Rosen zum 20 Geburtstag von Fairtrade Österreich

In Senegal wird Fairtrade-Baumwolle gepflückt.
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  • In Senegal wird Fairtrade-Baumwolle gepflückt.
  • Foto: FAIRTRADE Österreich/Lechner
  • hochgeladen von Beate Mosing

Seit 20 Jahren gibt es Fairtrade Österreich, den Verein zur Förderung des Fairen Handels mit Entwicklungsländern. Die WOCHE nimmt das zum Anlass, am morgigen Valentinstag 1.000 Fairtrade-Rosen in der Grazer Innenstadt zu verschenken.
Aber was heißt Fairtrade genau? Wir haben bei Geschäftsführer Hartwig Kirner nachgefragt, der sich die Produktionsbedingungen der Fairtrade-Rosen auf einer Farm in Tansania persönlich angeschaut hat. "Für die Arbeiterinnen heißt Faitrade zum Beispiel, dass es Mindestlöhne gibt, der Mittagstisch bezahlt wird, dass Überstunden abgegolten werden, es eine gesundheitliche Versorgung gibt und auch Karenzurlaub möglich ist." Außerdem wurde vor Ort ein Projekt zur Wasserversorgung in Angriff genommen.
Fairtrade bedeutet aber nicht nur für die Produzenten Gutes, sondern auch für die Konsumenten in Österreich: "Fairtrade-Kaffee steht für soziale Produktionsweise und gute Qualität. Dass die Qualität höchsten Ansprüchen entspricht, beweist zum Beispiel die Tatsache, dass Spitzengastronomie wie das Steirereck vollständig auf Fairtrade-Kaffee umgestellt hat", erzählt Kirner. Die Gastronomie sei eine der Erfolgsstorys, aber auch noch ein großes Hoffnungsgebiet für den fairen Handel.

Die Steiermark bezeichnet der Experte übrigens als Vorreiter-Bundesland. "Sie ist ein sehr gutes Pflaster für Fairtrade. Hier gibt es viele Menschen, die sich interessieren und engagieren." Das beginnt mit der Familie Hornig, deren Unternehmen erster kommerzieller Partner war – also von Beginn der Fairtrade-Österreich-Geschichte an dabei. "Die Familie steht dahinter, ist aktiv dabei und auch ein guter Partner für einen Ausbau von Fairtrade in der Gastronomie." Außerdem ist natürlich die Schokolademanufaktur Zotter zu nennen, die zu 100 Prozent auf Fairtrade-Kakaobohnen umgestellt hat. Österreich sei im europäischen Vergleich insgesamt gut unterwegs; bei Produkten wie Kaffee, Schokolade, Bananen und Fruchsäften gebe es aber noch immer großes Potenzial für den fairen Handel, so Kirner.
"20 Jahre Fairtrade Österreich sind eine schöne Erfolgsstory, aber wir stehen noch am Anfang. Es muss sich noch viel ändern, aber wir haben einen guten ersten Schritt gesetzt", betont Hartwig Kirner anlässlich des Jubiläums.

Autor:

Beate Mosing aus Graz

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