Auch Heuschrecken sind gefährdet
Warum „Flip“ ums Überleben kämpft

Auf Wiesen und Feldern daheim aber auch auf der Strasse anzutreffen: Grashüpfer.
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  • Auf Wiesen und Feldern daheim aber auch auf der Strasse anzutreffen: Grashüpfer.
  • hochgeladen von Sonja Hochfellner

Wie viele Insektenarten kämpfen auch die kleinen Springer vermehrt um ihren Lebensraum. Auch die Heuschrecke hat es mittlerweile auf die Liste der gefährdeten Tierarten geschafft.

Bedrohung in Zahlen

25,7 Prozent der Heuschreckenarten sind bedroht. Eine erschreckende Zahl wenn man die Nützlichkeit dieser Tierchen bedenkt. Einer der Gründe für die Gefährdung der Heuschrecken sind ihre oft extrem kleinen Verbreitungsgebiete. Viele Arten kommen nur in speziellen Regionen oder sogar nur auf einzelnen Berghängen oder Wiesen vor. Jede Veränderung der Landnutzung auf diesen kleinen Flächen kann daher schnell zum Aussterben von Arten führen.

Untypische "Geburt"

Anders als zum Beispiel Fliegen oder Schmetterlinge machen die Heuschrecken nicht eine Verwandlung vom Ei über eine Larve und eine Puppe bis zum fertigen Insekt durch. Vielmehr schlüpfen aus Eiern Heuschreckenlarven. Ohne Verpuppung sondern durch mehrfache Häutung, bei der der Panzer abgestreift wird, verwandeln sich diese dann in das fertige Insekt. Dieser Prozess dauet eine ganze Weile.

Grille, Grashüpfer und Co.

Heuschrecke ist eigentlich ein Überbegriff, für alle Insekten, mit langen Hinterbeinen zum Springen. Umgangssprachlich werden aber Laub- und Feldheuschrecken auch als solche bezeichnet. Die Grobeinteilung unterscheidet Langfühlerschrecken und Kurzfühlerschrecken. Alle Insekten dieser Gattung mit langen, antennenähnlichen Fühlern zählen zu den Grillen. Grashüpfer hingegen haben ausgeprägt kurze Fühler und sind somit von allen anderen gut zu unterscheiden.

Heuschreckenplagen

Die Menschen in früherer Zeit hatten mit den Heuschrecken keine Freude. Ganz im Gegenteil denn aus biblischer Sicht galt eine Heuschreckenplage als schlechtes Omen bzw. Strafe Gottes. Es handelt sich um eine der Plagen, die über Ägypten hereinbrach, weil der Pharao das Volk Israel nicht ziehen lassen wollte. Es gibt Überlieferungen aus dem Mittelalter die wirklich solche Heuschreckenplagen belegen.

Lebensraum

Sie lieben die Wärme und sitzen gerne in der prallen Mittagssonne. Das heißt aber nicht, dass sie nur in trockenen und heißen Gefilden vorkommen. Auch wenn viele Menschen Heuschrecken vor allem von Wiesen kennen, sind die Lebensraumansprüche der Arten dennoch höchst unterschiedlich. Es gibt kaum ein Lebensraum, der nicht besiedelt wird. Spezialisten wie der Kiesbank-Grashüpfer leben ausschließlich auf Kiesbänken der Alpenflüsse. Und auch eine Gattung die es Untertage aushält gibt es.

Was schadet ihnen?

Wie den meisten Insekten und spezialisierten Arten erfolgt die Bedrohung dadurch, dass ihr Lebensraum durch den Klimawandel, die Landwirtschaft, Verbauung von Wiesenflächen und viele weitere Einflüssen zerstört wird. Finden sie keinen passenden Ort, für eine Eiablage, ist ihr Fortbestand gefährdet. Arten sterben aus und verschwinden von unserem Planeten. In weiterer Folge zieht dies auch Kreise zum Beispiel bis in die Vogelwelt, da Insekten ihre bevorzugte Nahrung darstellen.

Die kleinen Hüpfer der Wiesen und Felder sind also schutzbedürftig. Auch hier kann, wie in vielen Bereichen der Natur, nur ein rasches Umdenken noch Schlimmeres verhindern.

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