14.04.2017, 09:00 Uhr

Sport ist bei Lungenerkrankungen nicht tabu

Leichte, körperliche Bewegung verbessert die Funktion der Lunge und stärkt die Atemmuskulatur. (Foto: nandyphotos - Fotolia.com)

Lange Zeit als „Raucherlunge“ abgetan gilt die chronische Lungenkrankheit COPD heute als eine der schwerwiegendsten Erkrankungen weltweit. Leichte sportliche Aktivitäten können den Krankheitsverlauf positiv beeinflussen.

Müdigkeit, Husten und Atemnot sind häufig auftretende Symptome bei COPD. Aus Angst davor, keine Luft zu bekommen, meiden viele Betroffene körperliche Anstrengung. Sofern keine ärztlichen Einwände bestehen zu Unrecht. Ein Training im niedrigen Belastungsbereich stärkt die Funktion der Lunge und wirkt einer Verschlechterung der Krankheit entgegen.

Die richtige Dosis

Die Lungenerkrankung lässt sich in vier Krankheitsstadien unterteilen, beginnend vom Anfangsstadium hin zur sehr schweren Form. Bei leichten Verlaufsformen sind Ausdauersporten wie Nordic Walking, Wandern, Radfahren und Golf empfehlenswert. Ist die Krankheit bereits weiter fortgeschritten, sind Sportarten mit geringem Sauerstoffverbrauch wie Angeln und Tai Chi besser geeignet. Gänzlich ungeeignet sind Tauchsportarten und Höhensport.

Mit dem Arzt abstimmen

Der Trainingsplan sollte stets mit dem Arzt abgestimmt sein. Eine individuell angepasste Trainingsintensität in Kombination mit einer guten medikamentösen Einstellung wirken einer plötzlichen Kurzatmigkeit entgegen. Patienten sollten darüber hinaus gut mit ihren eigenen Kräften haushalten und eine Überlastung meiden. Kommt es während des Trainings dennoch zur Atemnot, kann die sogenannte Lippenbremse helfen: Atmen Sie dazu mehrere Minuten durch die Nase ein und lassen Sie die Luft langsam durch gespitzte Lippen entweichen.
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