Wenn der ‚Christophorus‘ schnauft
Sigmundsherberg feierte Eisenbahner
- Das "Eisenbahnerfrühshoppen" lockte zahlreiche Gäste, nicht nur aus Niederösterreich, nach Sigmundsherberg.
- Foto: Markus Kahrer
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Sigmundsherberg wurde zum Treffpunkt für Eisenbahner aus ganz Österreich. Beim traditionellen Frühshoppen im Eisenbahnmuseum standen Kameradschaft, Nostalgie und eine besondere Ausstellung im Mittelpunkt. Rund 400 Gäste feierten die Eisenbahn mit Musik, Dampflokfahrten und Geschichte.
SIGMUNDSHERBERG. Das Eisenbahnerfrühshoppen, auch bekannt als Vida Eisenbahnertreffen, findet traditionell am letzten Freitag im August im Eisenbahnmuseum Sigmundsherberg statt. Heuer stand die Veranstaltung ganz im Zeichen der Sonderausstellung von Werner Steinkellner, der zahlreiche Bilder und Texte informativ aufbereitet hatte. Damit wurde der Treffpunkt für Eisenbahner aus ganz Österreich nicht nur zu einem Ort der Geselligkeit, sondern auch zu einer spannenden Reise in die Geschichte. Pater Milo Ambros sorgte zum Auftakt für einen feierlichen Rahmen und spendete Gottes Segen bei der Eröffnung.
- Josef Wiesinger freute sich über die zahlreiche Teilnahme der Partner.
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Organisiert wurde das Treffen vom Bundesvorsitzenden der Vida-Pensionisten, Josef Wiesinger, der die rund 400 Gäste herzlich begrüßte. „Es ist jedes Jahr beeindruckend zu sehen, wie viele Eisenbahner von nah und fern den Weg ins Waldviertel finden, um hier gemeinsam Tradition zu pflegen und Erinnerungen zu teilen“, betonte Wiesinger. Von Oberösterreich bis in die Steiermark waren Eisenbahner angereist, um dieses besondere Fest mitzuerleben.
Dampflok und Nostalgie
Unter den Ehrengästen befanden sich Landtagsabgeordneter Michael Bierbach (SPÖ) aus Gmünd, Bürgermeister Franz Göd (ÖVP) aus Sigmundsherberg, Claudia Swoboda von der BVAEB sowie Andreas Riedl, Bezirksstellenleiter der Arbeiterkammer Niederösterreich, Bezirksstelle Horn. Auch Werner Steinkellner, Koch und Rupert Öhlknecht vom Museumsverein Sigmundsherberg war mit seinem engagierten Team vertreten. „Es ist großartig zu sehen, mit wie viel Leidenschaft hier Geschichte weitergetragen wird“, sagte Bürgermeister Göd und dankte den Initiatoren für ihren Einsatz.
- Pater Milo Ambros konnte mit Werner Steinkellner und Bürgermeister Göd auf das erfolgreiche "Frühshoppen" anstoßen!
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Für die musikalische Begleitung sorgte Christian Jäger mit seiner Eisenbahnermusik Wien Süd Ost, die für Stimmung im Festgelände sorgte. Die ÖBV war mit einem eigenen Stand vertreten und bereicherte so ebenfalls die Veranstaltung. „Die Mischung aus Tradition, Geselligkeit und Information macht dieses Frühshoppen so einzigartig“, erklärte Jäger. Auch für die jüngsten Besucher war gesorgt: Ein Kinderzug brachte viele Kinderaugen zum Leuchten.
Geschichte lebendig erleben
Ein besonderes Highlight war die Fahrt mit der Dampflok „Christophorus“, die eigens mit 40 Tonnen spezieller Kohle in Bewegung gesetzt wurde. „Dieses Erlebnis ist nicht nur für Eisenbahnfreunde ein Highlight, sondern für alle Besucher ein Stück gelebte Geschichte“, schwärmte Rupert Öhlknecht. Viele Gäste nutzten die Gelegenheit, um mitzufahren und dabei nostalgische Eisenbahnromantik hautnah zu spüren.
- Bürgermeister Franz Göd durfte die "Sonderausstellung" 110 Jahre Kriegsgefangenenlager" eröffnen.
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Besonders eindrucksvoll war die Aufarbeitung der Geschichten rund um „Kriegsgefangene in Sigmundsherberg“, die von Werner Steinkellner anschaulich präsentiert wurden. „Es ist erstaunlich und interessant, wie detailliert diese Schicksale aufgearbeitet wurden“, sagte Bürgermeister Göd. Er wünschte sich, dass die Ausstellung in Zukunft auch für den Geschichtsunterricht genutzt werde: „Gerade unsere Schulen sollen die Möglichkeit haben, Geschichte direkt hier im Museum zu erleben.“ Damit wurde einmal mehr deutlich: Das Eisenbahnerfrühshoppen ist weit mehr als ein geselliges Treffen – es ist ein wichtiges Stück Erinnerungskultur im Herzen des Waldviertels.
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