Studie gibt Hoffnung
Superfood Aronia als Schutz gegen Corona?
- Franz und Irmgard Kober aus Hochenegg bei Ilz haben sich seit 12 Jahren dem Anbau und der Verarbeitung der Aroniabeere verschrieben.
- Foto: Aroniahof Kober
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Einer neuesten Studie des Universitätsklinikums Ulm in Deutschland zufolge kann Aroniasaft Grippe- und Coronaviren abtöten. Die Erkenntnis über die vielversprechende Wirkung erfreut auch heimische Aroniabauern.
HARTBERG-FÜRSTENFELD. "Die Aronia Beere ist ein wahrer Energie- und Vitaminbooster", betont Aroniabauer Franz Kober aus Hochenegg bei Ilz. Ebenso wie Franz Kober setzen zahlreiche Landwirte in Hartberg-Fürstenfeld seit Jahren auf den Anbau der schwarz-blauen Apfelbeere. Steiermarkweit werden auf 450 Hektar Aroniabeeren kultiviert. Seit 12 Jahren hat sich der Landwirt dem winzigen Superfood verschrieben und produzieren neben Säften, auch Tees, Pulver und Brotaufstriche.
- Auf rund 12 Hektar kultiviert die Familie das regional produzierte Superfood.
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Aroniasaft als Virentöter
Der aus Nordamerika stammenden Beere wird nicht nur ein extrem hoher Anteil an Vitaminen und Mineralstoffen (A, B2,B9, C, E, kALIUM, zink, Eisen, Jod), eine Immunsystem stärkende und entzündungshemmende Wirkdung nachgesagt, sondern seit neuesten auch eine virenhemmende. So fanden Forscher am Institut für Molekulare Virologie am Universitätsklinikum Ulm in einem Laborversuch heraus, dass der Saft aus der Aroniabeere Corona-Viren (SARS-CoV-2) und Grippe-Viren im Laborversuch (in-vitro) schnell abtöten könne und sich damit als Vorbeugung gegen entsprechende Virus-Infektionen anbiete.
Vielversprechende Wirkung
Bei der Studie wurden neben dem Aroniasaft auch Granatapfelsaft und Grüner Tee auf ihre Wirkung sowohl auf Sars-CoV-2 als auch auf Influenza A und Adenoviren Typ 5. Alle drei griffen die Infuenza-Viren an, am wirksamsten erwies sich dabei der Aroniasaft.
"Die festgestellte starke Virenhemmung von Aroniasaft ist in der Tat vielversprechend", sagt Professor Dr. med. Dr. rer. nat. Bernhard Uehleke. Der Arzt und Wissenschaftler war Mitglied der "Kommission E" zur Beurteilung von Phytopharmaka beim Bundesinstitut für Arzneimittel sowie u.a. Vorstandsmitglied der Gesellschaft für Phytotherapie (Pflanzenheilkunde) und der Ärztegesellschaft für Naturheilverfahren Berlin-Brandenburg.
- Ende April/Anfang Mai blüht die Aroniabeere. Geerntet wird die schwarze Apfelbeere Ende August.
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Gurgeln und Spülen
Aus der Erkenntnis, dass Aroniasaft in vitro virenhemmende und virenabtötende Eigenschaften zeigt, ergebe sich nach Meinung von Uehleke eine Plausibilität für eine Anwendung. Der Aroniasaft könnte an den Kontaktstellen vor allem im Mund-Rachenraum, an denen das Virus in die Körperzellen einzudringen versucht, das Virus inaktivieren und den Andock-Vorgang hemmen. Er leitet für eine solche lokale Wirkung folgende Empfehlungen zur Nutzung ab: "Der Saft sollte gründlich im Mundraum herum befördert werden, dann möglichst weit hinten im Rachen gegurgelt und schließlich in kleinen Schlucken getrunken werden. Durch Gurgeln, Spülen und Schlucken sind die möglichen Kontaktstellen, auf die das Virus auftrifft, benetzt und für eine gewisse, noch näher zu untersuchende Zeit verändert", sagt der Experte. In weiterer Folge sei nun eine Studie mit Testpersonen geplant, um die Ergebnisse der Laborstudie zu evaluieren.
Mehr zum Aroniahof Kober auf www.aroniahof-kober.at
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