Ein Vortrag der polarisiert
Hitzige Windkraft-Debatte in Rodingersdorf
- Im Gasthaus Haller in Rodingersdorf stellte die Initiative „Windkraftfreies Meiseldorf“ den geplanten Windpark bei Kattau vor.
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Im Gasthaus Haller in Rodingersdorf stellte die Initiative „Windkraftfreies Meiseldorf“ den geplanten Windpark bei Kattau vor. Die Veranstaltung sorgte für reges Interesse und lebhafte Diskussionen.
BEZIRK HORN. Die Initiative „Windkraftfreies Meiseldorf“ lud ins Gasthaus Haller in Rodingersdorf zu einer Informationsveranstaltung über den geplanten Windpark im Herrschaftswald bei Kattau. Vorgesehen sind sieben Windkraftanlagen, entwickelt von der "WEB Windenergie AG" und "EVN Naturkraft".
- Die Veranstaltung sorgte für reges Interesse und lebhafte Diskussionen.
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Das Projekt befindet sich im Umweltverträglichkeitsprüfungsverfahren (UVP) des Landes Niederösterreich, einem gesetzlich vorgeschriebenen Verfahren, in dem mögliche Auswirkungen auf Umwelt, Mensch und Raum umfassend geprüft werden. Die Veranstaltung stieß auf großes Interesse und bot Raum für unterschiedliche Sichtweisen.
- Mit den Worten "Hier noch ein Schmakerl" lieferte Bürgermeister Niko Reisel interessante Auszüge der Veranstaltung.
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An der Veranstaltung nahmen neben der Bürgerinitiative auch Vertreter der Gemeinde sowie der Betreiberseite teil. Politische Präsenz zeigten unter anderem Bundesrat Klemens Kofler, Nationalratsabgeordneter Alois Kainz sowie Geschäftsführender Gemeinderat Thomas Wanitschek (FPÖ Sigmundsherberg). Die Diskussion verlief teils kontrovers, blieb jedoch überwiegend sachlich, wobei unterschiedliche Positionen zu Energiewende, Naturschutz und regionaler Entwicklung deutlich wurden. Von Betreiberseite wurde auf das laufende UVP-Verfahren und die vorgesehenen Prüf- und Ausgleichsmechanismen verwiesen.
- An der Veranstaltung nahmen neben der Bürgerinitiative auch Vertreter der Gemeinde sowie der Betreiberseite teil.
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Besonderes Augenmerk lag auch auf einem Gespräch mit Bürgermeister Niko Reisel, das er im Anschluss gegenüber MeinBezirk Horn führte. Reisel betonte dabei seine abwägende Haltung: „Ich verstehe die Sorgen der Bevölkerung sehr genau, gerade wenn es um unseren Wald und das Landschaftsbild geht.“ Gleichzeitig hob er die energiepolitische Dimension hervor: „Wir brauchen erneuerbare Energie, aber wir müssen sie so umsetzen, dass sie für die Menschen in der Region nachvollziehbar und verträglich bleibt.“ Zur Rolle des Verfahrens sagte er: „Die UVP ist kein Formalakt, sondern ein Instrument, das alle Argumente sachlich prüft – genau dort gehören auch die Bedenken der Bürger hinein.“ Im Mittelpunkt standen mögliche Auswirkungen auf Anrainer und Naturraum. Diskutiert wurden Lärm, Infraschall und Schattenwurf. Infraschall bezeichnet sehr tieffrequente Schallanteile unterhalb der Hörgrenze des Menschen, die zwar messbar sind, deren gesundheitliche Bewertung jedoch unterschiedlich gesehen wird. Kritisch gesehen wurde die Distanz zu Wohngebieten von rund 1.200 bis 1.800 Metern sowie der Eingriff in den Waldraum des Herrschaftswaldes. Die Bürgerinitiative betonte dabei insbesondere die Bedeutung des Waldschutzes und der regionalen Mitbestimmung. An der Veranstaltung nahmen auch Vertreter der Gemeinde und der Betreiberseite teil. Politisch vertreten waren unter anderem Bundesrat Klemens Kofler, Nationalratsabgeordneter Alois Kainz sowie Thomas Wanitschek (FPÖ Sigmundsherberg).
- Im Gasthaus Haller in Rodingersdorf stellte die Initiative „Windkraftfreies Meiseldorf“ den geplanten Windpark bei Kattau vor.
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Die Diskussion verlief teils kontrovers, blieb aber sachlich. Von Betreiberseite wurde auf das laufende UVP-Verfahren verwiesen, das alle Aspekte systematisch prüft. Meiseldorf-Bürgermeister Niko Reisel sagte gegenüber MeinBezirk: „Ich verstehe die Sorgen der Bevölkerung sehr genau, gerade wenn es um unseren Wald und das Landschaftsbild geht.“ Gleichzeitig betonte er die Energiefrage: „Wir brauchen erneuerbare Energie, aber so, dass sie für die Menschen nachvollziehbar und verträglich bleibt.“ Zur UVP erklärte er: „Die UVP ist kein Formalakt, sondern ein Instrument, das alle Argumente sachlich prüft.“ Abschließend hielt er fest: „Am Ende entscheidet die sachliche Prüfung im Verfahren.“
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