Früher als üblich
Ragweed sorgt für enorme Belastung in Ostösterreich
- Für Allergiker ist Ragweed, wie die Pflanze auch genannt wird, eine echte Plage. Ende August steht die nächste Pollensaison vor der Tür.
- Foto: Eva Maria Kamper
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Früher als üblich startete letzte Woche eine erste Welle an Ragweedpollen den Osten und Südosten Österreichs. Das aus den USA stammende Unkraut zeichnet sich durch seine enorme Widerstandsfähigkeit und stellt immer mehr Allergiker auf eine harte Probe.
ÖSTERREICH. Vor allem im Osten und Süden des Landes breitet sich Ragweed seit Jahren zunehmend aus. Die Pflanze wurde Mitte des 20. Jahrhunderts aus den USA eingeschleppt und stellt aufgrund ihres hohen allergenen Potenzials und ihrer schnellen Ausbreitung ein wachsendes Gesundheits- und volkswirtschaftliches Problem dar.
Der Blütenstaub des Unkrauts wurde zuletzt in rauer Menge aus Ungarn und Slowenien nach Wien, Niederösterreich, Burgenland, in die Steiermark und in Teile Kärntens eingeweht. „"Dies waren die ersten Vorboten, die lokale Produktion der Ragweedpollen beginnt mit Ende August/Anfang September und dauert bis Ende September bis maximal Mitte Oktober", erklärte Markus Berger, Leiter des Österreichischen Polleninformationsdienstes.
- Im Osten und Süden fühlt sich das Unkraut besonders wohl.
- Foto: Screenshot (www.ragweedfinder.at)
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Der Polleninformationsdienst hat all diese Entwicklungen im Blick und informiert Allergiker mit der neuen „Prognoselandkarte“ künftig noch früher und noch genauer über den Pollenflug sowie die zu erwartende Belastungsintensität, heißt es. Dazu wird die Schadstoffbelastung durch Ozon, Stickstoff- und Schwefeldioxid in die Belastungsvorhersage eingerechnet.
Belastung fast das ganze Jahr
In den letzten Jahren zeichnet sich ein klarer Trend ab: Die Pollensaison beginnt zunehmend früher und endet später. In einigen Regionen ist der Blütenstaub von Pflanzen, der immer mehr Menschen belastet, mittlerweile fast das ganze Jahr über messbar. So wurde im Jahr 2023 an 330 Tagen nachweisbarer Pollenflug registriert.
Hasel und Erle erwachten auch dieses Jahr zwei bis drei Wochen früher aus ihrem „Winterschlaf“ als üblich, gemessen am langjährigen Durchschnitt. Auch Esche und Birke legten einen rekordverdächtigen Frühstart hin, während die Gräsersaison im Osten Österreichs statt wie gewohnt Anfang Mai bereits im April begann.
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