Einst & Jetzt Teil 293
Was sich im Grazer Burghof seit den 1930er-Jahren verändert hat
- Beschaulich: Der (erste) Burghof präsentierte sich in den 1930er-Jahren noch gänzlich anders als heute.
- Foto: Sammlung Kubinzky
- hochgeladen von Andreas Strick
Der erste Hof der Grazer Burg zählt zu den bekanntesten Orten in der Grazer Innenstadt – doch hätte man ihn auch auf diesem Foto aus den 1930er-Jahren erkannt?
GRAZ. In den 1930er-Jahren hatte der erste Burghof – es gibt drei – noch ein beschaulicheres Aussehen als heute, weiß Stadthistoriker Karl Albrecht Kubinzky, der ein Foto eben jenes Ortes aus seiner Sammlung herausgesucht hat. Rechts der Durchfahrt in den zweiten Hof steht noch immer der Stiegenturm, der die berühmte Doppelwendetreppe zum Inhalt hat. Das kleine angebaute Haus ist längst verschwunden. Wohl aber schließt heute der Zubau zum Altbau der historischen Burg an, der zuerst den Spottnamen „Tintenburg“ trug.
- Die aktuell laufenden Bauarbeiten sind nur der nächste Schritt in der beständigen Veränderung des Grazer Burghofs.
- Foto: MeinBezirk/Martina Maros-Goller
- hochgeladen von Andreas Strick
Neubauten und Verhüllungen
Dieser Neubau wurde 1952 anstelle des um 1854 leider abgebrochen Burg-Altbaus errichtet. Hinter dem Ziehbrunnen sieht ein kurzsichtiges Auge in Bodenhöhe den jüdischen Grabstein aus dem Jahr 1387. Im Nazi-Graz wurde dieser so verhüllt, dass er nach 1945 wieder unversehrt gezeigt werden konnte, weiß Kubinzky. Erst die Abgase der davor abfahrbereit parkenden Autos erforderten die Übersiedlung rechts des oben erwähnten Tors. Nun ist die Front des Karl-Baus (rechts im Bild) frisch renoviert und beim Grabstein ist ihr übertragene Text zu lesen.
Auch interessant:
MeinBezirk auf
MeinBezirk als
Du möchtest kommentieren?
Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.