FPÖ-Initiative
Aus Zivildienern soll das Pflegepersonal der Zukunft werden

Zivildiener in die Pflicht nehmen und als Personalpool in der Pflege nutzen: Das wollen Mario Kunasek und die steirische FPÖ.
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  • Foto: Konstantionov
  • hochgeladen von Roland Reischl

Jeder steirische Zivildiener soll verpflichtend über eine Ausbildung im Pflege- und Gesundheitsbereich informiert werden. Das fordern Mario Kunasek und die steirischen Freiheitlichen in einem Landtagsantrag.

Schon seit geraumer Zeit beschäftigt sich die steirische FPÖ mit dem Thema Pflege, insbesondere auch mit dem Thema Personalmangel in diesem Bereich. Das Land Steiermark, so meinen die Blauen, würde ´Wege finden müssen, dem steigenden Bedarf an gut ausgebildeten Pflegekräften gerecht zu werden. "Viel Zeit bleibt nicht, werden bundesweit bis zum Jahr 2030 schließlich rund 100.000 zusätzliche Facharbeiter benötigt", lässt Klubobmann Mario Kunasek wissen.

Zivildiener als neuer "Personalpool"

Neben einer generellen Attraktivierung des Pflegeberufs werde es einen Ausbau der Ausbildungsmöglichkeiten brauchen. Ein besonderer Fokus sollte, so Kunasek auf die Ausbildung zur Pflegeassistenz und Pflegefachassistenz gelegt werden. Seit das Pflegeberufsbild im Jahr 2016 neu geregelt wurde, klagt man dort bekanntlich über ständig sinkende Schülerzahlen.
Ein Mittel um dieser Entwicklung gegenzusteuern könnte die aktivere Anwerbung von steirischen Zivildienern darstellen. Schließlich schnuppern viele von ihnen während ihrer „Zivi-Zeit“ bereits in das Tätigkeitsfeld „Gesundheit und Pflege“ hinein. "Sie können dementsprechend beurteilen, ob eine spätere Beschäftigung in diesem Sektor für sie in Frage kommt. Oft fehlt es jedoch an entsprechenden weiterführenden Informationen, welche Möglichkeiten sich durch eine anschließende Pflegeausbildung ergeben", bemängelt der blaue Parteichef. Die Landesschulen sollten gezielt das persönliche Gespräch mit jedem einzelnen steirischen Zivildiener suchen. Dazu sollten Mitarbeiter des Landes oder der Bildungseinrichtungen eingesetzt werden, die wiederum mit den Einrichtungen, in denen die Zivildiener tätig sind, die zugeschnittenen Informationstermine koordinieren. 

"Nichts unversucht lassen"

„Es steht außer Frage, dass die Zeit für Denkverbote und politische Scheuklappen im Bereich der Pflege endgültig vorbei ist. Zwar mag die aktiver Anwerbung von Zivildienern für eine Ausbildung an den steirischen Pflegeschulen in der Praxis nur einen kleinen Teil zur Lösung beitragen. Man sollte jetzt aber nichts unversucht lassen", so Kunasek abschließend.

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