Halbjahresbilanz des AMS
Hartberg-Fürstenfeld trotzt dem Landestrend am Arbeitsmarkt
- Während sich der steirische Arbeitsmarkt im ersten Halbjahr 2026 weiterhin nur langsam erholt, zeigt sich Hartberg-Fürstenfeld widerstandsfähiger als viele andere Regionen.
- Foto: Olga Seus
- hochgeladen von Leonie Stanzel
Während sich der steirische Arbeitsmarkt im ersten Halbjahr 2026 weiterhin nur langsam erholt, zeigt sich Hartberg-Fürstenfeld widerstandsfähiger als viele andere Regionen. Besonders im Juli entwickelte sich der Bezirk entgegen dem Landestrend und zählt zu den wenigen Regionen mit sinkender Arbeitslosigkeit.
HARTBERG-FÜRSTENFELD / STEIERMARK. Im ersten Halbjahr waren im ehemaligen AMS-Bezirk Hartberg durchschnittlich 2.278 Personen arbeitslos gemeldet. Das entspricht einem Anstieg von 2,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr und liegt unter dem steirischen Durchschnitt von 3,7 Prozent.
Noch deutlicher fällt der Unterschied im Juli aus. Während die Arbeitslosigkeit steiermarkweit zunahm, sank sie im Bezirk um 2,6 Prozent. Neben Hartberg verzeichnet lediglich Liezen, Leoben und Feldbach rückläufige Arbeitslosenzahlen.
Arbeitsmarkt bleibt angespannt
Steiermarkweit waren im ersten Halbjahr durchschnittlich 40.871 Menschen arbeitslos gemeldet, um 3,7 Prozent mehr als im Vorjahr. Gleichzeitig ging die Zahl der offenen Stellen um 2,9 Prozent zurück. Die Arbeitslosenquote lag bei 7,0 Prozent und damit weiterhin unter dem österreichischen Durchschnitt von 7,7 Prozent.
Besonders deutlich stieg die Arbeitslosigkeit bei Frauen sowie bei Menschen über 50 Jahren. Positiv entwickelte sich hingegen die Zahl der arbeitslosen Jugendlichen, die leicht zurückging.
- Steiermarkweit waren im ersten Halbjahr durchschnittlich 40.871 Menschen arbeitslos gemeldet, um 3,7 Prozent mehr als im Vorjahr.
- Foto: fotosedrik/PantherMedia
- hochgeladen von Leonie Stanzel
Langsame Erholung erwartet
Trotz der anhaltenden Herausforderungen sieht das AMS erste Anzeichen einer Stabilisierung. Viele Betriebe hätten ihre Strukturen in den vergangenen Monaten angepasst und notwendige Veränderungen umgesetzt. So ist die Zahl der arbeitslosen Menschen aktuell mit noch 1.386 Personen höher als im Vorjahr, jedoch betrug diese Differenz vor 13 Monaten noch plus 3.600 Personen.
Für das zweite Halbjahr wird mit einer vorsichtigen Erholung gerechnet, auch wenn internationale Entwicklungen und wirtschaftliche Unsicherheiten die positive Entwicklung leicht bremsen könnten. Gegen Herbst und Jahresende könnte sich die Situation, laut dem AMS, deutlich verbessert haben und die Anzahl der arbeitslosen Menschen sollte bis Jahresende sinken.
„Jetzt ist der passende Zeitpunkt, den Blick nach vorne zu richten. Die erfolgreichen österreichischen Unternehmen haben in der Vergangenheit vielfach bewiesen, dass sie Innovationskraft, Anpassungsfähigkeit und unternehmerischen Mut besitzen. Diese Stärken gilt es nun zu nutzen – durch Investitionen, neue Projekte und neue Partnerschaften.“
betont AMS-Landesgeschäftsführer Karl-Heinz Snobe
Der Bezirk Hartberg-Fürstenfeld entwickelt sich bereits jetzt besser als viele andere Bezirke mit einem Rückgang der Arbeitslosigkeit im Juli von -2,6 %. Somit liegt der Bezirk auf dem zweiten Platz hinter Liezen. Das AMS geht davon aus, dass dieser Trend sich in den kommenden Monaten fortsetzt und bis zum Jahresende auch in den anderen Bezirken eine deutliche Verbesserung des Arbeitsmarktes zu verzeichnen ist.
Interessiert?:
Du möchtest kommentieren?
Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.