Online-Sicherheit
So wurden 2025 hunderte Hass-Postings im Netz entfernt
- Über das Meldeformular der Beratungsstelle "Rat auf Draht" können problematische und rechtswidrige Inhalte auf Social-Media-Plattformen gemeldet werden. Die Betreiber der Webseiten sind danach dazu verpflichtet, entsprechend zu reagieren.
- Foto: panthermedia/AndreyPopov
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Seit knapp einem Jahr ist die Beratungsstelle "Rat auf Draht" im Rahmen des Digital Services Act als "vertrauenswürdiger Hinweisgeber" gelistet. Mithilfe der Hinweise aus der Community konnten viele problematische und rechtswidrige Postings auf TikTok, Instagram & Co. entfernt werden.
ÖSTERREICH. Hass, Gewaltverherrlichung oder Erpressung mit Nacktbildern: Insgesamt gingen 174 Meldungen zu rechtswidrigen Inhalten auf Social-Media-Plattformen über das Meldeportal von Rat auf Draht im vergangenen Jahr ein. Das war im Schnitt eine Meldung alle zwei Tage. Möglich macht das der sogenannte "Trusted-Flagger-Status", welchen die Beratungsstelle seit vorigem Jahr trägt.
Seit März 2025 können Kinder und Jugendliche über ein eigenes Formular auf der Website von Rat auf Draht potenziell rechtswidrige Beiträge oder Kommentare melden. Nach einer rechtlichen Prüfung durch das Beratungsteam werden die Inhalte über eine spezielle Schnittstelle an die jeweilige Plattform weitergeleitet.
Anschließend informiert "Rat auf Draht" die meldenden Personen per E-Mail über das Ergebnis. In den meisten Fällen konnten laut "Rat auf Draht" die Beiträge tatsächlich entfernt werden
Unterschiede je nach Plattform
Als „vertrauenswürdiger Hinweisgeber“ kann "Rat auf Draht" problematische Inhalte im Rahmen des europäischen Digital Service Act (DSA) direkt an Onlineplattformen melden. Diese müssen die Hinweise bevorzugt prüfen und den Hinweisgeber über die gesetzten Maßnahmen informieren.
- Ziel der Maßnahme ist, Kindern und Jugendlichen auf die Möglichkeit einer begleitenden Unterstützung durch die Beratungsangebote hinzuweisen.
- Foto: panthermedia/LukaFunduk
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Am häufigsten betrafen die Meldungen die Plattformen TikTok (24), Instagram (17) und Discord (15). Dabei zeigten sich deutliche Unterschiede bei den Inhalten: Auf TikTok dominierten Meldungen zu Gewaltverherrlichung, auf Instagram wurde vor allem "Sextortion" gemeldet. Damit ist die Erpressung mit Nacktbildern gemeint. Wie die Beratungsstelle berichtet, wurden auf Discord vermehrt Missbrauchsdarstellungen von Minderjährigen gemeldet.
Schritt für mehr Sicherheit
„Rechtswidrige Online-Inhalte können für Betroffene mit starkem Leidensdruck und psychischer Belastung einher gehen", sagt Birgit Satke, Leiterin des Beratungsteams von "Rat auf Draht". Ein wichtiges Anliegen sei es, Kinder und Jugendlichen im Rahmen der Anfragen auch auf die Möglichkeit einer begleitenden Unterstützung durch diverse Beratungsangebote hinzuweisen.
Mit dem "Trusted-Flagger-Status" und der gesetzlichen Verpflichtung der Plattformen, zeitnah zu reagieren, sieht die Stelle einen wichtigen Schritt hin zu mehr Sicherheit im Netz. „Wir hoffen, dass noch mehr Kinder und Jugendliche den Mut finden werden, gegen illegale Inhalte im Internet vorzugehen. Gemeinsam können wir mit nur ein paar Klicks viel erreichen“, so Satke. Mehr Informationen zur Meldung rechtswidriger Inhalte findest du online unter: www.rataufdraht.club/trusted-flagger. Zum Meldeformular gelangst du hier.
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