JuThe-Komödienpremiere
"Tom, Dick und Jane" begeisterte Publikum
- Da ist gerade einiges aus dem Ruder gelaufen, als Sozialarbeiterin Potter zur Überprüfung kommt, ob Tom und Jane einem Adoptivkind ein gutes Umfed bieten können.
- hochgeladen von Hans Georg Ainerdinger
Wenn das eine Sommerkomödie ist, wird es ein heißer Sommer: Absurde Komik ist das Markenzeichen des englischen Autors Ray Cooney. Im JuThe, dem Judenburger Theater in der Mauer, präsentierte das Ensemble bei der ausverkauften Premiere von „Tom, Dick und Jane“ ein mitreißendes Pointenfeuerwerk.
JUDENBURG. Theaterleiterin Helene Kogler, die gemeinsam mit Peter Schmid Regie bei der Sommerkomödie führte, sagt: „Ich liebe Cooney-Stücke, weil da immer etwas passiert, mit dem man nicht rechnet!“ Das kommt gut beim Publikum an, stellt für die Schauspieler:innen jedoch eine große Herausforderung im Timing dar – eine Herausforderung, die hervorragend gemeistert wurde. „Die Darsteller:innen haben sich schon bei der Probenarbeit großartig eingebracht!“
Darsteller und Rollen
Peter Schmid als äußerst situationselastischer Ehemann Tom. Isabella Krassnitzer als seine ihn liebende, aber ziemlich blind vertrauende Gattin Linda. Christian Kogler als Toms Zoll und reguläre Arbeit vermeidender Bruder Dick. Katharina Kreiter als quirlig Wahnsinnsideen umsetzende Schwester Jane.
Philipp Diethard als mit ständig neuen Seltsamkeiten konfrontierter Cop. Tanja Perchtold als gestreng die Eignung für eine Adoption überprüfende Sozialarbeiterin Mrs. Potter. Unnachahmlich auch die heimlich im Van mitgekommenen Grenzkontrollvermeider: der Trompete und Brandy liebende, außerdem auf die messerbewaffnete Nadine Kleinferchner aufpassende Berno Temmel. Und schließlich als für eine überraschende Wendung sorgender Syndikatsboss Karl Lach sorgen für einen schwungvollen, immer überraschenden, heiteren Komödienabend.
Die Story
Tom und Linda Kerwood leben in einem gemieteten Haus, denn der Kaufpreis ist für sie zu hoch. Linda ist eine sehr engagierte Hausfrau, und ihr größter Wunsch ist es, Mutter zu werden. Deshalb haben sie sich an eine Adoptionsagentur gewandt. Nun hängt alles vom Interview mit der Sozialarbeiterin Mrs. Potter ab, die die Nachschau hält.
Alles ist vorbereitet – wenn da nicht die liebe Verwandtschaft wäre. Bruder Dick ist mit der Miete bereits zwei Monate im Rückstand. „Wie die Zeit vergeht!“, seufzt er. Er hat den Van vom Bruder ausgeliehen und ist damit heimlich nach Calais gefahren, um Zigaretten und Brandy zu schmuggeln.
Jane, die zeitweise im Leichenschauhaus arbeitet, taucht mit einem Koffer auf. „Was die Studenten da so alles liegen lassen...“, meint sie. Ihre Idee: den Hauskaufpreis zu minimieren, indem sie etwas im Garten vergraben. Als schließlich auch noch ein Polizist auftaucht, seufzt Dick resigniert: „Jetzt kann’s nur noch besser werden!“
Termine
Eingeleitet wird die noch am 6., 8., 13. und 14. Juni gespielte Sommerkomödie vom optimal passenden Rian-Song „Verwandtschaftstreffen"
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