10.08.2016, 11:16 Uhr

E-Feldbach bis zum Jahr 2030

Aufgetankt: Josef Ober (2.v.r.) und die Projektpartner an der Ladestation am Hauptplatz.

630 Pkws auf 1.000 Einwohner: Das ist zu viel! Wenigstens die Gemeinde stellt jetzt auf Strom um.

Die Vision des Steirischen Vulkanlandes in Sachen Energieunabhängigkeit bis 2025 ist das eine, der Fahrplan der Stadt Feldbach in puncto E-Mobilität bis 2030 das andere. Beide Bestrebungen haben etwas – genau genommen sind es zwei Dinge – gemeinsam: Man schlüpft in eine ökologische und soziale Vorreiterrolle. Und: Vulkanland-Obmann und Bürgermeister Josef Ober hat seine Finger im Spiel.
Was den Maßnahmenplan für die Stadt betrifft, will er Gemeindemitarbeiter und Bürger gleichermaßen in die Pflicht nehmen. Grob umrissen sieht das Programm drei Schwerpunkte vor: Fuhrparkumstellung der kommunalen Fahrzeugflotte bis 2030, Ausbau des Netzes an E-Ladestationen sowie Bewusstseinsbildung unter Gemeindemitarbeitern, Bürgern, Touristen und in Betrieben.
Das Engagement der Stadtgemeinde im Bereich E-Mobilität reicht zwei Jahre zurück. Die Initialzündung gewissermaßen gab der unrühmliche Motorisierungsgrad in der Region. Er ist mit rund 630 Pkws auf 1.000 Einwohner einer der höchsten in Österreich. Geht es allerdings nach Ober und den Partnern, wird Feldbach nicht lange Nachzügler bleiben.

Das Laden ist gratis

Aber wie will die Stadt Feldbach in der E-Mobilität aufholen? "Die Gemeinde wird nicht Mobilitätsanbieter werden. Das überlassen wir den bewährten Betrieben." Sehr wohl werde die Stadt beim Ausbau der Infrastruktur mithelfen. Im Rahmen des Radfahrkonzepts werden Radfahrabstellplätze mit Fotovoltaik-Überdachung gebaut. Zu den bereits 5 bestehenden Ladestation kommen 12 weitere hinzu. Das Laden ist vorerst bis 2020 gratis. Und der Strom ist "öko". Die Stadtgemeinde produziert derzeit mit drei Fotovoltaik-Anlagen (17 kWp) Eigenstrom aus erneuerbarer Energie.
Freilich geht die Gemeinde selbst mit gutem Beispiel voran. Ober lässt ein E-Poolfahrzeug für die Erledigung von Dienstwegen anschaffen. Geprüft wird derzeit der potenzielle Umstieg auf Elektrofahrzeuge. Analysen des Fuhrparks laufen.
"Emobility Works" nennt sich dieses Projekt, in dem gemeinsam mit der "Grazer Energie-agentur" für die nächsten Jahre Lösungen für Feldbach ausgearbeitet werden.

Projektpartner

Emobility Works ist ein Projekt der Stadt Feldbach und der "Grazer Energieagentur". Weitere Partner: Energie Steiermark AG, WK Steiermark, Wirtschaftsinitiative Nachhaltigkeit
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