Einst & Jetzt Teil 298
So badete man vor 100 Jahren im Riegerbad in der Murstadt
- Das Riegerbad befand sich in der Körösistraße und war eines der zahlreichen Bäder, die sowohl am linksseitigen als auch rechtsseitigen Mühlgang für Abkühlung sorgten.
- Foto: Sammlung Kubinzky
- hochgeladen von Andreas Strick
Das Riegerbad zählte vor etwas mehr als 100 Jahren zu den Grazer Freibädern und befand sich in der Körösistraße. Geworben wurde mit Sportgeräten und Schwimmunterricht.
GRAZ. Auf diesem historischen Foto aus der Sammlung von Stadthistoriker Karl Albrecht Kubinzky sehen wir eine Ansicht des Riegerbades, dessen Adresse Körösistraße 58 war. Anfang des 20. Jahrhunderts, also vor etwas mehr als 100 Jahren, war zwar die Ausstattung der Freibäder (Unterschied zu den Wannenbädern) aus heutiger Sicht recht bescheiden, aber auch der Anspruch der Badenden war gering, weiß Kubinzky. An den beiden Grazer Mühlgängen, den linksseitigen und den rechtsseitigen, gab es Badeunternehmungen. Auch Fischteiche und Ziegelteiche boten organisierte oder auch freie Bademöglichkeiten.
- Foto: MeinBezirk
- hochgeladen von Andreas Strick
Damen und Herren getrennt
Besonders die Mur war für „wildes Baden“, also ohne Aufsicht und Betriebsführung, bekannt. Das hier abgebildete Riegerbad warb mit seinen Sportgeräten und Schwimmunterricht. Es gab noch 1914 getrennte Badetage und Schwimmstunden für Männer und Frauen. „Damenstunden“, so der offizielle Titel, entfielen an Sonn- und Feiertagen. Wer sich unter dem „Badetarifen ohne Wäsche“ zu viel vorstellt, irrt gewaltig, so Kubinzky. Es ging hier nur um den Verleih einer züchtigen Badekleidung.
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