vertreibung aus tschechien

Beiträge zum Thema vertreibung aus tschechien

Präsident Höchtl zu 75 Jahre Vertreibung

1945 wurden 3,2 Millionen Deutschsprachige aus der Tschechoslowakei vertrieben. Der Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Völkerverständigung Prof. Dr. Josef Höchtl kritisiert Vertreibung von Menschen als schwerste Menschenrechtsverletzung. Er selbst ist Sohn von vertriebenen Südmährern aus Joslowitz und Gutenfeld (beide Gemeinden grenzen an NÖ). Höchtl hielt auf Einladung der Sudetendeutschen Landsmannschaft (wo alle deutschsprachigen Gruppen, darunter Südmährer, Nordmährer,...

  • Horn
  • Viola Rosa Semper
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100 Jahre nach dem Ersten Weltkrieg, 73 Jahre nach der Vertreibung aus Frain an der Thaya: Heimkehr der Toten

An die Vertreibung der deutschstämmigen Südmährer nach dem Zweiten Weltkrieg aus der damaligen Tschechoslowakei erinnern vor allem entlang der niederösterreichisch-tschechischen Grenze zahlreiche Gedenkstätten. An die Vertreibung der Bewohner von Frain an der Thaya / Vranov nad Dyjí erinnern gleich zwei Denkmäler. Nachdem der Weg von Pomitsch / Podmyčezur Staatsgrenze bei Felling neu angelegt und der Grenzübergang für Radfahrer und Fußgänger geöffnet worden war, wurde 2005 auf...

  • Hollabrunn
  • Günther Z

Gedenkveranstaltung und Buchpräsentation gegen das Vergessen

Am 14. und 15. August 2018 wurde in Znaim an der Thaya / Znojmo nad Dyije und Unterretzbach an die Vertreibung der Südmährer nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges erinnert. Am 15. August 2018 - Maria Himmelfahrt - fand wieder einmal das traditionelle Treffen der heimatvertriebenen Südmährer des Kreises Znaim statt. Dieses Treffen - bestehend aus einer Feldmesse (gehalten vom ehemaligen Domdekan Karl Rühringer) und anschließenden Festreden - wurde beim Heimatdenkmal des Kreises Znaim in...

  • Hollabrunn
  • Günther Z
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Vertriebenengedenkstein Schaffa

An der B30 zwischen Langau und Riegersburg erinnert ein 1987 errichteter Gedenkstein an die am 27. Juni 1945 erfolgte Vertreibung der deutschstämmigen Bewohner (430 Personen) aus Schaffa / Šafov in Südmähren. Über die Vertreibung der Südmährer - in diesem Fall jene des ehemaligen Kreises Znaim an der Thaya - berichtet das 2017 erschienene Buch “Kreis Znaim Südmähren - Die Vertreibung aus der Heimat 1945 - 1946” mit Berichten aus allen Orten des Kreises. Am 14. August 2018 um 1830 Uhr wird...

  • Horn
  • Günther Z
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Gedenkstein gegen das Vergessen - Stallek

Der 1985 errrichtete Gedenkstein an der Straße von Langau nach Heinrichsreith erinnert an die am 26. Juni 1945 erfolgte Vertreibung der deutschstämmigen Bewohner von Stallek (heute: Stalky) in Südmähren. Über die Vertreibung der Südmährer - in diesem Fall jene des ehemaligen Kreises Znaim an der Thaya - berichtet das 2017 erschienene Buch “Kreis Znaim Südmähren - Die Vertreibung aus der Heimat 1945 - 1946” mit Berichten aus allen Orten des Kreises. Am 14. August 2018 um 1830 Uhr wird die...

  • Horn
  • Günther Z
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Doppellesung: Corinna Antelmann & Gabriele Vasak

Doppellesung zum Thema "Die Vertreibung und die Flucht" im Alten Schl8thof Wels: Corinna Antelmann liest aus ihrem Roman "Hinter die Zeit" & Gabriele Vasak stellt ihren Roman "Den Dritten das Brot" vor. WANN & WO: 25.05.2016, 19:30 Uhr Eintritt 5 € (inkl. Suppe) Alter Schl8hof Dragonerstraße 22 A-4600 Wels Über die Bücher: "Hinter die Zeit"/ Corinna Antelmann: »Als Irina die Augen wieder öffnet, liegen gehäckselte Überbleibsel auf dem Feld, das Spreu ist vom Getreide...

