Bildung und Schule
Erstsprachenunterricht sorgt für Diskussion in der Steiermark
- In der Steiermark wird der Erstsprachenunterricht derzeit an 22 Volksschulen und einer Mittelschule sowie einer PTS angeboten.
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Der Erstsprachenunterricht findet seit dem Schuljahr 2023/24 in Österreichs Schulen statt. Mit diesem Angebot können Kinder und Jugendliche in Pflichtschulen freiwillig ihre Erstsprache vertiefen. In der Steiermark wird das freiwillige Angebot derzeit an 24 Schulstandorten genutzt.
STEIERMARK. Von den genannten steirischen Standorten entfallen 22 auf Volksschulen, einer auf eine Mittelschule und einer auf eine politechnische Schule. Das Bildungsministerium bezeichnet den Erstsprachenunterricht als ergänzendes Angebot zum Auf- und Ausbau bildungssprachlicher Kompetenz.
Laut Bildungsministerium handelt es sich beim Erstsprachenunterricht um ein freiwilliges Angebot an Schulen. Das Angebot richtet sich unabhängig von der Staatsbürgerschaft an Schülerinnen und Schüler, die neben Deutsch auch eine andere Sprache als Erst-, Zweit-, Alltags- oder Familiensprache sprechen. Welche Sprachen an den steirischen Schulen konkret angeboten werden und wie viele Kinder derzeit daran teilnehmen, lässt sich an den vorliegenden Daten nicht ablesen. Laut dem Ministerium gibt es keinen vollständigen Datenbestand.
Rund 1,8 Millionen Euro in der Steiermark
Im vergangenen Schuljahr wurden in der Steiermark rund 1,8 Millionen Euro für den Erstsprachenunterricht aufgewendet. Die Kostenabrechnung erfolgt anhand der durchschnittlichen Kosten je Planstelle. Für das Schuljahr 2023/24, wurden rund 1,5 Millionen und im Schuljahr 2024/25, rund 1,7 Millionen Euro investiert. Damit wurden in der Steiermark im Schuljahr 2025/26 54 Lehrkräfte beschäftigt.
- Im vergangenen Schuljahr wurden in der Steiermark rund 1,8 Millionen Euro für den Erstsprachenunterricht aufgewendet.
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Was das Angebot leistet
Der Erstsprachenunterricht richtet sich an mehrsprachig aufwachsende Kinder und fördert gezielt die Sprache, die zu Hause gesprochen wird. Ein Beispiel: Zieht eine Familie von Schweden nach Österreich, lernt das Kind im Unterricht fix Deutsch als Zweitsprache. Im Erstsprachenunterricht hat es zusätzlich freiwillig die Möglichkeit, sein Schwedisch in Wort und Schrift weiterzuentwickeln. Laut dem Bildungsministeriums soll der Erstsprachenunterricht vor allem schriftsprachliche Kompetenzen, Lernstrategien und bildungssprachlichen Wortschatz fördern. Diese Fähigkeiten können auch für andere Unterrichtsgegenstände genutzt werden.
Dabei wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die Förderung der Erstsprache ergänzend zur Vermittlung der Unterrichtssprache Deutsch erfolgt. Für die Schulen ist das Angebot freiwillig und kann auch von den Schülerinnen und Schülern freiwillig in Anspruch genommen werden.
- Für die Schulen ist das Angebot freiwillig und kann auch von den Schülerinnen und Schülern freiwillig in Anspruch genommen werden.
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Kritik aus der Steiermark
Klubobmann Lukas Schnitzer fordert angesichts der Zahlen und der Ausgestaltung mehr Klarheit vom Bildungsministerium. Für ihn muss die Vermittlung der deutschen Sprache stärker im Mittelpunkt stehen. Dabei verweist er auf Deutschförderklassen sowie die verpflichtende Sommerschule.
„Das Beherrschen der deutschen Sprache ist die Grundlage für gelingende Integration“, so VP-Klubobmann Lukas Schnitzer.
Das Bildungsministerium verweist auf wissenschaftliche Erkenntnisse, wonach das Erlernen mehrerer Sprachen unter anderem positive Auswirkungen auf die kognitive Leistung, Lernmotivation und Selbstverwirklichung haben kann. Durch den Erstsprachenunterricht sollen schriftsprachliche Kompetenzen, Lernstrategien und bildungssprachlicher Wortschatz in der jeweiligen Erstsprache gefördert werden. Aus der Sicht des Ministeriums kann dies die gesamte sprachliche Bildung ergänzen und den schulischen sowie beruflichen Weg unterstützen.
Steirische Zahlen im Überblick
In der Steiermark wird der Erstsprachenunterricht derzeit an 22 Volksschulen und einer Mittelschule sowie einer PTS angeboten. Damit handelt es sich um ein Angebot an insgesamt 24 Schulstandorten. Eine genaue Zahl der teilnehmenden Kinder und Jugendlichen für die einzelnen steirischen Schulen liegt aufgrund der derzeitigen Datenlage nicht zentral vor. Ebenso können die Kosten nicht einzeln den Sprachangeboten zugeordnet werden.
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