Ortsreportage
Drei Wahrzeichen, 6.000 Jahre Geschichte und ein besonderer Ort: Tieschen
- Der Königsberg über Tieschen ist ein historischer Schatz: Rund um den ehemaligen Vulkan reichen die Spuren menschlicher Besiedlung fast 6.000 Jahre zurück.
- Foto: Gemeinde Tieschen
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„Lieben & Leben im Steirischen Vulkanland“ – kaum ein Leitspruch könnte Tieschen besser beschreiben. Eine Gemeinde mit fast 6.000 Jahren Geschichte, hoher Lebensqualität und drei Wahrzeichen, die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft miteinander verbinden: der Königsberg, die Franziskus-Statue und die neue Friedensmauer in Pichla.
Königsberg von großem historischem Wert
Drei Wahrzeichen zeigen die Einzigartigkeit von Tieschen. Eines davon ist der Königsberg, der über dem Ortskern thront. Rund um diesen besonderen Platz haben sich Menschen bereits vor mehr als 5.000 Jahren niedergelassen. Archäologische Funde belegen diese außergewöhnlich lange Siedlungsgeschichte, die Tieschen zu einem der bedeutendsten historischen Plätze im Steirischen Vulkanland macht.
- Archäologische Forschungen machen sichtbar, wie Menschen diesen besonderen Platz bereits seit Jahrtausenden als Lebensraum nutzten.
- Foto: C. Bieber
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Auch der heurige Forschungsmonat mit dem abschließenden Forschungsfest für alle interessierten Besucher konnte wieder die außergewöhnliche Bedeutung des Königsbergs belegen. Damit besitzt Tieschen ein Alleinstellungsmerkmal, das weit über die Region hinaus Bedeutung hat.
Doch die Gemeinde Tieschen ruht sich nicht auf ihrer großen Vergangenheit aus. Sie entwickelt sich sehr positiv weiter und bringt ihre gewachsene Identität mit dem Leitspruch „Lieben & Leben im Steirischen Vulkanland“ exakt auf den Punkt.
Franziskus-Statue steht für Gemeinschaft
Ein weithin sichtbares Wahrzeichen erhebt sich zwischen Kirche und Ortszentrum: die neun Meter hohe Franziskus-Statue. Sie steht sinnbildlich für Verbundenheit, Zusammenhalt und einen achtsamen Umgang mit Mensch, Tier und Natur. Rund um den Marktplatz zeigt sich aber auch, was eine lebendige Gemeinde ausmacht.
- Ein weiteres Wahrzeichen von Tieschen ist die neun Meter hohe Franziskus-Statue zwischen Kirche und Ortszentrum.
- Foto: Herwig Brucker
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Tieschen ist ein Ort, der vieles bietet, was anderswo vielleicht schon verloren gegangen ist. Für rund 1.200 Einwohner verfügt Tieschen über eine Nahversorgung, die ihresgleichen sucht. Ärztliche Betreuung, Kaufhaus, Tankstelle, Fleischerei und zahlreiche Dienstleistungen befinden sich direkt im Ort. Insgesamt sorgen zusätzlich 127 Betriebe für Arbeitsplätze, regionale Wertschöpfung und hohe Lebensqualität.
Auch die Belebung des Ortskerns ist in Tieschen keine leere Floskel. Mit der Mahü-Markthütte wurde eine gern angenommene Möglichkeit geschaffen, die Vereinen und Veranstaltern das Bewirten erleichtert und den Ortsplatz bei verschiedensten Veranstaltungen noch stärker zu einem lebendigen Treffpunkt macht.
- Auch das Team von „Steiermark heute“ mit Erich Fuchs machte sich vor Ort ein Bild von Ronny Ritters außergewöhnlichem Projekt.
- Foto: Gemeinde Tieschen
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Die Friedensmauer knüpft neue Bande
Neben Königsberg und Franziskus-Statue wächst in Pichla ein neues Wahrzeichen: die Friedensmauer. Gegenüber dem ehemaligen Vulkanlandstadl Unger entsteht ein Ort, an dem Menschen aus aller Welt zusammenkommen. Die Idee der Initiatoren Ronny und Margit Ritter ist außergewöhnlich: Aus einer trostlosen Betonwand wurde ein stattliches Kunstprojekt und zugleich ein Symbol für Frieden, Freiheit und Brüderlichkeit.
Jedes teilnehmende Land erhält ein ausgelostes Feld, das von einer dort geborenen Person mit der Flagge des Heimatlandes bemalt wird. Über 50 Nationen aus aller Welt sind bereits auf der Mauer verewigt. Politik und Religion haben bewusst keinen Platz. Die Friedensmauer und ihre Botschaft sprechen sich immer weiter herum. Bürgermeister Martin Weber berichtet, dass bereits viele Ausflugsgäste gezielt nach Tieschen kommen, um dieses besondere Projekt zu besuchen – oftmals allein aufgrund von Mundpropaganda.
- Die neue Friedensbrücke ist ein Symbol für Zusammenhalt und Frieden.