  • Wels & Wels Land
  • Septime Verlag
Hermine wurde aus ihrer Heimat, dem Sudetenland, vertrieben und fand in Ramsau die Liebe ihres Lebens, Josef Hackl.

"Auch ich war ein Flüchtling"

Die Ramsauerin Hermine Hackl wurde als jugendliche Sudetendeutsche aus ihrer Heimat vertrieben. HAINFELD/RAMSAU. "Wir saßen mit den Eltern am Mittagstisch und draußen gingen die Tschechen auf der Straße mit Block und Bleistift spazieren. Sie begutachteten die Häuser und machten Notizen. Einige Tage später krachte eine fremde Familie bei der Tür herein, setzte sich und aß unser bescheidenes Mahl. Dann erklärten sie, wir sollen verschwinden." Flucht oder Tod Was nach einem schlechten Krimi...

  • Lilienfeld
  • Markus Gretzl
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Fortsetzung: Vertrieben (55)

Die wahre Geschichte eines kleinen Mädchens Autorin: U. Hillesheim © Es ist schon dunkel, als unser Zug am 24. April 1946 Gießen erreicht. Was würde nun kommen? Das erste, was wir am Zielort hören, ist eine Männerstimme: „Alle in de Wage drinbleibe, alle in de Wage drinbleibe“! „Merkt euch das Wort“, sagt Muttl, „es ist das erste Wort, das wir in unserer neuen Heimat vernommen haben“. Mit unserem Gepäck bringt man uns in das bahnhofsnahe ehemalige Hotel Lenz. Registrierung, vorsorgliche...

  • Stmk
  • Bruck an der Mur
  • Alexander Moser
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Fortsetzung: Vertrieben (54)

Die wahre Geschichte eines kleinen Mädchens Autorin: U. Hillesheim © Furth im Walde heißt unser Grenzort auf deutscher Seite. Aussteigen, Verpflegung (Suppe), Registrierung, vorsorgliche Entlausung (Zum ersten Mal lerne ich DDT-Pulver kennen), Toilettengang. An den primitiven Toiletten sind die Wände über und über beschmiert und beschriftet mit Nachrichten jeglicher Art. Ich lese mit Interesse. Meist wird nach Angehörigen gesucht oder ihnen einen Nachricht hinterlassen. „Liebes Annerl,...

  • Stmk
  • Bruck an der Mur
  • Alexander Moser
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Fortsetzung: Vertrieben (53)

Die wahre Geschichte eines kleinen Mädchens Autorin: U. Hillesheim © Vor uns ragt ein riesiger düsterer Bau auf: Schloss Janowitz. Rings ist er von Mauern oder festen Zäunen umgeben. Alle Eingänge werden strengstens von bewaffneten Tschechen bewacht. Bald wird unser Gepäck abgewogen und zugleich auch durchsucht. Was den Tschechen gefällt, wird uns abgenommen. Sieh da, wir haben angeblich zu viel an Gepäck, mehr als die erlaubten 50 Kilogramm. Augenblicklich müssen wir eines der Bündel...

  • Stmk
  • Bruck an der Mur
  • Alexander Moser
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Fortsetzung: Vertrieben (52)

Die wahre Geschichte eines kleinen Mädchens Autorin: U. Hillesheim © Vor dem Palmsonntag sind Adelheid und ich Palmkatzerlen sammeln gegangen. Wir finden viele am Schieferbruch nahe dem Friedhof. Ich klettere auf eine der Weiden. Sanft wiegt sie sich im Wind. Mir wird so leicht im Gemüt, so fern und entrückt erscheint alles….. Es ist so schön hier. Ich präge mir alles ein. Sehr wohl ist mir bewusst, dass ich bald alles verlassen werde. In der Pfarreiküche gibt es lange Debatten, wie...

  • Stmk
  • Bruck an der Mur
  • Alexander Moser
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Fortsetzung: Vertrieben (51)

Die wahre Geschichte eines kleinen Mädchens Autorin: U. Hillesheim © Der Winter geht zu Ende. Noch einmal besuche ich unsere Schneeburg. Ein glänzender Sonnentag! Ich krieche in mein Lieblingshaus und schaue in die tiefe Bläue des Himmels. Die Sonne scheint warm und – tropf – tropf – tropf – es tropft von allen Wänden und den vielen glitzernden Eiszapfen. Die Schneehäuser sind deutlich zusammen gesunken. Bald werden sie ganz verschwunden sein. Ja, Kraft und Wärme der Tag für Tag...

