"Thema der Woche" im Bezirk Horn
Die Gemeindegelder auf dem Prüfstand
- Gemeinden im Bezirk stehen unter Druck, es fehlt das Geld. MeinBezirk hat nachgefragt, wo gespart werden muss.
- Foto: Stadtgemeinde Horn
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Gemeinden im Bezirk stehen unter Druck, es fehlt das Geld. MeinBezirk hat nachgefragt, wo gespart werden muss.
BEZIRK HORN. Gibt man mehr Geld aus als man verdient, dann wird es mit der Zeit richtig knapp. Ein Dilemma, vor dem aktuell auch die Gemeinden im Bezirk Horn stehen. Schon längst können mit den Einnahmen die zahlreichen Gemeindeausgaben nicht mehr gedeckt werden. Im EU-Vergleich zählen Österreichs Kommunen sogar zu den finanzschwächeren, wie eine aktuelle Studie des KDZ-Zentrum für Verwaltungsforschung zeigt.
- Ehrenamtliche leifern das Mittagessen in Kindergarten und Volksschule - damit kann das Essen weiterhin günstig angeboten werden.
- Foto: Gemeinde Sankt Bernhard-Frauenhofen
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Viel Spielraum haben die Bürgermeister also nicht. So manches Projekt muss verschoben werden. Der Spardruck ist groß – auch in der Gemeinde Sankt Bernhard-Frauenhofen erzählt Orts-Chefin Gabriele Kernstock. „Die größte Sorge besteht darin, dass die finanziellen Spielräume für zukünftige Investitionen immer kleiner werden“, sagt Sankt Bernhard-Frauenhofens Bürgermeisterin Gabriele Kernstock. Die Gründe dafür seien vielfältig: „Steigende Energiekosten, wachsende Personalkosten sowie deutlich höhere Baukosten schränken den finanziellen Handlungsspielraum zunehmend ein.“
- Auch Perneggs Bürgermeister Andreas Nendwich beschreibt die Lage als angespannt.
- Foto: Gemeinde Pernegg/Waldviertel
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Wasser- und Abwasserinfrastruktur müssen verschoben werden. Kernstock betont, dass die Gemeinde weiterhin klare Prioritäten setzt: „Unsere Prioritäten liegen bei einer funktionierenden Infrastruktur, der Sicherheit der Bevölkerung und Investitionen, die den Bürgern langfristig zugutekommen.“ Auch Perneggs Bürgermeister Andreas Nendwich beschreibt die Lage als angespannt: „Den finanziellen Druck spüren wir derzeit in nahezu allen Bereichen.“ Besonders betroffen sind Energie, Personal, Kinderbetreuung, Pflege und Infrastruktur.
- Herbert Gallée aus Röhrenbach: „Da unser Kanalnetz samt Pumpwerken in die Jahre gekommen sind, haben wir immer wieder kostenintensive Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten durchzuführen.“
- Foto: Gemeinde Röhrenbach
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Ähnlich sieht das Herbert Gallée aus Röhrenbach: „Da unser Kanalnetz samt Pumpwerken in die Jahre gekommen sind, haben wir immer wieder kostenintensive Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten durchzuführen.“ Beide Gemeindeoberhäupter sehen Sparen als notwendig an, ziehen aber klare Grenzen. „Sparen darf nicht zulasten der Grundversorgung und der Lebensqualität gehen!“, sagt Nendwich. Kernstock ergänzt: „Auf Bereiche wie Bildung, Kinderbetreuung, die Unterstützung unserer Senioren sowie die grundlegende Infrastruktur dürfen wir auch in finanziell schwierigen Zeiten nicht verzichten.“ Aufgeschobene Investitionen verschwinden nicht, sie werden meist nur teurer.
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