Der Run auf die hellsten Köpfe

Wirtschaftskammer diskutierte: T. Spann, J. Eibinger, E. Verhounig und S. Helmreich (v. l.).
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"Es war eine harte, aber klare Diskussion", fasst Thomas Spann, Direktor der Wirtschaftskammer Steiermark, die erste Gesprächsrunde von Unternehmern und Vertretern aus Politik, Verwaltung und Bildung im Rahmen der WKO Chancentour 2012-2015 zusammen. Das Ziel: Regionale Entwicklungen vorantreiben, um Regionen und Bezirke zu stärken.

GU hätte mehr Potenzial
Der Bezirk Graz-Umgebung war mehrere Jahre hindurch die am stärksten wachsende Region der EU mit einem prognostizierten Bevölkerungswachstum von 20 Prozent in den nächsten Jahren. Es wäre aber noch Luft nach oben, gäbe es denn das passende Personal, um sich als Unternehmer nach der Decke strecken zu können. "Allein durch Stellen, die nicht besetzt werden können, gehen dem Großraum Graz jährlich 25 bis 30 Millionen Euro an Wertschöpfung verloren", betont Ewald Verhounig vom Institut für Wirtschafts- und Standortentwicklung. "Grundsätzlich ist in Österreich ein Wachstum von 0,5 Prozent möglich, im Bezirk Graz-Umgebung wäre es wahrscheinlich noch mehr." Der Facharbeitermangel ist der Sand im Getriebe, der das Wachstum bremst. Personal gäbe es zwar genug, wie die ellenlangen Listen des AMS beweisen, aber das ist eben nicht qualifiziert genug. "Die Jobs, bei denen ein angelerntes Niveau reicht, sterben aus", bringt es Regionalstellenobmann Josef Eibinger auf den Punkt. "Wenn Unternehmer aus Personalnot Aufträge ablehnen müssen und nicht expandieren können, frustet das natürlich." Konkret fehlen dem Wirtschaftsstandort Graz und Umgebung 4.000 bis 5.000 Spezialisten, 80 Prozent davon allein in den Bereichen Gewerbe und Industrie. Das "G´riss" um die hellsten Köpfe hat längst begonnen, es geht darum, der Konkurrenz eine Nasenlänge voraus zu sein. Das bestätigt auch Christian Grabner, Finanzvorstand der Knapp AG mit Standorten in Hart bei Graz und Leoben. "Gerade im Großraum Graz gibt es viel Konkurrenz. Aber wir sehen das als Vorteil. Man belebt und pusht sich gegenseitig und hinterfragt sich ständig."gt es Regionalstellenobmann Josef Eibinger auf den Punkt. "Wenn Unternehmer deswegen Aufträge ablehnen müssen und nicht expandieren können, frustet das natürlich."

Mehr zum Thema: Nachgefragt bei: Christian Grabner, Finanzvorstand Knapp AG

Wirtschaftskammer diskutierte: T. Spann, J. Eibinger, E. Verhounig und S. Helmreich (v. l.).
Mangelware: Qualifiziertes Personal ist schwer zu finden.

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