Mental Health
Psychologische Behandlung wird künftig zur Kassenleistung

 "Wir erwarten, dass die Kassa ehebaldigst zu Gesprächen hinsichtlich einer Sachleistungsvereinbarung mit uns in Verbindung treten wird. Das sind wir den betroffenen Menschen in Österreich schuldig“, so Wimmer-Puchinger. | Foto: PantherMedia/IgorVetushko
3Bilder
  • "Wir erwarten, dass die Kassa ehebaldigst zu Gesprächen hinsichtlich einer Sachleistungsvereinbarung mit uns in Verbindung treten wird. Das sind wir den betroffenen Menschen in Österreich schuldig“, so Wimmer-Puchinger.
  • Foto: PantherMedia/IgorVetushko
  • hochgeladen von Gernot Fohler

Während man Psychologinnen und Psychologen hierzulande bisher privat bezahlen musste, wird die klinisch-psychologische Behandlung ab 1. Jänner 2024 zur Kassenleistung. Eine Vereinbarung zwischen der Sozialversicherung und der Berufsgruppe ist jedoch noch ausständig. 

ÖSTERREICH. Mit 1. Jänner des kommenden Jahres haben alle versicherten Menschen in Österreich einen Anspruch auf klinisch-psychologische Behandlungsleistungen. Die Kosten hierfür werden von den Krankenkassen übernommen und als gleichwertige Leistung neben ärztlicher Hilfe im Allgemeinen Sozialversicherungsgesetz (ASVG) verankert. 

"Hier wird gerade ein neues Kapitel im Bereich der österreichischen Gesundheitsversorgung aufgeschlagen. Ich bin sehr dankbar, dass der hohe Versorgungsbedarf von den beiden Regierungsparteien erkannt wurde", hält die Präsidentin des Berufsverbandes Österreichischer PsychologInnen (BÖP), Beate Wimmer-Puchinger, in einer Aussendung fest. 

Hast du dir schon einmal Hilfe wegen eines psychischen Problems geholt?

"Muss für alle leistbar sein"

Wie der BÖP weiter erklärt, hat laut Gesetzgeber nun die Sozialversicherung die klinisch-psychologische Versorgung mittels entsprechender Vereinbarung sicherzustellen. Der niederschwellige Zugang zur Behandlung sei allerdings nur über den Abschluss einer Sachleistungsvereinbarung mit den klinischen Psychologinnen und Psychologen möglich. "Alles andere wird bei den ohnedies psychisch belasteten Menschen zu einer zusätzlichen finanziellen und bürokratischer Bürde", warnt die BÖP-Präsidentin: "Klinisch-psychologische Behandlung muss für alle leistbar sein und darf niemanden ausschließen."

"Gesund aus der Krise" als Best Practice Modell

Der BÖP führt in seiner Aussendung das Projekt "Gesund aus der Krise" als Best Practice Modell für die Organisation des Zugangs von Klientinnen und Klienten zu klinisch-psychologischen, gesundheitspsychologischen und psychotherapeutischen Beratungs- und Behandlungseinheiten an. "Mit einem ähnlichen Umsetzungsmodell könnten die Kassen ihrer Versorgungsverantwortung in diesem Bereich schnellstmöglich und kostengünstig nachkommen, sodass die Versicherten rasch zu den ihnen zustehenden Leistungen kämen", so der BÖP.

"Klinisch-psychologische Behandlung muss für alle leistbar sein und darf niemanden ausschließen", so die Präsidentin des Berufsverbandes Österreichischer PsychologInnen (BÖP) Beate Wimmer-Puchinger. | Foto: AstroStar/Shutterstock.com
  • "Klinisch-psychologische Behandlung muss für alle leistbar sein und darf niemanden ausschließen", so die Präsidentin des Berufsverbandes Österreichischer PsychologInnen (BÖP) Beate Wimmer-Puchinger.
  • Foto: AstroStar/Shutterstock.com
  • hochgeladen von Margit Koudelka

Der Berufsverband zeigte sich zuversichtlich, dass man bei den anstehenden Verhandlungen mit den Sozialversicherungsträgern konstruktive Lösungen finden könne. "Wir erwarten, dass die Kassa ehebaldigst zu Gesprächen hinsichtlich einer Sachleistungsvereinbarung mit uns in Verbindung treten wird. Das sind wir den betroffenen Menschen in Österreich schuldig“, so Wimmer-Puchinger.

Das könnte dich auch interessieren:

Streit um Gesundheitsreform geht weiter
Geteilte Meinungen zu ELGA-Abmeldung
Finanzausgleich und Gesundheitsreform passieren Ministerrat
 "Wir erwarten, dass die Kassa ehebaldigst zu Gesprächen hinsichtlich einer Sachleistungsvereinbarung mit uns in Verbindung treten wird. Das sind wir den betroffenen Menschen in Österreich schuldig“, so Wimmer-Puchinger. | Foto: PantherMedia/IgorVetushko
Während man Psychologen hierzulande bisher privat bezahlen musste, wird die klinisch-psychologische Behandlung ab 1. Jänner 2024 zur Kassenleistung.  | Foto: Shutterstock / Dmytro Zinkevych
"Klinisch-psychologische Behandlung muss für alle leistbar sein und darf niemanden ausschließen", so die Präsidentin des Berufsverbandes Österreichischer PsychologInnen (BÖP) Beate Wimmer-Puchinger. | Foto: AstroStar/Shutterstock.com

Du möchtest kommentieren?

Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.

In unseren Gesundheits-Videos erklären österreichische Expert:innen
das Wichtigste über Krankheiten, Diagnose, Therapie & Vorbeugung
und beantworten die häufigsten Fragen.

MeinMed.at

Gesund, weil richtig informiert.

W S T St K V B

UP TO DATE BLEIBEN


Aktuelle Nachrichten aus Österreich auf MeinBezirk.at

Neuigkeiten aus deinem Bezirk als Push-Nachricht direkt aufs Handy

MeinBezirk auf Facebook: MeinBezirk.at/Österrreichweite Nachrichten

MeinBezirk auf Instagram: @meinbezirk.at


Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Karte einbetten

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Code einbetten

Funktionalität des eingebetteten Codes ohne Gewähr. Bitte Einbettungen für Video, Social, Link und Maps mit dem vom System vorgesehenen Einbettungsfuntkionen vornehmen.
Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Foto des Tages einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Du möchtest selbst beitragen?

Melde dich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.