Secop Fürstenfeld
"Standortgarantie war nie Teil des Kaufvertrages"

Ex-Eigentümer Nidec ist seit 1. Jänner offizieller Mieter der Werkshallen in Fürstenfeld. Secop Austria unterzeichnete unlängst den Vertrag auf Untermiete. Die Produktion der Kühlkompressoren soll noch bis Juli laufen. Die Waschmaschinenmotoren-Linie verbleibt in Fürstenfeld.
  • Ex-Eigentümer Nidec ist seit 1. Jänner offizieller Mieter der Werkshallen in Fürstenfeld. Secop Austria unterzeichnete unlängst den Vertrag auf Untermiete. Die Produktion der Kühlkompressoren soll noch bis Juli laufen. Die Waschmaschinenmotoren-Linie verbleibt in Fürstenfeld.
  • hochgeladen von Veronika Teubl-Lafer

Seit Anfang des Jahres ist Firma Secop Austria in den Fürstenfelder Werkshallen "nur mehr" Untermieter. 

FÜRSTENFELD. Nach der Produktionspause über die Weihnachtsfeiertage und Neujahr sind die Maschinen beim Kompressorenhersteller "Secop Austria" wieder angelaufen. Hinsichtlich der Werkshallen hat der Jahreswechsel jedoch eine Änderung mit sich gebracht. Nachdem die Firma Secop Austria mit 31.12. vergangenen Jahres die Produktionshallen am Standort Fürstenfeld gekündigt hatte, befinden sich diese seit 1. Jänner 2020 wieder im Eigentum der Vorgängerfirma Nidec. Da ein kompletter Auszug von Secop bis Jahresende nicht möglich gewesen war, wurde vor kurzem der Vertrag zur Untermiete unterzeichnet.

"Erst durch Mietvertrag waren weitere Schritte möglich"

"Erst durch diesen Mietvertrag sind sämtliche weitere Schritte ermöglicht worden, um den Produktionsstandort und die Arbeitsplätze zu sichern", bedankt sich Betriebsrats-Vorsitzender Gerald Weber bei Bürgermeister Franz Jost, der seit dem Bekanntwerden des Standort-Aus durch Orlando alle Hebel in Bewegung gesetzt hatte, um dagegen zu intervenieren. „Ich bin sehr froh den für diesen aktuellen positiven Prozess so entscheidenden Vertragsabschluss mit dem Unternehmen Nidec unter Dach und Fach gebracht zu haben. Allein und nur daraus kann sich eine für die Mitarbeiter positive Lösung entwickeln“, betont Bürgermeister Franz Jost.
Die Hoffnung auf die Übernahme des kompletten Werkes und allen Produktionslinien liege nun auf Ex-Eigentümer Nidec.

Produktion soll noch bis Ende Juli laufen

Wie es mit dem Kompressoren-Hersteller und seiner Belegschaft weiter gehen soll, ist derzeit noch offen und solle sich in den nächsten Monaten entscheiden. Fix ist, dass die Waschmaschinenmotoren-Produktion durch den Haushaltshersteller Nidec am Standort Fürstenfeld erhalten bleibt. Ungewiss ist jedoch die Zukunft der Kühlkompressoren-Produktion. Diese sollen laut Secop ja in die Slowakei ausgelagert werden. Entlassungen bei der Belegschaft hätte es bis dato noch keine gegeben. Die Produktion am Fürstenfelder Standort soll noch bis Ende Juli laufen. Somit konnte die Produktionsfrist um fünf Monate verlängert werden. Das freue auch Großkunden der Firma, die sich noch vor Jahreswechsel Mehrmengen-Lieferungen gesichert haben, so Weber. "Das zeigt, dass uns die Großkunden die Treue halten und nie vor hatten, wie von Orlando behauptet, sich von uns abzuwenden", betont Weber.

Secop stellt 10 neue Mitarbeiter ein

Um die Bestellungen an Mehrmengen abdecken zu können, will Secop in den nächsten Wochen 10 neue Mitarbeiter aufnehmen. Generell sei die Stimmung in der Belegschaft wieder besser. "Die Kollegen haben gesehen, dass sich Kampfgeist auszahlt." Diesen wolle man auch einsetzen, falls Orlando die Gespräche mit Nidec unbegründet in die Länge ziehen würde.

Standortgarantie wurde im Vertrag nicht berücksichtigt

Enttäuscht zeigt sich der Betriebsrats-Vorsitzende über die Ergebnisse der Vertragseinsicht zum Kauf der Firma Nidec, die der Betriebsrat von Orlando gefordert hatte. "Unsere Befürchtungen haben sich bestätigt. Die geforderte Standortgarantie für Fürstenfeld wurde in den Vertrag nicht eingebunden." Dies sei nicht nur furchtbar für die ganze Belegschaft, sondern auch äußerst fahrlässig, so Weber. Da die Standortgarantie von der EU für den Vertragsabschluss gefordert worden war, wolle man bei EU-Kommissarin Vestager hinterfragen, wie es trotzdem zum Abschluss hatte kommen konnte.

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Autor:

Veronika Teubl-Lafer aus Hartberg-Fürstenfeld

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