50 Stunden parken, 72 Stunden zahlen
Unflexible Grazer Park-and-Ride-Tarife sorgen für Ärger

Die Park-and-Ride-Anlage Murpark ist für viele Umsteigepunkt zu den Öffis. Kritik kommt nun an der unflexiblen Preisgestaltung.  | Foto: Jorj Konstantinov
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  • Die Park-and-Ride-Anlage Murpark ist für viele Umsteigepunkt zu den Öffis. Kritik kommt nun an der unflexiblen Preisgestaltung.
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Die Park-and-Ride-Anlage Murpark ist Drehscheibe für viele Pendlerinnen und Pendler aus dem Grazer Süden. Nicht alle Wege führen dabei nach Graz, durch die Anbindung an Zug und Fernbus fahren viele auch in andere Bundesländer oder das Ausland. Die dafür unflexible Preisgestaltung der städtischen Park-and-Ride-Anlage sorgt nun für Kritik. 

GRAZ. Die Tarife der städtischen Park-and-Ride-Anlagen sind wieder einmal heißes Thema. Dort kann man zwischen einer 24-Stunden-Karte um 12,50 Euro, einer Wochenkarte um 28 Euro und einer Monatskarte um 110 Euro wählen. Dafür bekommt man einen Parkplatz sowie ein Öffiticket der Holding für den gleichen Zeitraum. Diese unflexible Staffelung sorgt aber immer wieder für Kritik und die ein oder andere ärgerliche Situation, wie der Fall einer Grazerin zeigt. 

Der Fall ereignete sich noch vor der Tariferhöhung am 1. Juli, damals kosteten die knapp 50 Stunden parken 36 Euro.  | Foto: Neos
  • Der Fall ereignete sich noch vor der Tariferhöhung am 1. Juli, damals kosteten die knapp 50 Stunden parken 36 Euro.
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Sie fuhr mit dem Auto zum P+R Murpark, um dort in einen Fernbus nach Wien umzusteigen. Mit den Busverbindungen kehrte die Frau nach 49 Stunden und 39 Minuten wieder zurück. Bei der Ausfahrt musste sie dann aufgrund der Preisstaffelung die Parkgebühr für drei volle Tage zahlen. Im Nachgang für die Grazerin ein mehr als fader Beigeschmack. 

Neos-Gemeinderat Philipp Pointner fordert eine flexiblere Preisgestaltung.  | Foto: MeinBezirk/Martin Koinegg
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Ruf nach Verkehrsdrehscheibe

Heftige Kritik kommt deshalb auch von den Grazer Neos: "Park-and-Ride-Anlagen sollen Menschen zum Umstieg auf Öffis motivieren – und nicht mit unflexiblen Tarifen abschrecken. Wer knapp über einer Tagesgrenze liegt, soll nicht automatisch einen weiteren vollen Tag bezahlen müssen", kommentiert Philipp Pointner. Vor allem der Murpark hat hier eine Sonderstellung, ist der Parkplatz nicht nur Umsteigepunkt zu den Grazer Öffis, sondern ja auch Anschlussstelle für Züge und Fernbusse. Der Wunsch nach einer flexibleren Lösung häuft sich, Pointner spricht von einer "regionalen Verkehrsdrehscheibe". 

Die Anlage am Murpark soll ausgebaut werden, um künftig mehr Platz zu bieten. (Symbolbild) | Foto: unsplash
  • Die Anlage am Murpark soll ausgebaut werden, um künftig mehr Platz zu bieten. (Symbolbild)
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Tarif an Öffi-Tickets gekoppelt

Beim zuständigen Beteiligungsstadtrat Manfred Eber (KPÖ) betont man, eine flexiblere Tarifgestaltung sei so nicht möglich. Das Park-and-Ride-Angebot ist nämlich direkt an die Öffitickts der Holding gekoppelt, genau deshalb gibt es die Staffelung 24 Stunden, eine Woche, einen Monat. Für Fernreisende zwar alles andere als optimal, aber auch nicht das Ziel der Park-and-Ride-Anlagen. "Zweck des P&R ist es, dass insbesondere Pendlerinnen und Pendler die Möglichkeit haben, ihr Auto am Stadtrand stehen zu lassen und kostengünstig in Graz mit den Öffis zu fahren", erklärt im Büro Eber. Die Preisgestaltung dürfte also weiter so erhalten bleiben.

Wochenend-Tickets werden geprüft

Zumindest bei einem Punkt zeigt man sich bereit, neue Wege zu gehen. Der Vorschlag von Wochenendtickets für Weiterreisende werde geprüft und man könne sich durchaus vorstellen, hier flexiblere Tarife anzubieten. Wie diese preislich ausfallen würden, ist offen. Beim aktuellen Modell liegt der Hauptteil der Kosten für das Park-and-Ride-Ticket beim Öffiticket, der Anteil für das Parken ist überschaubar. Von den 12,50 Euro für 24 Stunden P+R entfallen 7,20 Euro auf die 24-Stunden-Öffikarte. Bei der Wochenkarte sind es 20,80 Euro von 28 Euro. Für eine Woche Parken zahlt man so 7,20 Euro. Mit 1. Juli wurden auch die Park-and-Ride-Ticktes gleich mit den Öffitickets erhöht.

Die Park-and-Ride-Anlage Murpark ist für viele Umsteigepunkt zu den Öffis. Kritik kommt nun an der unflexiblen Preisgestaltung.  | Foto: Jorj Konstantinov
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Neos-Gemeinderat Philipp Pointner fordert eine flexiblere Preisgestaltung.  | Foto: MeinBezirk/Martin Koinegg
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