Nach heftiger See-Kritik von Blau und Rot
Jetzt meldet sich Horns Bürgermeister zu Wort
- "Lange" haben SPÖ und FPÖ auf eine Stellungnahme und Reaktion der Stadtgemeinde gewartet – jetzt meldet sich Bürgermeister Lentschig (ÖVP) zum Eislauf-Thema am Stadtsee zu Wort.
- Foto: Stadtgemeinde Horn
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Zehn Jahre nach der letzten tragenden Eisdecke scheint Eislaufen am Horner Stadtsee wieder greifbar. Doch trotz frostiger Temperaturen bleibt die Eisfläche vorerst gesperrt. Zwischen Winterfreude und Sicherheitsverantwortung steht die Stadt vor einer heiklen Entscheidung.
STADT HORN. "Lange" haben SPÖ und FPÖ auf eine Stellungnahme und Reaktion der Stadtgemeinde gewartet – jetzt meldet sich Bürgermeister Lentschig (ÖVP) zum Eislauf-Thema am Stadtsee zu Wort. Zwar haben die tiefen Temperaturen erstmals seit mehr als zehn Jahren wieder eine Eisdecke entstehen lassen, dennoch bleibt der Stadtsee vorerst gesperrt. Der Grund ist klar: Die durchgehende Tragfähigkeit des Eises kann nicht garantiert werden, ein Betreten würde insbesondere für Kinder und Jugendliche ein erhebliches Sicherheitsrisiko darstellen.
- Zehn Jahre nach der letzten tragenden Eisdecke scheint Eislaufen am Horner Stadtsee wieder greifbar.
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Bürgermeister Lentschig verweist dabei auch auf die rechtliche Verantwortung der Stadtgemeinde Horn als Eigentümerin des Areals. Immer wieder kommt es in Österreich zu schweren Unfällen, wenn Eisflächen betreten werden, die nicht ausreichend dick sind. Wird das Eislaufen ausdrücklich erlaubt, haftet die Stadt für die Tragfähigkeit der Eisdecke und müsste diese regelmäßig kontrollieren und messen. Doch auch ohne offizielle Freigabe besteht Haftung, wenn bekannt ist, dass der See genutzt wird und kein klares Verbot ausgesprochen wurde. Höchstgerichtliche Entscheidungen zeigen zudem, dass Hinweisschilder wie „Betreten auf eigene Gefahr“ rechtlich keine Absicherung darstellen.
- Zwischen Winterfreude und Sicherheitsverantwortung steht die Stadt vor einer heiklen Entscheidung.
- Foto: Stadtgemeinde Horn / Hohenegger
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Trotz der komplexen Lage zeigt sich der Bürgermeister offen für eine künftige Lösung. Eine Freigabe des Stadtsees für freies Eislaufen, Eishockey oder Eisstockschießen sei grundsätzlich vorstellbar – allerdings nur bei gesicherter Eisstärke von mindestens zehn bis 15 Zentimetern. Zusätzliche Infrastruktur wie Umkleiden oder WC-Anlagen könne nicht bereitgestellt werden, auch die Pflege der Eisfläche müsste eigenverantwortlich durch die Nutzer erfolgen. Der Vorschlag soll nun zeitnah in den zuständigen Gremien beraten werden, um eine verantwortungsvolle Entscheidung im Sinne der Horner Bevölkerung zu treffen.
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