Er wird nie zum GAC gehen
- Jo, er ist mit dem Radl do: Das Schmähführen hat „Bomber“ Mario Haas auch in der „Pension“ nicht verlernt.
- Foto: Oliver Wolf
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Der Besteste“ – den Titel für seine eben erschienene Biografie (die er heute vorm Sturm-Match gegen Rapid im Fanshop verkauft und signiert) hätte die schwarz-weiße Legende besser nicht wählen können. Wie aber geht’s Mario Haas in der Fußballer-Pension? Diese Frage und noch ein paar mehr beantwortete er in einer „Auszeit“.
Wie lebt es sich jetzt also in der Pension?
Richtig gut. Ich fühle mich sehr erleichtert. Der ganze Druck, den man als Profi hat, ist endlich weg. Ich kann aber gerade richtig mit den Sturm-Spielern mitleiden – mir tut das Herz weh, wenn ich sehe, was da momentan los ist.
Der Fußball geht Ihnen gar nicht ab?
Nein. Ich kicke ja noch regelmäßig in der Halle – und bin ja auch Trainer beim SV Tobelbad.
Wie gefällt Ihnen der Trainerjob bisher?
Eigentlich hab ich ja immer gesagt, dass mich das nicht interessiert. Fußball ist einfach ein Schweins-Geschäft und als Trainer bist du das schwächste Glied der Kette. Wenn du Pech hast, machen ein, zwei Ratten in der Mannschaft alles kaputt. Aber ich muss sagen, mir taugt’s – ich merke auch, dass meine Spieler voll mitziehen und es macht einfach Spaß.
Ratten ist ein gutes Stichwort – wie sehen Sie den angeblichen Wettskandal im österreichischen Fußball?
Das ist einfach ein Wahnsinn – gegenüber den Fans, dem Verein und nicht zuletzt gegenüber den Mitspielern. Das muss man sich einmal vorstellen: Du reißt dir den Hintern auf und dann gibt’s Leute in der Mannschaft, die das Spiel verkaufen. Hätte ich so etwas mitgekriegt, hätte ich dem Täter eine geschossen, wie man auf Steirisch sagt.
Was machen Sie jetzt eigentlich mit der vielen Freizeit?
Das Wichtigste ist natürlich, dass ich endlich mehr Zeit für meine Familie habe. Außerdem spiele ich irrsinnig gerne Golf, bereite mich physisch und psychisch auf den Grazathlon vor. So oft es geht, schaue ich natürlich auch meinem Sohn Yannick zu, der bei Laßnitzhöhe kickt.
Angenommen, Ihr Sohn will zum GAC wechseln – was machen Sie dann?
Auf so eine Frage hat einmal mein ehemaliger Mitspieler Günther Neukirchner eine gute Antwort gegeben. (lacht) Ernsthaft: Das wird nie passieren.
Was sagen Sie zur Auferstehung des GAK als GAC?
Naja, den echten GAK gibt es nicht mehr. Ich finde es aber ehrlich gut, dass da wieder etwas im Entstehen ist – Graz braucht einfach ein Derby, davon bin ich überzeugt. Allerdings ist’s ein langer Weg bis in die Bundesliga. Vielleicht gibt’s aber ja bald einmal ein Test-Derby in der Vorbereitung.
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