Kuschlige Initiative gegen Gewalt

Machen Mut: Kurt Hohensinner, Ernst Eber, Gabriella Walisch (Kinderschutz-Zentrum), Ingrid Krammer, Holger Till (v.l.)
  • Machen Mut: Kurt Hohensinner, Ernst Eber, Gabriella Walisch (Kinderschutz-Zentrum), Ingrid Krammer, Holger Till (v.l.)
  • Foto: Stadt Graz/Fischer
  • hochgeladen von Anna Hofer

"Ich hab' Mut", eine Initiative gegen Gewalt an Kindern der Stadt Graz, die die Kleinen nicht nur schützen, sondern auch unterstützen soll.

Vor mehr als 30 Jahren wurde in Österreich Gewalt in der Erziehung verboten. Da dieses Thema trotz des Verbotes heutzutage leider noch immer in manchen Familien eine Rolle spielt, hat die Stadt Graz in Kooperation mit der Abteilung für Bildung und Integration die Kampagne "Ich hab' Mut" ins Leben gerufen."Damit Kinder sich trauen, darüber zu sprechen", lautet der Leitsatz dieses Projektes, denn die Stadt Graz will vermehrt diesem Thema Aufmerksamkeit schenken, Erwachsene informieren sowie Kinder ermutigen.

Flauschiger Wegbegleiter

Den Mittelpunkt dieser Initiative stellen sogenannte Mutmacher, kleine individuell angefertigte Kuscheltiere, dar, welche ab kommender Woche an alle Grazer Schüler der 3. Klasse Volksschule, etwa 2500 Kinder, ausgeteilt werden. Aufgrund eines psychologischen Rats wurde gezielt die Altersgruppe der Drittklässler ausgewählt. Dank der drei Betriebe tag.werk, Jugend am Werk und heidenspass konnten diese Wesen regional mit recycelten Materialien produziert werden.
Mit Hilfe dieser kuschligen Begleiter sollen Kindern in vielen Lebenssituationen bestärkt und sich trauen mit Außenstehenden über Gewalterfahrungen zu sprechen. Denn "diese kommt dabei nach wie vor in allen Altersstufen, Kulturen und sozialen Schichten vor, kurz überall", erklärt Jugend-Familienstadtrat Kurt Hohensinner.
Hilfesuchende können sich bei der Hotline (0316 872 3043) melden. Ausgebildete Sozialarbeiter sorgen nach einem telefonischen Erstgespräch für notwendige Unterstützung.

Gemeinsam Mut beweisen

Da nach der Redewendung „niemand alleine Berge versetzen kann“, soll mit der Unterstützung von Eltern, Direktoren und Lehrern ein Netzwerk geschaffen sowie Kindern eine große Anzahl an ersten Ansprechpersonen angeboten werden.
Es gilt, den Mut zu haben, hinzuschauen und familiäre Gewalt anzusprechen. Diesen zeigen vor allem als Kooperationspartner die beiden Klinikvorstände der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde, Holger Till und Ernst Eber. Als gemeinsames Projekt der beiden gilt unter anderem die Kinderschutzgruppe, die rund 40 Kindern pro Jahr, die mit Gewalt in Verbindung kommen, zur Hilfe kommt. Ebenso wird die Initiative vom Kinderschutz-Zentrum Graz unterstützt. Ein Zentrum, das mit Arbeitsschwerpunkten in den Bereichen psychische, physische und sexuelle Gewalt in der Familie, rund 750 Familien im Jahr mit 3800 Beratungsstunden hilft.
Mut zu erkennen, anzusprechen, zu helfen und anzunehmen.

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