16.11.2016, 17:24 Uhr

Für mehr Landschaft und weniger Beton

ORF ZIB-Moderator Tarek Leitner im Grabher-Haus mit den Gemeinderäten Klaus Moretti (l.) und Harald Peindl (r). (Foto: KK)

ZIB-Anchorman Tarek Leitner hielt in Fürstenfeld einen kritischen Vortrag über die gängigen Formen der Landschaftsverbauung.

Auf Einladung des Umweltausschusses der Stadtgemeinde Fürstenfeld mit Obmann Klaus Moretti hielt ZIB-Anchorman Tarek Leitner im Grabher-Haus unter dem Titel "Mut zur Schönheit – Streitschrift gegen die Verschandelung Österreichs" einen Vortrag gleichlautend nach seinem vor vier Jahren erschienenen Buch. Der studierte Jurist plädiert für eine neue Form der Alltagsästhetik und kritisiert die zunehmende Verbauung des Landes, die seiner Meinung nach einer Verschandelung gleichkommt.
Leitner will die Leser seiner Bücher sowie die Zuhörer seiner Vorträge zum "Hinschauen" auffordern.
Um sich wohl zu fühlen, sei eine schöne, baulich einladend gestaltete Lebensumgebung erforderlich, argumentiert der Journalist. Dabei gehe es ihm nicht um Kritik an der Architektur und um Geschmack, sondern um Dinge, die sich ganz objektiv als hässlich bezeichnen lassen. Der gebürtige Linzer, der mit seiner Familie in Wien lebt, ist davon überzeugt, dass Menschen mit Einkaufszentren verbaute Wiesen oder Ortschaften, deren Grenzen durch die Verbauung nicht mehr erkennbar sind, gleichermaßen als "schiach" beurteilen und als nicht glücklich machend empfinden.
"Im Namen der Wirtschaftlichkeit akzeptieren wir vielfach, dass der Raum, in dem wir unser alltägliches Leben verbringen, verunstaltet wird. Verbaute Straßen mit Märkten, Tankstellen und Fast-Food-Ketten, Leuchttafeln und Lärmschutzwände oder Autobahnknoten verstellen uns den Blick auf Schönes", so der ZIB-Moderator in Fürstenfeld.



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