  • Stmk
  • Bruck an der Mur
  • Alexander Moser
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Fortsetzung: Vertrieben (50)

Die wahre Geschichte eines kleinen Mädchens Autorin: U. Hillesheim © Auch für Roswitha werden nun Kleider genäht und sie muss in die Schneiderwerkstatt zur Bernt Hermi ins Oberdorf. Trotz strengstem Verbot durch die Tschechen übernachtet sie manchmal auswärts bei den befreundeten Bernts. Dort geht Geheimnisvolles vor sich. Mehrere versammeln sich dort am Abend zum „Tischerücken“. Die Leute möchten so gerne etwas von den verschollenen Männern oder über das eigene Schicksal erfahren. Doch...

  • Stmk
  • Bruck an der Mur
  • Alexander Moser
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Fortsetzung: Vertrieben (49)

Die wahre Geschichte eines kleinen Mädchens Autorin: U. Hillesheim © Roswithas Geschichte Am 17. Juli 1945 muss sich die Familie mit etwa 700 weiteren Bennischern, in der Mehrzahl Frauen und Kinder (die Männer waren aus dem Krieg noch nicht heimgekehrt) abends am Marktplatz einfinden und wird gefangen gesetzt. Unter schwerer Bewachung geht es am nächsten Tag zu Fuß in die etwa 15 Kilometer entfernte Kreisstadt Freudenthal und am Tag darauf mit dem Zug in offenen Güterwagen nach...

  • Stmk
  • Bruck an der Mur
  • Alexander Moser
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Fortsetzung: Vertrieben (48)

Die wahre Geschichte eines kleinen Mädchens Autorin: U. Hillesheim © Es ist Ende Februar 1946, als Adelheid und ich mit Tante Rosi vom Oberdorf zurück kommen. Tante Rosi hat die Heiders in ihrem Häusl besucht. Beim Häusl stoßen wir auf den Endler Heinrich und den Franzi. Manches ist auf dem Endler Hof anders geworden. Tonangebend ist jetzt die junge Frau Endler, der Mutter vom Franzi. Bisher war sie vom Schwiegervater und der Schwägerin eher „unten gehalten“ worden. Ihr Mann ist gefallen...

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  • Bruck an der Mur
  • Alexander Moser
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Fortsetzung: Vertrieben (47)

Die wahre Geschichte eines kleinen Mädchens Autorin: U. Hillesheim © Unfassbar! Und doch muss man sich dieser grausamen Tatsache stellen und sich darauf vorbereiten. Muttl hat Stoffe nach Mohrau gebracht. Sie lässt bei der Bernt Hermi, unserer Schneiderin, wie schon vor Weihnachten Mäntel und weitere Kleider nähen, mehrere für uns Kinder und groß genug zum „Hinein wachsen“. Auch jetzt müssen Adelheid und ich oft ins Oberdorf zur Anprobe, vorbei an den schlagenden Tschechenkindern. Jetzt...

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  • Alexander Moser
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Fortsetzung: Vertrieben (46)

Die wahre Geschichte eines kleinen Mädchens Autorin: U. Hillesheim © Es kommt der Heilige Abend 1945. Der soll ganz anders verlaufen als alle unseren Weihnachten bisher. Die Familie ist unvollständig. Papa fehlt. Lebt er noch? Monate haben wir nichts mehr von ihm gehört. Seine letzte Feldpost hat uns kurz vor dem Zusammenbruch erreicht. Dann nichts mehr. Ist er gefallen? Ist er in Gefangenschaft geraten? Eine schreckliche Sorge! Auch Roswitha und Gottfried sind nicht bei uns, doch wir...

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  • Alexander Moser
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Fortsetzung: Vertrieben (45)

Die wahre Geschichte eines kleinen Mädchens Autorin: U. Hillesheim © Adelheit und ich müssen im Pfarrhof viel helfen: Abtrocknen, Gemüse putzen und schneiden, Kartoffeln schälen, Dinge in den Keller bringen, Einkaufen und viele andere Dinge gehören zu unseren täglichen Pflichten. Alle – auch die Kinder – müssen zupacken auf einem Bauernhof und bei so vielen Leuten. Besonders unangenehm ist das Stopfen der Strümpfe. Sie müssen für alle im Haus, auch für die Gendarmen, gestopft werden. Eine...

