Wohnzimmer" unter Beweis, wo sie malt und sprayt. Das Video hat sie unter ihrem Künstlernamen "AnJosef" veröffnetlicht. Die Story dazu: Als Siedel-Gehilfin ihrer Oma stieß sie auf ein Bild von den Urgroßeltern: Anna und Josef Heimrath. Der Name erzählt also eine alte Geschichte und sie will jetzt ihre eigene schreiben.

Video: Favourite Spots in Graz

Im Video geben Fred und Anna Einblick in ihre eigenen vier Wände und verraten, was sie an ihrer Stadt so lieben:

Deborah Posadas singt um Finalshow-Einzug

Am Freitag geht übrigens die dritte Grazerin, Deborah Posadas Saucedo (23), ins Rennen um ein Finalshow-Ticket. Die WOCHE-Daumen sind gedrückt. Mehr über Deborah und die Grazer KandidatInnen ist hier im Artikel nachzulesen.


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