Covid-19
Das Revival des Gästebuchs und andere Ideen zum Schutz

Gästelisten und Applikationen sollen Contact-Tracing erleichtern.
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INNSBRUCK. Jahrelang galt ein Gästebuch als Aushängeschild für das jeweilige Lokal. In unterschiedliche Art und Weise hinterließen die Gäste ihre Eindrücke über das gastronomische Erlebnis der Nachwelt. Jetzt scheint das Gästebuch eine Auferstehung feiern zu können. Als unterstützende Maßnahmen zum Contact-Tracing, sowie Gästelisten oder Webapplikationen.

Contact-Tracing

Infektionsketten können im COVID-19-Verdachtsfall nur durch schnelle Informationen und die enge Zusammenarbeit mit den Behörden unterbrochen werden. In Bayern gibt es ein zweiseitiges Blatt zur "Erhebung von Kontaktdaten von Gästen in der Gastronomie zur Bekämpfung der Corona-Pandemie gemäß „Hygienekonzept Gastronomie der Bayerischen Staatsministerien für Gesundheit und Pflege und für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie“ in Verbindung mit § 13 Abs. 4 Satz 3 der Vierten Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung." In Oberösterreich gibt eine freiwillige Gästeregistrierung in der Gastronomie mit einem Formblatt.

Auch in Tirol könnten solche Lösungen umgesetzt werden. Grüne Tirol Gesundheitssprecher Gebi Mair appelliert: "„Ich bitte [...] die Gastronomen um ihre Unterstützung im andauernden Kampf gegen die unkontrollierte Ausbreitung des Coronavirus. Eine freiwillige Registrierung von Gästen würde die Nachverfolgung von Kontakten bei auftretenden Infektionen deutlich erleichtern.“ Schließlich will kein Lokal als Corona-Hotspot in den Medien stehen. Mair vermutet aus diesem Grund sogar, dass Infektionen oftmals verschwiegen werden, was keinesfalls passieren darf. Alle Beteiligten haben eine große Verantwortung sowie eine moralische Verpflichtung, mahnt der Grüne Politiker. Die Tiroler Grünen würden es daher begrüßen, wenn die Tiroler Gastronomie Verantwortung übernehmen würden und ein einfaches Datenblatt im Eingangsbereich mit Name und Zeitraum des Besuchs zum Ausfüllen, auslegen würden. "Ja, das bedeutet einen minimalen zusätzlichen Aufwand für Gastronomen. Aber wenn es zu einem Vorfall kommt, ist es eine erhebliche Erleichterung für alle", argumentiert Mair.

Appell der jungen Roten

Johannes Reinstadler, Vorsitzender der Jungen Generation in der neuen SPÖ Tirol, sieht die Regelung auch für Tirol umsetzbar: „Wir hatten in Innsbruck bereits Gastronomielokale mit erkrankten Besuchern, diesbezüglich wurde sogar ein öffentlicher Aufruf gestartet, weil man die anwesenden Lokalbesucher nicht mehr kontaktieren konnte. Durch eine Eintragungsliste wären solche Aufrufe nicht mehr notwendig, das Kontaktieren der betroffenen Personen würde enorm erleichtert und es wäre somit für mehr Sicherheit gesorgt.“ Das Kontakt-Tracing verschaffe, laut der Jungen Generation in der SPÖ, auch den Behörden einen Zeitvorsprung. „Bei unserem Vorschlag appellieren wir an die Eigenverantwortung der Gastronomie aber auch der Gäste, sich freiwillig einzutragen um die Allgemeinheit zu schützen.“

Anzengruber begrüsst jede Initiaitve

Innsbrucks Vizebürgermeister und Covid-19-Einsatzleiter Johannes Anzengruber begrüsst jede Initiative, die das Contact-Tracining im Notfall vereinfacht und beschleunigt. "Bei verschiedenen Veranstaltung setzt die Innsbrucker Gastronomieszene bereits auf Gästelisten, eine wichtige unterstützende Maßnahme, wenn es zu einem Corona-Fall kommt", erinnert Anzengruber an die vergangenen Tage, in denen das Contact-Tracing nach einem Gastro-Besuch eine große Rolle spielte. "Die Fragen des Datenschutzes ist natürlich berechtigt und verständlich, daher sollte auch hier von Anfang an Transparenz gehandhabt werden", setzt Anzengruber auf eine entsprechende Kommunikation. Anzengruber sieht auch in der Weiterentwicklung verschiedenster Handy-Apps und Applikationen eine Chance, das Contact-Tracining rasch umsetzen zu können. "Die Wichtigkeit des Contact-Tracining bei der Durchbrechung einer Infektionskette ist enorm, daher ist jede Initiative und kreative Lösung ein wichtiger Beitrag."

Applikation hilft Veranstaltern

„Das sukzessive Wiederhochfahren der Veranstaltungswirtschaft verlangt klare Spielregeln, um Besucherinnen und Besuchern Sicherheit zu geben und Veranstalterinnen und Veranstaltern Rechtssicherheit zu gewährleisten. Mit der neuen Check-in-Möglichkeit über das Smartphone macht oeticket Veranstaltungen sicherer. Gemeinsam mit den Besucherinnen und Besuchern können Veranstalterinnen und Veranstalter über die Technologie rasch dazu beitragen, die Infektionskette transparent zu machen und damit in Zukunft zu unterbrechen“, berichtet oeticket-CSO Birgit Gerstl. In oeticket.CheckIn können Veranstaltungsbesucher ihre Daten bereits vor Eventbeginn hinterlegen und mittels Scan vor Ort verifizieren. Sind alle Daten erfasst, erscheint am Smartphone-Display ein grünes Symbol, mit dem das Einlasspersonal den Zutritt gewährt. In Übereinstimmung mit der EU-Datenschutzgrundverordnung werden die Daten auf den sicheren europäischen Servern von CTS EVENTIM für einen vorher definierten Zeitraum gespeichert und dann automatisch gelöscht.

Sichere Zusammenarbeit mit den Behörden

Erst im COVID-19-Verdachtsfall im Zusammenhang mit einem Event übermittelt der Veranstalter die Daten für das Contact-Tracing an die Behörde. Durch die Möglichkeit, Veranstaltungsbereiche in einzelne Sektoren zu unterteilen, müssen nicht automatisch die Daten aller Besucher offengelegt werden, sondern nur jene aus dem relevanten Umfeld. Die Abgrenzung einzelner Besuchergruppen ermöglicht ein rasches und präzises Contact-Tracing und schützt die Daten der restlichen Besucher. oeticket.CheckIn kann flexibel konfiguriert werden, um lokalen behördlichen Auflagen zu genügen.

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