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Fortsetzung: Vertrieben (44)

Die wahre Geschichte eines kleinen Mädchens Autorin: U. Hillesheim © Herr Pfarrer beteiligt sich kaum an den bäuerlichen Arbeiten. Als Seelsorger hat er andere Dinge zu tun. Und für Männerarbeiten ist ja der Wirtschafter zuständig. Es gibt wieder ein Pferd auf dem Pfarrhof (oder zwei Pferde?). So kann Herr Pfarrer wieder alle 14 Tage in Neudorf, das als Filialgemeinde zur Pfarrei Mohrau gehört, Gottesdienst halten. Jetzt im Winter fährt er mit dem Pferdeschlitten dahin. Herr Schwarz lenkt...

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Fortsetzung: Vertrieben (43)

Die wahre Geschichte eines kleinen Mädchens Autorin: U. Hillesheim © Mit seinen sechs Jahren müsste Viktor eingeschult werden. Aber die deutschen Kinder dürfen ja nicht zur Schule. Da haben Herr Pfarrer und Muttl beschlossen, ihn privat Lesen und Schreiben zu lehren. Herr Pfarrer malt große Druckbuchstaben auf rechteckige Papierstücke. Viktor lernt die Buchstaben schnell. Nun soll er sie zu Worten zusammenziehen. Herr Pfarrer setzt das Wort „Killian“ zusammen. Viktor buchstabiert richtig,...

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  • Alexander Moser
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Fortsetzung: Vertrieben (42)

Die wahre Geschichte eines kleinen Mädchens Autorin: U. Hillesheim © Um diese Zeit finden Adelheid und ich in den gebundenen Kinderzeitschriften, die im Pfarrhof (vielleicht seit der Kinderzeit von Tante Rosi und Großvater) aufbewahrt werden, ein kleines Gedicht, das gut zu unserem Wildgruber Bergausflug passt. Es gefällt uns sehr. Wir lernen es auswendig und ich habe es bis heute behalten: Als die liebe Frau gegen Himmel fuhr, ließ den Mantel blau sie auf ird´scher Flur. Kam ein...

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Fortsetzung: Vertrieben (41)

Die wahre Geschichte eines kleinen Mädchens Autorin: U. Hillesheim © Nun haben wir endlich wieder genug zu essen. Ich esse, dass ich glaube, platzen zu müssen. Doch eigenartigerweise: das Hungergefühl vergeht nicht. Immer glaube ich, Hunger zu haben, soviel ich auch esse. In einer der ersten Nächte nach unserer Rückkehr erwache ich nachts. Weshalb ist es so feucht in dem Bett? Und was poltert draußen im Vorhaus? Wir haben Durchfall bekommen. Durchfall wie Wasser. Unser Darm verträgt...

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Fortsetzung: Vertrieben (40)

Die wahre Geschichte eines kleinen Mädchens Autorin: U. Hillesheim © Im Pfarrhof in Mohrau hat man sich offensichtlich lange um uns keine größeren Sorgen gemacht. Vielleicht tue ich ihnen Unrecht. Aber obwohl die Pfarreileute wissen, dass wir uns im Lager befinden – Muttl hat ihnen geschrieben – hat jedenfalls Tante Rosi uns niemals ein Päckchen geschickt. Dabei war es allen sehr wohl bekannt, dass es den Deutschen in tschechischen Lagern alles andere als gut geht. Als aber die Wochen...

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Fortsetzung: Vertrieben (39)

Die wahre Geschichte eines kleinen Mädchens Autorin: U. Hillesheim © Muttl klagt immer wieder über den dichten und feinen Staub beim Dreschen, den man einatmet und gegen den man sich nicht schützen kann. Eines Abends kommt sie mit furchtbaren Kopfschmerzen ins Lager zurück. „Sicher vom Staub“, meint sie. Doch der Schmerz vergeht nicht, sondern wird stärker und stärker. So matt fühlt sich Muttl, dass sie sich hinlegen muss. Am nächsten Tag zur Arbeit zu gehen, das ist unmöglich. Bald kommt...

  • Stmk
  • Bruck an der Mur
  • Alexander Moser

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