Grazer Krauthäuptel
Saisonstart für Regionalitätskaiser unter den Salaten
- Die neue Saison für den Grazer Krauthäuptel ist eröffnet: Grazer Krauthäuptel-Produzentinnen und Produzenten freuen sich über die frische Ernte vom Feld
- Foto: LK Steiermark/Danner
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Zum Saisonstart des Grazer Krauthäuptel wurde am Grazer Hauptplatz eine Sympathie-Kundgebung abgehalten und auf die Vorteile der beliebtesten Salatsorte der Steirerinnen und Steirer aufmerksam gemacht. Besonders in punkto Energie und Klima hat der "Regionalitätskaiser" gegenüber anderen Salatsorten die Nase vorne.
STEIERMARK/GRAZ. „Genialer Energiesparer“, „Regionalitätskaiser“, „Sicher vor der Haustür“, „Vitaminbombe“, „Schlankmacher“, „Wir schützen Klima, Boden und Wasser“. Mit diesen und ähnlichen Slogans auf farbenfrohen Transparenten und Schildern zogen am Dienstag die Grazer Bäuerinnen und Bauern sowie etwa 50 Schülerinnen und Schüler der Fachschulen Grottenhof, St. Martin und der Höheren Lehranstalt für Landwirtschaft und Ernährung Graz-Eggenberg am Grazer Hauptplatz die Augen vieler Passantinnen und Passanten auf sich. Grund für den Trubel war der Freiland-Ernte-Start des sogenannten Aristokraten unter den Salaten – des Grazer Krauthäuptels. Zur Feier des Tages wurden auch gleich einige Salatköpfe an Passantinnen und Passanten verteilt.
- Demonstration einmal anders (v.l.): Markus Hillebrand, Sprecher der Grazer Krauthäuptel-Bäuerinnen und -Bauern, Maria Pein, Vizepräsidentin der Landwirtschaftskammer Steiermark, Agrarlandesrat Johann Seitinger und Kurt Hohensinner, Stadtrat für Lebensmittelsicherheit und Märkte, feierten den Erntestart.
- Foto: LK Steiermark/Danner
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Der "Regionalitätskaiser" unter den Salaten
Warum der Erntestart derartige Freude auslöst, hat mehrere Gründe. Einer davon hat mit dem Klima zu tun, wie Maria Pein, die Vizepräsidentin der Landwirtschaftskammer Steiermark, erklärt: "Der Grazer Krauthäuptel ist ein genialer Energiesparer. Schon Mitte Februar wurden die jetzt frisch geernteten Salatköpfe als kleine Pflänzchen auf den Feldern ausgepflanzt und nur mit Vlies vor Kälte und Wind geschützt. Kein weiterer Energieeinsatz wie beispielsweise eine Heizung, sonstige Wärmequellen oder Beleuchtungen sind für die Kultivierung des Lieblingssalates der Steirerinnen und Steirer im Freiland notwendig." In anderen Worten: der feine zart-knackige Salat ist sehr gut an unser Klima angepasst und im Gegensatz zum international weitgereisten Eisbergsalat ein echter "Regionalitätskaiser".
Auch Agrarlandesrat Johann Seitinger weiß um die Vorteile des Salates in punkto Nachhaltigkeit sowie seine große Beliebtheit: "Der Grazer Krauthäuptel ist eines jener besonderen Qualitätsprodukte, auf die man sich nach dem Winter schon ganz besonders freut, weil er die Saison frischer regionaler Lebensmittel eröffnet. Darüber hinaus steht der Grazer Krauthäuptel für kürzeste Transportwege und ist damit Ausdruck von nachhaltigem Klimaschutz.“
- Saisonstart für den Grazer Krauthäuptel, den "Regionalitätskaiser" unter den Salaten.
- Foto: Steirerland
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Apropos Transportwege: Zwischen den Salatfeldern vor Graz und dem Hauptplatz sollen im Schnitt weniger als 20 Kilometer liegen, wie Kurt Hohensinner, Stadtrat für Lebensmittelsicherheit und Märkte, berichtet: "So viel Regionalität ist nicht zu überbieten", unterstreicht Hohensinner. Als Genusshauptstadt kooperiere man schon lange mit der Genussregion Grazer Krauthäuptel und setze auf Regionalität, Saisonalität und kurze Transportwege – und zwar "auf allen Bauernmärkten genauso wie bei den Gastronomen unserer Partnerbetriebe", betont Hohensinner.
Sicherung der Erträge
Hauptanbaugebiete für den Grazer Krauthäuptel sind die Regionen südlich von Graz sowie die Südoststeiermark. Rund 15 Millionen Salatköpfe ernten die 100 steirischen Produzenten jährlich. Damit dies auch in Zukunft so bleibt und die Erträge gesichert werden, setzen die Bäuerinnen und Bauern in der Salatfruchtfolge auf Humusaufbau, Bodengesundheit und Wasserschutz, wie Markus Hillebrand, der Sprecher der Grazer Krauthäuptel Bäuerinnen und Bauern, erläutert.
"Jedes Jahr ist anders. Wind, Regen und Kälte sind die heurigen Herausforderungen – da sind viele Erfahrungswerte für einen erfolgreichen Anbau nötig. Durch die kühlen Temperaturen ist unser Aristokrat jedoch besonders knackig, und das typische rote Randerl schön ausgeprägt."
Markus Hillebrand, der Sprecher der Grazer Krauthäuptel Bäuerinnen und Bauern
Zahlen und Daten rund um den Grazer Krauthäuptel:
- Hauptanbaugebiete sind die Regionen südlich von Graz sowie die Südoststeiermark
- In der Steiermark gibt es rund 100 Produzentinnen und Produzenten
- Jährlich werden rund 15 Millionen Salatköpfe dieser Sorte geerntet
- Bei einem durchschnittlichen Jahreskonsum von 3,5 Kilogramm werden rund zwei Millionen Österreicherinnen und Österreicher mit Grazer Krauthäuptel aus der Region versorgt.
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