Neue Laser-Technik
TU Graz macht Weltraumschrott-Tracking präziser
- Mit einem Laser können die Forscher die Position der Satelliten bis auf wenige Zentimeter genau bestimmen.
- Foto: Christian Kettenbach
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TU Graz macht Schluss mit ungenauen Weltraum- und Erdbeobachtungen: Dank einer neuen Lasermess-Technologie können Forschende erstmals Weltraumschrott auf wenige Meter genau verfolgen und die Verteilung der Wassermassen auf der Erde präzise analysieren. Die Ergebnisse tragen entscheidend zur Sicherheit im Orbit und zur Klimaforschung bei.
GRAZ/STEIERMARK. Die TU Graz hat mit einer neuen Lasermess-Technologie einen großen Schritt im Kampf gegen Weltraumschrott und zur besseren Erfassung von Wassermassen auf der Erde gemacht. Forschende entwickelten mit "Satellite Laser Ranging (SLR)" eine Methode, die eine bisher ungekannte Präzision bei der Bahnvorhersage von Satelliten und Weltraumschrott erreicht und gleichzeitig detaillierte Einblicke in die globale Wassermassenverteilung gibt.
- Das Forschungsprojekt der TU Graz soll künftig dabei helfen, Weltraumschrott effizienter zu verfolgen und Risiken im Orbit zu minimieren.
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Die Methode funktioniert, indem Laserstrahlen von einer Bodenstation auf Reflektoren an Satelliten geschossen werden. Durch die Messung der Rücklaufzeit des Lasers kann die Position der Satelliten bis auf wenige Zentimeter genau bestimmt werden. So ist es gelungen, selbst schwer messbare Bereiche im langwelligen Erdschwerefeld zu erfassen, was wiederum Rückschlüsse auf die Verteilung großer Wassermassen erlaubt.
Über 40.000 Schrottteile im All
"Durch diese Kombination von SLR mit anderen Methoden können wir Wassermassen präziser als je zuvor bestimmen und die Position von Weltraumschrott besser kartieren", erklärt Sandro Krauss von der TU Graz. Die Ergebnisse fließen in die Open-Source-Software "GROOPS" ein, die Wissenschaftler weltweit kostenfrei nutzen können.
- Zigtausende Schrottteile schwirren durch den Weltraum und können dabei durchaus zur Gefahr werden.
- Foto: Pixabay
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Der Weltraum ist mittlerweile mit über 40.000 Schrottteilen über zehn cm Größe und rund einer Million kleinerer Partikel regelrecht vermüllt. Mit Geschwindigkeiten von bis zu 30.000 km/h stellen selbst kleine Teile eine erhebliche Gefahr dar. Die bislang eingesetzten Radarmessungen haben nur eine Kilometer genaue Präzision, was das Auffinden und die Berechnung künftiger Bahnen erschwert. Die SLR-Technik verbessert die Vorhersagen auf rund 100 Meter genau und ermöglicht bei Folgemessungen noch genauere Berechnungen.
„Unsere Modellierung berücksichtigt alle relevanten Kräfte auf die Satelliten, einschließlich der Schwerkraftveränderungen durch Wassermassen“, sagt Torsten Mayer-Gürr von der TU Graz. Diese bahnbrechende Präzision soll künftig dabei helfen, Weltraumschrott effizienter zu verfolgen und Risiken im Orbit zu minimieren.
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