Finanzierungshilfe für Spin-offs
Grazer Unis investieren Millionen in neuen Innovation Hub
- Drei Grazer Universitäten gründen eine gemeinsame Anlaufstelle, um wissenschaftlichen Projekten die wirtschaftliche Entwicklung zu erleichtern.
- Foto: Scheriau - TU Graz
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Eine neue Plattform von Medizinischer Universität, Universität Graz und TU Graz soll akademische Spin-offs fit für Investoren machen. Der Innovation Hub Graz soll dabei zur zentralen Anlaufstelle werden.
GRAZ. Die Medizinische Universität Graz, die Universität Graz und die Technische Universität Graz bündeln erneut ihre Kräfte und gründen gemeinsam den Innovation Hub Graz (iHub Graz). Die neue Transfergesellschaft soll besonders vielversprechende akademische Spin-offs gezielt auf die nächste Finanzierungsphase vorbereiten und den Zugang zu internationalen Investorinnen und Investoren erleichtern.
- Präsentierten den iHub Graz, die gemeinsame Transfergesellschaft für Spitzen-Spin-offs: (v.l.) Peter Riedler, Rektor der Universität Graz, Alexander Rosenkranz, Vizerektor der Med Uni Graz, und Horst Bischof, Rektor der TU.
- Foto: Scheriau - TU Graz
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Der iHub Graz setzt dort an, wo aus Forschungsergebnissen bereits erste Geschäftsideen entstanden sind, die aber noch Unterstützung auf dem Weg zum marktfähigen Unternehmen benötigen.
Zentrale Anlaufstelle für Investoren
Bislang waren Investoren häufig mit einzelnen Universitäten in Kontakt. Mit dem Innovation Hub entsteht nun eine gemeinsame, klar sichtbare Schnittstelle nach außen. Verhandlungen über Beteiligungen und geistiges Eigentum sollen künftig über eine zentrale Einrichtung mit einheitlichen Prozessen abgewickelt werden.
"Mit dem iHub Graz geben wir als Grazer Universitäten ein gemeinsames Leistungsversprechen: Wir bringen die besten Ideen schneller in den Markt, bündeln Ressourcen, bieten Investorinnen und Investoren im One-stop-shop-Prinzip eine gemeinsame Anlaufstelle", erklären TU Graz-Rektor Horst Bischof, Uni Graz-Rektor Peter Riedler und Med Uni Graz-Vizerektor Alexander Rosenkranz unisono.
Sechs Millionen Euro für den Aufbau
Für die kommenden sieben Jahre stellen die drei Universitäten gemeinsam rund sechs Millionen Euro zur Verfügung. Jede Hochschule hält ein Drittel der Anteile an der Transfergesellschaft. Parallel dazu wird die Geschäftsführung international ausgeschrieben.
- Das Unicorn ist Anlaufstelle für viele universitäre Start-ups.
- Foto: Uni Graz/David Schreyer
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Im operativen Betrieb sollen sogenannte Scouts an den Universitäten besonders aussichtsreiche Projekte frühzeitig identifizieren. Erfüllen diese definierte Kriterien, etwa hinsichtlich der Reife ihres geistigen Eigentums, der Teamstruktur oder des Marktpotenzials, können sie in den iHub Graz aufgenommen werden. Dort erhalten die Spin-offs Unterstützung bei Mentoring, IP-Management und der Vorbereitung auf Finanzierungsrunden. Ziel ist es, den Unternehmen genügend Zeit und Kapital zu verschaffen, um sich für Investoren attraktiv aufzustellen.
Rund 200 Gründungen in zehn Jahren
Dass das Grazer Innovationsökosystem bereits gut funktioniert, zeigen die Zahlen der vergangenen Jahre: Rund 200 Spin-offs sind in den letzten zehn Jahren aus dem Umfeld der drei Universitäten entstanden. Besonders stark vertreten sind die Bereiche Life Sciences und Medizintechnik, Künstliche Intelligenz und Cybersecurity sowie Green Tech. Im Innovation Hub sollen künftig gleichzeitig etwa zehn ausgewählte Spin-offs betreut werden.
Ergänzend dazu unterstützen das Land Steiermark und die Raiffeisen-Landesbank Steiermark junge Unternehmen mit einer eigenen Kapitaloffensive. Insgesamt stehen zehn Millionen Euro für Start-ups und Scale-ups zur Verfügung, die den sogenannten "Proof of Market" bereits erbracht haben oder sich auf Wachstumskurs befinden.
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