Bio-Bauern aus dem Großraum Graz
"Unser Boden ist unsere Lebensgrundlage"
- Bio-Bauer aus Überzeugung: Werner Haas.
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Ein Beitrag von Dein BioBringer
Die Bio-Landwirtschaft ist das Konzept der Zukunft: Sie schützt die Natur und das Klima. Zwei Bio-Landwirte erzählen aus ihrer Praxis.
Nicht weit von Graz befindet sich der Bio-Hof Haas, der von Brigitte und Werner Haas betrieben wird. Kräuter, Gewürze, Kürbisse werden hier in Bio-Qualität angebaut – und Lupinen. Diese in Österreich wenig bekannten Hülsenfrüchte sind eine wertvolle Alternative zu Fleisch. „Die Lupine ist eine schmackhafte Proteinquelle und vielseitig verwendbar“, schwärmt Brigitte Haas. „Dazu kommt, dass die Lupine die Erde mit Stickstoff anreichert“, ergänzt Werner Haas.
- Betreibt einen Bio-Hof in der Nähe von Graz: Brigitte Haas.
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Gesunder Boden stärkt
Die Bio-Landwirtschaft arbeitet mit der Natur und nicht wie die konventionelle Landwirtschaft, dagegen: Pestizide und chemisch-synthetische Stickstoffdünger sind verboten. Weitere Probleme der herkömmlichen Landwirtschaft sind Gentechnik und Monokulturen, die Böden zerstören und große Mengen an Wasser verbrauchen. In der Bio-Landwirtschaft dagegen gibt es keine Monokulturen, sondern ausgewogene Fruchtfolgen: Darunter versteht man die zeitliche Aufeinanderfolge verschiedener Kulturpflanzen auf einem Feld. „Unser Boden ist unsere Lebensgrundlage“, sagt Brigitte Hass mit Nachdruck. „Was aus einem gesunden Boden kommt, stärkt uns.“
- Gesunder Boden ist unsere Lebensgrundlage, betonen die Bio-Bauern.
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Klimawandel als Herausforderung
Auch Michael Fattinger ist überzeugter Bio-Bauer, bereits sein Vater war in den 1980er Jahren einflussreicher Obstbauer in der Region. „Damals – und bis heute wird es ähnlich gehandhabt - wurde verlangt, dass vier Tage vor der Ernte noch ein Fungizid auf die Äpfel ausgebracht wird, damit es im Lager weniger Verluste gibt“, erzählt Fattinger. „Mein Vater hat dann all seine Lieferverträge gekündigt und zu mir gesagt: Das darfst du nicht tun, du willst doch deine Kunden nicht vergiften.“ Heute baut der Bio-Bauer mehr als 800 Obstsorten in seinem Betrieb an – mehr als jeder andere Landwirt in Österreich. Dazu zählen Äpfel, Birnen, Kirschen oder Kiwis, aus denen Köstlichkeiten wie Marmeladen, Säfte sowie Most und Wein gefertigt werden.
- Bio-Bauer Michael Fattinger verzichtet in der Produktion auf Fungizide.
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Bio ist alternativlos
Auf die Frage, weshalb nur rund ein Fünftel der Bauern in Österreich Bio-Landwirtschaft betreibt, meint Michael Fattinger: „Es ist ein erheblich größerer Arbeitsaufwand: für die Entfernung des Unkrauts etwa braucht man zusätzliche helfende Hände, die zur Verfügung stehen müssen. Dazu kommt, dass die Erträge niedriger sind.“ Als größte Herausforderung betrachtet Obstbauer Fattinger den Klimawandel: „Die Niederschläge werden immer weniger, die Winter wärmer. Unsere Politiker sollten sich einmal anschauen, wie die Tier- und Pflanzenwelt sich verändert, die Wälder absterben.“ Gerade die ökologische Landwirtschaft trägt jedoch zum Umwelt- und Klimaschutz bei.
Werner und Brigitte Haas rufen Bauern dazu auf, sich zu vernetzen und voneinander zu lernen. „Jeder kann heute mit der Bio-Landwirtschaft beginnen, es liegt in unserer Verantwortung“, sagt die Bio-Bäurin, und ihr Mann ergänzt: „Bio ist alternativlos“.
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