Gicht
Wenn sich die Ernährung auf die Gelenke schlägt
- In den Zehen macht sich die Gicht oft zuerst bemerkbar.
- Foto: smarterpix.com
- hochgeladen von Margit Koudelka
Gicht ist eine weit verbreitete Stoffwechselerkrankung. Schätzungen zufolge weisen rund 30 Prozent der österreichischen Männer erhöhte Harnsäurewerte im Blut auf, bei etwa jedem Zehnten davon entwickelt sich im Laufe des Lebens eine Gicht.
ÖSTERREICH. Gicht zählt zu den rheumatischen Erkrankungen. Typisch für die Gicht sind schmerzhafte Entzündungen vor allem in den Gelenken, oft beginnend mit dem Großzehengrundgelenk. Ursache ist eine Überproduktion oder verminderte Ausscheidung von Harnsäure, die sich als Kristalle in den Gelenken ablagert. In Österreich nimmt die Zahl der Gichtfälle aufgrund von veränderten Ernährungsgewohnheiten und einem steigenden Wohlstand zu. Besonders der Alkoholkonsum, vor allem Bier, sowie purinreiche Ernährung begünstigen die Erkrankung. Männer sind häufiger betroffen als Frauen, da Östrogene eine gewisse Schutzwirkung haben, Frauen erkranken meist erst nach den Wechseljahren. Die Behandlung umfasst neben medikamentöser Therapie auch Lebensstiländerungen mit Schwerpunkt auf ausgewogener Ernährung und vermindertem Alkoholkonsum. Früherkennung und Therapie können die Lebensqualität der Betroffenen deutlich verbessern.
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