- Foto: Gemeinde Tieschen
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Ein beliebtes Ausflugsziel für Gäste
Eine besondere Stärke ist der Weinbau. Die berühmten TAU-Winzer, der Wein-Wanderweg und die zahlreichen Buschenschänken ziehen Gäste aus nah und fern an.
- Die TAU-Winzer prägen mit ihrer Weinkultur und ihrer Bewirtschaftung die Landschaft rund um Tieschen.
- Foto: MeinBezirk/Gerda Sammer-Schmidt
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Ein legendärer Höhepunkt steht heuer am 4. Oktober bevor, wenn das Kellergassenfest sich zum 30. Mal jährt. Mit rund 3.000 bis 4.000 Besuchern zählt es zu den beliebtesten Veranstaltungen der Region. Der Weinbauverein war dabei schon von Anbeginn Vorreiter und setzte früh auf Qualität und Nachhaltigkeit, etwa mit heimischen Säften und gestielten Weingläsern statt Bechern. Die Weinkultur gehört praktisch zum Lebensgefühl der Gemeinde. Buschenschänken, Winzerbetriebe und regionale Kulinarik laden das ganze Jahr über dazu ein, ihre besondere Genusskultur kennenzulernen.
- Foto: MeinBezirk/Gerda Sammer-Schmidt
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Tieschen ist längst auch ein touristischer Anziehungspunkt. Die Nächtigungszahlen konnten etwa im JUFA Hotel, im Winzerhotel, bei „Himmlisch Urlauben“ oder in den zahlreichen Privatzimmern und Ferienunterkünften gesteigert werden. Beliebt ist die Marktgemeinde außerdem als Hochzeitsdestination für Brautpaare aus aller Welt. Veranstaltungen wie das Kellergasslfest oder das Weinblütenfest locken Jahr für Jahr Tausende Besucher an.
Echte Freizeit vor der Haustüre
Tieschen hat früh erkannt, dass Lebensqualität nicht selbstverständlich ist. Seit vielen Jahrzehnten investiert die Gemeinde in die Entwicklung als Wohn- und Lebensgemeinde. Drei Spielplätze im Gemeindegebiet, ein familienfreundliches Freibad als regionaler Treffpunkt, Beachvolleyball, Tennisplatz, Stocksport und zahlreiche Wander- und Radmöglichkeiten sorgen für ein vielfältiges Freizeitangebot. Und dank der landschaftlichen Idylle liegt die Erholung hier praktisch vor der eigenen Haustüre.
- Foto: MeinBezirk/Gerda Sammer-Schmidt
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Investitionen in Lebensqualität
Bürgermeister Martin Weber ist besonders stolz darauf, den Familien in Tieschen eine verlässliche Betreuung bieten zu können. Seit dem vergangenen Jahr wird eine Ganztagsbetreuung angeboten, ab Herbst kann jedes Kind mit Betreuungsbedarf aufgenommen werden.
Eine 100-prozentige Versorgung, die nicht selbstverständlich ist und die Gemeinde als Wohn- und Lebensstandort attraktiv macht. Parallel dazu wurde gemeinsam mit der Mittelschule St. Anna am Aigen in eine Schule investiert, die ihresgleichen sucht.
- Vom Kindergarten bis zur Schule: Tieschen investiert in Zukunft
- Foto: Gemeinde Tieschen
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Infrastruktur wird laufend erweitert
Auch die Infrastruktur wird laufend modernisiert. Trinkwasser- und Abwasserentsorgung zählen zu den großen Zukunftsprojekten, ebenso die notwendige Weiterentwicklung der Kläranlage. Seit drei Jahren ist Tieschen bereits zu 100 Prozent mit Glasfaser versorgt und bietet damit beste Voraussetzungen für Familien und Betriebe.
- Bürgermeister Martin Weber führt die Agenden der Marktgemeinde seit vielen Jahren, zur Zufriedenheit der Gemeindebürgerinnen und Bürger
- Foto: Gemeinde Tieschen
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Auch Projekte, die nicht auf die große Glocke gehängt werden, tragen zur Lebensqualität bei: So wird die Aunbergstraße neu errichtet, mit geplanter Fertigstellung 2027 und Gesamtkosten von rund 50.000 Euro. Neu sind auch sieben Naturchalets, die gerade errichtet werden und den Tourismusstandort weiter aufwerten.
Damit zeigt Tieschen, wie eine ländliche Gemeinde erfolgreich Zukunft gestalten kann. Oder, wie es die Menschen in Tieschen selbst treffend formulieren: „Lieben und Leben im Steirischen Vulkanland“ – und das seit über 5.000 Jahren. Der Königsberg erzählt die Geschichte, die Franziskus-Statue zeigt den Weg zur Gemeinschaft und die Friedensmauer trägt die Botschaft hinaus in die Welt.
- Eines der drei Wahrzeichen Tieschens: Der Königsberg steht für die tiefen historischen Wurzeln einer Gemeinde mit fast 6.000 Jahren Geschichte.
- Foto: Herwig Brucker
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Mehr Infos zu den unterstützenden Betrieben
Marktgemeinde Tieschen
Ressourcenpark Ratschendorf


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