Wie Graz zum Footvolley-Hotspot wurde
- Körperbeherrschung auf höchstem Niveau ist notwendig, um Footvolley zu spielen. In Graz gab es schon zahlreiche Events.
- Foto: footvolleyverband austria
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Geschichte einer Trendsportart, die in der steirischen Landeshauptstadt ein Zuhause gefunden hat.
Footvolley entstand in den 1960er-Jahren in Brasilien und vereint Elemente aus Beachvolleyball und Fußball. Begnadete brasilianische Fußballer wie Romario, Bebeto oder auch Ronaldinho übten diesen spektakulären Sport in ihrer Freizeit aus und machten ihn populär.
Aber warum wurde Graz zu einer Hochburg dieses Sports? Es war im Februar 2002, als Leopold Breisach die Strände von Bahia in Brasilien besuchte. Breisach, ein leidenschaftlicher Fußballer, war sofort begeistert von den Ballkünsten der Brasilianer, die in 2er-Teams einen speziellen Fußball der Marke Mikasa jeweils mit Kopf, Brust oder Fuß über ein Beachvolleyballnetz beförderten. Er beschloss, Footvolley in seine Heimat nach Graz zu bringen.
Es begann mit Beachsoccer
Gesagt, getan. In den folgenden Jahren betreute Leopold Breisach den „Beachsoccer-Corner“ im Margaretenbad – und verhalf der neuen Sportart hier zu einiger Bekanntheit. Durch gute Verbindungen zum SK Sturm Graz konnte er namhafte Spieler wie Jan Pieter Martens, Gilbert Prilasnig oder auch den jungen Sebastian Prödl für den Footvolley-Sport gewinnen. Einige Turniere mit regionaler Beteiligung wurden in Graz ausgetragen, ehe das erste internationale Turnier in der Therme Loipersdorf über die Bühne ging. Die Basis war gelegt, sodass die weitere Aufbauarbeit an die nächste Generation übergeben werden konnte. Fortan kümmerte sich Benedikt Hofmann-Wellenhof um die erfolgreiche Entwicklung des Sports in Österreich.
- Ein Herz für Footvolley: L. Breisach (l.), B. Hofmann-Wellenhof (2.v.l.)
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Grazer gründete Verband
Er gründete 2010 den Verband „Footvolley Austria“, welcher seit 2015 Mitglied der European Footvolley League (EVFL) ist. Die Tätigkeiten des österreichischen Verbandes umfassen unter anderem Schnupperkurse und Trainings für Anfänger, Kinder und Jugendliche. Es ist den Verantwortlichen ein Anliegen, Footvolley als Sport für jedermann anzubieten.
Durch Präsenz in den Schulen versucht man, den Sport für die Jugend attraktiv zu machen und ihm so ein strukturelles Fundament zu geben. Benedikt und seine Brüder Nikolaus, Jakob und Klemens haben sich von der Jugend an stetig technisch weiterentwickelt, sodass sie heute alle zur österreichischen Footvolley-Elite zählen.
Weltrekord als Highlight
Graz wurde durch ihr Engagement, aber auch durch eine kontinuierlich wachsende Community zu einem Footvolley-Hotspot in Europa. Die Stadt Graz selbst hat das Potenzial dieser jungen Sportart ebenfalls erkannt und veranstaltete einige große Events. Bisheriges Highlight: die EM 2018 am Hauptplatz. Pläne für eine Footvolley-Weltmeisterschaft liegen bereits in der Schublade. Das heurige Jahr 2021 geht definitiv in die – noch junge – heimische Footvolley-Geschichte ein: Europameistertitel durch das Damen-Duo Antonia Missethan und Julia Rauch in Schwäbisch Gmünd, 24-Stunden-Nonstop-Footvolley-Weltrekord durch Jakob und Klemens Hofmann-Wellenhof, Lorenz Saurugger und Daniel Neuhold sowie die Austragung des Footvolley Nations Cups in Mariatrost. Die Anlage „Sand und mehr“ von Leopold Breisach am Fuß der Mariatroster Basilika diente dabei als Austragungsort.
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